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Matthias Stöbener 23.03.2010, 08.50 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Firmen | Tags: Stellenanzeige, Werbung, Konzept, Full-Service-Agentur,

Unter der Oberfläche von Frust

Jüngst will die Bertelsmann Stiftung herausgefunden haben, dass etwa 70 % der Deutschen ihr Vertrauen in Politik und Wirtschaft verloren haben. Fast schon jeder zweite Deutsche lehnt die repräsentative Demokratie und die Marktwirtschaft ab. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen: Ja, es gibt immer weniger Menschen in meinem Umfeld, die mit den herrschenden Bedingungen und Verhältnissen zufrieden sind. Einen ganz großen Knacks im Vertrauen ins System hat die Finanzkrise und das Handeln der Politiker gebracht. Dazu kommt die Globalisierung, die deutlich macht, dass wir einen Wandel unseres bisherigen Systems brauchen.

Aber was wollen die Menschen? Die Bertelsmann Stiftung sagt: Die Menschen wollen mehr Partizipation. Die Bürger wollen mehr in politische Prozesse eingebunden werden. Augsburg zeigt, dass das stimmt. Ich sage nur Stadtbad. Die Leute haben es satt, dass in irgendwelchen Hinterzimmern von Parteien Entscheidungen getroffen werden, die völlig an ihren Wünschen vorbei gehen. Und langsam kommen die Menschen in Fahrt! Sie setzen sich dafür ein, dass an den richtigen Stellen gespart wird. Sie setzen sich dafür ein, dass ihnen nicht das, was ihnen wichtig ist, verloren geht. Noch vor ein paar Jahren wurde der Politiküberdruss beklagt, wurde beklagt, dass die Bürger zu bequem seien. Und jetzt nehmen immer mehr Bürger die Politik selbst in die Hand! 

Vor allem wollen sich die Bürger nicht mehr von den Entscheidungsträgern in Wirtschaft und Politik bevormunden lassen, sagt die Studie. Auch dafür ist meiner Meinung nach Augsburg ein gutes Beispiel. Immer, wenn in letzter Zeit in Augsburg die Stadtregierung gegen ihre Bürger nicht durchkommt, heißt es, man habe Kommunikationsprobleme, es sei alles nicht so gemeint gewesen. Nur notdürftig wird damit kaschiert, dass es schwerer für die Politiker wird, gegen die Bürger zu regieren. Gier, Lobbyismus und Abkoppelung von der Wirklichkeit sind nach der Studie die Gründe, warum das Volk aufsteht und mobil macht. Unter der Oberfläche von Resignation und Frust entwickele sich ein enormes Potential von Menschen, die abseits der Parteien, Medien und etablierten Institutionen neue soziale Bewegungen tragen. Dieses Potenzial für eine neue Partizipationsbewegung sei mindestens so groß wie die Ökobewegung. Da kann ich aus meinen Erfahrungen und meinem Umfeld nur zustimmen.

Matthias Stöbener 21.03.2010, 10.27 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: Partizipation, Bertelsmann Stiftung, Unzufriedenheit,

Traurig, traurig

Augsburg verliert unter Kulturschaffenden immer mehr an Attraktivität. Nicht nur, dass viele Künstler die Augsburger Kulturpolitik kritisieren, jetzt wollen anscheinend die ersten Künstler Augsburg ganz hinter sich lassen. Künstler, auf die Augsburg nicht verzichten kann! Künstler, ohne die Augsburg nicht Augsburg wäre. Künstler, die für Aufregung in der ansonsten noch im 18. Jahrhundert lebenden Möchtegern-Kulturhauptstadt Europas sorgen.

Waldsassen (bairisch: Woldsassn), die Stadt im Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth z. B., erscheint dem bekannten Augsburger Krimi-Schriftsteller und Dracula-Forscher Arno Löb sehr attraktiv. Im Moment befindet er sich auf Reisen durch die bayerischen Gefilde, um sich - wie er sagt - einen "kulturell attraktiveren" Lebenskreis zu suchen. Über das kulturelle Zentrum des Oberpfälzer Stiftslands gerät Löb geradezu ins Schwärmen. Die Menschen seien viel freundlicher und kulturell aufgeschlossener als die Augsburger (was ja keine Kunst ist) .

In höchsten Tönen lobt er, was in Waldsassen für die Musik getan wird: In der Basilika konzertierten bedeutende Orchester (beispielsweise die "Bamberger Symphoniker") und Dirigenten (zum Beispiel Leonard Bernstein,  Colin Davis). Darüber hinaus finden, von der Stiftung Kultur- und Begegnungszentrum Abtei Waldsassen veranstaltet, jährlich Musikseminare statt, von denen die Internationale Orgelakademie und die Internationale Singwoche im Sommer die bedeutendsten sind. Und das alles bei nur knapp mehr als 7.000 Einwohnern. Da könne Augsburg einpacken, meint Arno Löb. Was aber bei der jetzigen Stadtregierung, die ihn geradezu ins Asyl treibe, kein Wunder sei. Die Kultur habe die Augsburger Politik nur noch im Fokus, wenn es ums Sparen ginge.

Obwohl in Waldsassen auch die CSU regiert, geschieht dort Revolutionäres. "Emailgeschirr - Küchenrevolution in der Gründerzeit" - unter diesem Motto steht die diesjährige Sonderausstellung des Stiftlandmuseums Waldsassen. In Augsburg habe er noch nicht einmal eine Küchenrevolution erlebt, klagt der meist schwarz bekleidete Dichter und Denker Löb. Geschweige denn sonst etwas Aufregendes.

Ob es Löb ernst ist mit dem Weggang von Augsburg? Schwer zu sagen. Aber in seinem Krimitagebuch schreibt er: "Beim Erkundungsgang in Waldsassen entdeckte ich eine Sensation: Hier gibts den besten Lebkuchen der Welt! Juhu!" Wie ich Arno Löb kenne, ist das ein schlagendes Argument, Augsburg den Rücken zu kehren. Denn in Augsburg gibt es bald vom Rathaus bis zum Dom und vom Moritzplatz bis zur Ulrichskirche nur noch Selbstbedienungs-Backwerk-Filialen.

Matthias Stöbener 20.03.2010, 13.52 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kultur | Tags: Kulturpolitik, Waldsassen, Arno Löb,

Dr. Sebastian Seidel zum Thema Kulturpolitik

Der Theaterleiter, Regisseur und Autor Dr. Sebastian Seidel ist einer der wichtigsten Kulturbotschafter Augsburgs. Seine Stücke werden im gesamten deutschsprachigen Raum aufgeführt und seine Theaterarbeit wird überregional als vorbildlich wahrgenommen. In dem folgenden Interview sagt er seine Meinung zu aktuellen Fragen der Kulturpolitik.

Matthias Stöbener: Herr Dr. Seidel, sagen Sie uns, wie man Theatergründer wird und was es braucht, ein Theater über so viele Jahre erfolgreich zu betreiben, wie Sie das tun?

Dr. Sebastian Seidel: Es gibt kein Patentrezept, wie man ein Theatergründer wird. Es sind viele Dinge zusammengekommen (Ideen, Menschen, Finanzierung) und die haben sich über die Jahre erstaunlich gut entwickelt. Man braucht einen sehr langen Atem, ein Gespür für gesellschaftliche Entwicklungen und viel Oppositionsgeist.

Matthias Stöbener: Warum haben Sie sich Augsburg als Standort Ihres Theaters gewählt, wäre nicht München der bessere Platz gewesen?

Dr. Sebastian Seidel: Als ich in Augsburg Studententheater gemacht habe, habe ich mich immer gewundert, warum es in Augsburg kein eigenständiges, freies, professionelles Theater gibt wie in jeder anderen größeren Stadt. Es musste also noch eins gegründet werden!

Matthias Stöbener: Die Stadt Augsburg muss sparen. Es scheint, dass sie das an der Kultur und öffentlichen Einrichtungen für Bürger machen will. Glauben Sie, das Theater Augsburg bekommt die nötigen 100 Mio. € zur Sanierung. Werden Sie und Ihr Theater weiter von der Stadt unterstützt werden?

Dr. Sebastian Seidel: Das Grundproblem ist die mangelnde Finanzierung der Kommunen und ihre Abhängigkeit von der Gewerbesteuer. Alle Stadtbewohner müssen zusammen mit ihren Lokalpolitikern einen Aufstand machen und sich gegenüber der Bundespolitik für eine bessere Finanzierung der Städte einsetzen. Sonst werden in den kommenden Jahren viele öffentliche Einrichtungen geschlossen werden müssen. Wollen wir das hinnehmen?

Zur Sanierung des Theaters gibt es überhaupt keine Alternative! Und zur Förderung des Sensemble Theaters: Wir zeigen, wie man mit einer kleinen Grundförderung die Eigenfinanzierung auf über 70% steigern und damit 10 Künstler finanzieren kann. Wir sind ein Zukunftsmodell, das auch in Zukunft gefördert werden wird.

Matthias Stöbener: Ich glaube, die Demokratie wird nicht am Hindukusch, sondern hier in unserer Stadt verteidigt, indem die Stadt Geld für öffentliche Leistungen an Bürger ausgibt, wie Schwimmbäder, Kultureinrichtungen, Bibliotheken etc. Können Sie sich dieser Meinung anschließen?

Dr. Sebastian Seidel: Ja, vollkommen. Herr Naumann hat dazu gerade alles Wesentliche gesagt: "Freiheit wird im Theater verteidigt."

Der frühere Kulturstaatsminister Michael Naumann (SPD) hat vor weiteren Kürzungen der Kulturausgaben gewarnt. Die Politik müsse auch das Glück und die Freiheit der Menschen sichern, sagte Naumann: "Politiker sehen sich in diesem Land als Mäzene, die sich herabneigen und der Kultur etwas spenden aus dem Steuersäckel niemals würden wir das vom Verteidigungsminister sagen", meinte der 68-Jährige. "Deutschlands Freiheit wird in Wahrheit nicht am Hindukusch verteidigt, sondern in den Theatern, Konzertsälen, Opernhäusern, Museen und Buchläden und natürlich in den Schulen."

Drohende Kürzungen in manchen Kulturetats der Länder und Kommunen stellten die Grundsatzfrage in einer Gesellschaft: "Für welchen Zweck macht man eigentlich Politik? Wenn Politik ausgerechnet an diesem sowieso schon schwachen Feld kürzt, kürzt sie an ihrem eigenen inneren Sinn."

Matthias Stöbener: Viele Augsburger Kulturschaffende werfen der neuen Stadtregierung eine verfehlte Kulturpolitik vor. Was könnte man ihrer Meinung nach besser machen?

Dr. Sebastian Seidel: Kulturpolitik ist immer sehr umstritten. Auch in der Vergangenheit. Augenblicklich fehlt die längerfristige Vision, die Ziele für die nächsten 20 Jahre und kommende Generationen entwirft und gegen drohende Kürzungen bedingungslos verteidigt. Die Künstler brauchen eine noch viel stärkere Lobby in allen Parteien.

Matthias Stöbener: Zum Schluss zu Ihrer Arbeit und zu Ihrem Theater zurück. Welches besondere Theater-Highlight hat uns das S`ensemble in den nächsten Monaten zu bieten und um was geht es dabei?

Dr. Sebastian Seidel: Im Mai wird das Sensemble Theater in der Kulturfabrik 10 Jahre alt und wird vom 27. Mai bis zum 27. Juni ein Jubiläumsprogramm mit vielen Highlights präsentieren, u.a. ein kleines open-air-Theaterfestival im martini-Park. Und im Juli folgt dann das Sommertheater Jakoberwallturm mit der Uraufführung meines neuen Stückes »HELDENSPEKTAKEL«.

Matthias Stöbener: Vielen Dank, Herr Dr. Seidel, für dieses Interview!

Weitere Informationen zu Dr. Sebastian Seidel

Matthias Stöbener 15.03.2010, 09.20 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kultur | Tags: Kulturpolitik, S`ensemble, Dr. Sebastian Seidel,

Missbrauch von Kindern in der katholischen Kirche

Natürlich mache ich mir als katholischer Theologe viele Gedanken über die Missbrauchsfälle in der Kirche, die jetzt überall in Deutschland geortet werden anscheinend auch in der Diözese Augsburg. Um im Bild zu sprechen: Es ist, also ob Dreckwasser durch die Kanalisation aus dem Spülbecken hochdrückt, weil die Kanalisation den Dreck nicht mehr aufnehmen kann.

Woher kommt der ganze Dreck? Meiner Meinung nach wird in der Ausbildung von katholischen Theologen über manches menschliche Defizit hinweggesehen, weil der Priestermangel in Europa die Spirituale und Vorgesetzte gnädig mit Kandidaten für den Priesterberuf stimmt, die eigentlich keine Berufung haben. Zu oft wird meiner Meinung nach in der katholischen Priesterausbildung der alte scholastische Grundsatz »Die Berufung setzt die Natur voraus« nicht beachtet. Es wird zu wenig auf die menschliche Natur der Kandidaten gesehen. Ich spreche aus Erfahrung, stand ich doch selbst kurz vor der Priesterweihe, ohne eine Berufung dazu gehabt zu haben. Und doch hätten mich meine Oberen zum Priester geweiht, wenn ich nicht selbst ein Jahr vor dem Ereignis dahinter gekommen wäre, dass ich den Zölibat nicht leben kann.

Ob der Zölibatszwang für Priester heute noch angemessen ist, kann ich nicht beurteilen. Ob der Zölibat Kindesmissbrauch fördert, wage ich auch nicht zu entscheiden, dazu fehlen mir die Vergleichszahlen zu Familien. Meiner Meinung nach sollte die katholisches Kirche heute aber ernsthaft darüber nachdenken, den orthodoxen Weg zu gehen, also sowohl verheiratete Priester wie zölibatäre Mönche zu fördern. Es gibt meiner Meinung nach keinen theologischen Grund, warum ein Priester unverheiratet leben muss. Und ich glaube nicht, dass ein orthodoxer Priester weniger für den Glauben leisten kann, weil er verheiratet ist. Dies zu behaupten, wäre schon recht arrogant.

Sollte die katholische Kirche dahin zu kommen, das im Mittelalter eingeführte Zölibat aufzuheben, wären natürlich nicht alle Probleme gelöst. Dass jemand versagt, dass die Kirche eine Gemeinschaft von Sündern ist, steht außer Frage. Das Schlimme am Verhalten der katholischen Kirche bisher ist das Verdrängen des Versagens ihrer Mitglieder oder Repräsentanten. Da muss sich gewaltig etwas ändern. Die Gesellschaft kann weder in islamischen Gemeinschaften noch in der katholischen Kirche rechtsfreie Räume dulden, in denen diese Gruppen glauben ihre Probleme selbst lösen zu können.

Matthias Stöbener 13.03.2010, 12.23 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Religion | Tags: Missbrauch, Kinder, Katholische Kirche, Zölibat,

Weltfrauentag

Am Montag war Weltfrauentag. Schon Anfang März wies Martina Wild, die frauenpolitische Sprecherin der GRÜNEN Stadtratsfraktion darauf hin, dass in Augsburg heute weniger Frauen in der Verwaltung Führungspositionen einnehmen als früher. Eine Folge der konservativen Regierungsübernahme? Gilt wieder: Frauen zurück an den Herd?

Frau Wild zitiert eine Datenerhebung der Gleichstellungsstelle für die Stadtverwaltung Augsburg. Eine Frau als Referentin? Fehlanzeige! Eine Bürgermeisterin? Nööö, brauchen wir in Augsburg nicht. Augsburg hat 7 Referate, 2 Direktorien, 35 Ämter und 12 städtische Schulen, aber nur zwei Amtsleiterinnen, eine Intendantin, eine Fachbereichsleiterin und drei Rektorinnen. Und das, obwohl der Stadtrat im Jahr 2007 beschlossen hat, dass die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Stadtpolitik Augsburg und in der Stadtverwaltung ein wichtiges Entscheidungskriterium sein soll. Aber 2007: War das nicht vor der konservativen Rolle rückwärts in Augsburg?

Jetzt sage keiner: Frauen wollen doch gar keine Karriere machen. Frauen sind zufrieden, wenn sie nicht so viel verdienen wie Männer, auch wenn sie die gleiche Arbeit machen. Frauen wollen doch lieber für die Familie da sein, als in der Gesellschaft eine Rolle zu spielen wie Männer. In Wirklichkeit haben es Frauen immer noch viel schwerer, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen als Männer. In Wirklichkeit bleibt die Sorge für Familie und Kinder immer noch zum viel größeren Teil an ihnen hängen. Beides zu verbinden, dazu finden sich immer noch viel zu wenig Hilfen. Und die Friedensstadt Augsburg, die sich rühmt, den Ausgleich von Konfessionen geschafft zu haben, ist ein schlechtes Vorbild, was den Ausgleich von Mann und Frau im Beruf und öffentlichen Leben betrifft. Ich vermute mal, das bleibt so lange, wie Frauen brav konservative Männerköpfe wählen. 

Matthias Stöbener 11.03.2010, 09.31 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Soziales | Tags: Weltfrauentag, Geschlechtergerechtigkeit, Patriarchat,

Klima schützen kann jeder

Die Überschrift liest sich banal. Und doch steckt mehr dahinter, als man zunächst denkt. Der Satz betrifft jeden von uns. Vielleicht sollte man ihn so lesen: Klima schützen kann jeder, muss aber auch jeder, wenn sich im Großen etwas ändern soll. Wir "kleinen Leute" können mehr, als uns bewusst ist. Die Verantwortung für unsere Lebensgrundlagen dürfen wir nicht länger an Politiker verschieben. Wie sich immer deutlicher zeigt, sind viel zu viele dieser so genannten "Bürgervertreter" Dilettanten oder mehr an ihrem eigenen Fortkommen interessiert als an der Lösung von Problemen, die uns alle angehen.

Und deshalb müssen wir bei uns selbst anfangen. Wir können nicht nur von anderen fordern, dass sie etwas tun müssten. Wir selbst sind gefordert, wenn es um den Umweltschutz geht. Ein Anfang könnte sein, die Ausstellung der Verbraucherzentrale Bayern zu besuchen. Sie hat das Thema "Klima schützen kann jeder" und wird am 15. März 2010 um 19 Uhr in der Neuen Stadtbücherei eröffnet. Gezeigt wird die Ausstellung bis 10. April 2010.

In der Ausstellung soll deutlich werden, wie jeder einzelne von uns das Klima in Augsburg schützen kann. Da sollen ganz konkrete Fragen beantwortet werden: Etwa aus welchem Holz die neuen Gartenmöbel hergestellt sein sollten oder auf was man beim Kauf von Haushaltsgeräten achten sollte, damit sie möglichst Ressourcen schonend sind. Ich finde das Thema notwendig und spannend. Und ich habe in den nächsten Tagen wieder einen Grund, die Neue Stadtbücherei zu besuchen.

Matthias Stöbener 10.03.2010, 09.37 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Ökologie | Tags: Klimaschutz, Prima Klima Augsburg,

Augsburger Bloggerstammtisch

Endlich haben auch wir Augsburger Blogger einen Stammtisch. Wer daran teilnehmen will, kann die aktuellen Termine erfragen, indem er eine Mail an mitspieltheater(at)googlemail.com schreibt.

Matthias Stöbener 09.03.2010, 08.07 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Veranstaltungen | Tags: Blogger, Augsburg, Stammtisch,

Augsburger Industriekultur auf der ITB

Augsburg scheint seine Industriekultur langsam zu entdecken und auch touristisch zu verwerten. Bravo! Jedenfalls wird auf der ITB in Berlin diese Positionierung Augsburgs vorgestellt. Jetzt, da das "tim" auf das deutsche "Manchester" verweist und damit die Bedeutung Augsburgs im Zeitalter der Industrialisierung beleuchtet wird, scheint die "Werkbank Bayerns" endlich auch stolz auf seine "Perlen der Industriekultur" zu werden.

Was gibt es in Augsburg nicht alles zu sehen: vom Glaspalast über den Bahnpark, die Wasserkraftwerke am Lech oder das Gaswerk in Oberhausen! Aber auch Gebäude der Zeit, die nicht Fabriken waren, gehören erwähnt, wie z. B. das Kurhaustheater, die Synagoge oder die Herz-Jesu-Kirche, um neben Fabrikantenvillen und Arbeitersiedlungen die bedeutendsten zu erwähnen. Schön, dass man auch auf die Augsburger Ingenieure und Unternehmer wie Diesel, von Buz oder Riedinger aufmerksam machen will. Die Regio gibt dazu eine 24-seitige Broschüre heraus, die es Gästen und Augsburgern leichter machen will, die Industriekultur dieser alten Stadt zu entdecken. Darauf freue ich mich!

Matthias Stöbener 07.03.2010, 08.26 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kultur | Tags: Industriekultur, ITB, ,

Ich bin empört

Wenn es stimmt, dass Bayerns Innenminister Joachim Herrmann von der allseits bekannten und geschätzten CSU etwa 80 Landtagsjournalisten am 16. März 2010 zu einem wissenschaftlichen Versuch mit Alkohol einladen will, dann bin ich empört wie schon lange nicht mehr. 

Angeblich soll bei dem "Trinkversuch" gezeigt werden, dass schon wenig Alkohol Auswirkungen auf die Reaktionsfähigkeit und Fahrtüchtigkeit von Autofahrern haben kann. Eingeladen sei auch ein Rechtsmediziner und ein Richter, die dann Vorträge zum Thema halten. Nach dem "Trinkversuch" soll es dann noch ein gemeinsames Abendessen von Minister und Journalisten geben.

Müssen wir wirklich Steuergelder für das Essen und Trinken ausgeben, um zu zeigen, dass Alkohol gefährlich ist? Das weiß doch jeder. Und wissenschaftliche Untersuchungen dazu gibt es mehr als Haare auf meinem Kopf wachsen. Ist es die Aufgabe des bayerischen Innenministeriums, wissenschaftliche Untersuchungen zu diesem Thema durchzuführen? Oder dient die ganze Veranstaltung vielleicht noch einem anderen Ziel? Vielleicht dem Ziel, die Landtagsjournalisten zu einem guten Essen einzuladen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen, sie für die eigene Politik gewogen zu machen?

Ich habe keine Lust mehr, solche Veranstaltungen mit meinen Steuergeldern zu finanzieren, ich möchte nicht mehr zusehen, wie solche Politiker in horrenden Summen Geld leihen, unsere Kinder auf ewige Zeiten verschulden und dem Volk etwas Gutes zu tun glauben. Aber wie werde ich solche Politiker los? Soll ich auswandern? Aber wohin? Es ist ein Jammer in diesem Land!

Matthias Stöbener 06.03.2010, 11.37 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Veranstaltungen | Tags: Trinkgelage, CSU, Alkohol,

Balkanisierung Deutschlands

Deutschland wird immer mehr zum Balkanstaat, in dem nichts mehr klappt, Chaos herrscht und nur noch bis zum nächsten Tag gedacht wird. Das dachte ich vorgestern, als ich nach Monaten mal wieder mit der BAHN nach München fuhr. Schon in Augsburg hatte der ICE etwa eine Viertelstunde Verspätung, dann war es ein so genannter »Kurzzug«, dem etliche Wagen fehlten, unter anderem jener, für den ich eine Sitzplatzreservierung und dafür auch gezahlt hatte. Weil ich mich beim Einsteigen rücksichtslos nach vorne drängte und andere aus dem Feld schlug, bekam ich noch einen der raren Sitzplätze im ICE nach München. Viele Pendler mussten im Gang oder beim Ausstieg stehen. Das scheint für viele Pendler nach München ein Normalzustand zu sein, denn auf der Rückreise unterhielt ich mich mit einem älteren Mann und einer älteren Frau, die täglich nach München fahren. Ich regte mich über die BAHN gehörig auf, während sie nur müde lächelten. »Wir haben uns schon so an diese Zustände gewöhnt, dass wir schon zufrieden sind, wenn wir heil heimkommen und der Zug nicht mehr als eine Viertelstunde Verspätung hat«, kommentierte der Mann. »Wie oft standen wir schon zwei oder drei Stunden auf der Strecke. Das Wort Oberleitungsschaden kann ich nicht mehr hören.«

Wahrscheinlich werden die Zustände auch nicht besser, denn gestern las ich die Pressemitteilung von Claudia Roth, in der sie schreibt, dass zahlreiche Schienenausbauprojekte in Bayern ohne Finanzierung seien. Wörtlich schreibt sie:

Bund und Deutsche Bahn AG (DB AG) haben nun endlich die Projektlisten offen gelegt. Dieser Schritt zur Herstellung von mehr Transparenz war überfällig. Dass bisher nicht einmal der Bundestag, der die Gelder zur Finanzierung der Bahnprojekte bereitstellt, informiert wurde, war ein skandalöser Zustand. Auf massives Drängen des Verkehrsausschusses des Bundestages hat die neue Leitung des Verkehrsministeriums jetzt die Listen herausgebracht. Realistischer Weise werden nur 1,4 bis 1,2 Mrd. Euro jährlich zur Verfügung stehen. Das ist ein Offenbarungseid. Die Zahlen zeigen:

* die Schienenprojekte sind hoffnungslos unterfinanziert,
* die Mehrzahl der Projekte des Vordringlichen Bedarfs ist noch nicht finanziert,
* es fehlen über 20 Mrd. Euro, um die geplanten Vorhaben bis 2020 umsetzen zu können.

Allein in Bayern fehlen für sinnvolle und dringliche Ausbaumaßnahmen mehrere Milliarden Euro. Die Liste der (noch) nicht finanzierten Projekte in Bayern ist besonders lang. Betroffen sind:

* VDE 8.1 Nürnberg-Erfurt (Anteile ABS Nürnberg-Erfurt)
* ABS Nürnberg Marktredwitz Reichenbach/Grenze D/CZ (Elektrifizierung Reichenbach-Hof (KP) und weitere)
* ABS/NBS Hanau Würzburg/Fulda
* ABS/NBS Stuttgart Ulm Augsburg (Ausbau Ulm-Augsburg auf 200 km/h)
* ABS Neu-Ulm Augsburg (3. Gleis Neuoffingen Neu Ulm)

Für die Strecke ABS München Mühldorf Freilassing (TEN Förderung) gibt es eine Finanzierung der Planungskosten, aber noch keine Finanzierung der Baukosten. Hier zeigt sich, wie fatal die Priorisierung von »Stuttgart 21« und die der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm sich auf die übrigen Bauprojekte auswirkt. Allein diese beiden Projekte werden in den nächsten Jahren 6 Mrd. Euro (plus XX) verschlingen. Viele dringend nötige Aus- und Neubauprojekte stehen dagegen in den Sternen. Sie werden faktisch ins dritte und vierte Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts verschoben. Eine solche Verkehrspolitik schickt Millionen von Bahnkunden auf das Abstellgleis.

Liebe Frau Roth! Ich kann Ihnen da nur zustimmen. Und auch mein Sohn, der in Würzburg studiert, würde Ihnen zustimmen. Als letztens sein Auto streikte, meinte ich, warum er nicht mal mit der BAHN nach Hause fährt. »Bist du verrückt, Vater? Da könnte ich ja auch gleich zu Fuß nach Augsburg laufen.«

Matthias Stöbener 05.03.2010, 08.45 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Ökologie | Tags: Bundesbahn, Pendler, München,

Schauspielerisches Talent gesucht

Anlässlich der Neueröffnung des Fugger- und Welser-Erlebnismuseums im Herbst 2011 sucht die Regio Augsburg Tourismus GmbH einen sprachgewandten Bartholomäus-Welser-Darsteller, der dem Schauspieler Heinz Schulan in seiner Rolle als Jakob Fugger zur Seite steht.

Während in der Fuggerei die soziale Thematik der Renaissance aufgegriffen wird, soll im neuen Museum im Wieselhaus im Domviertel die Wirtschaftsgeschichte der Frühen Neuzeit aufbereitet werden. Dabei spielt auch Bartholomäus Welser eine große Rolle, dessen Bedeutung sich bei Weitem nicht auf Augsburg beschränkt. Unter der Führung des berühmten Patriziers erreichte die Handelsfamilie den Höhepunkt ihres Reichtums, finanzierte die Wahl Karls V. zum Kaiser mit und beteiligte sich an der Kolonisation Amerikas. Bartholomäus Welser war ein kluger und kühler Kopf, der seine Absichten zielstrebig durchzusetzen wusste.

Die Regio Augsburg Tourismus GmbH sucht nun einen Darsteller, der diese selbstbewusste und dynamische Ausstrahlung des Welsers auch zu verkörpern weiß. Wenn Sie die notwendigen schauspielerischen Fähigkeiten und die passende Erscheinung mitbringen (etwa zwischen 40 und 45 Jahre alt, ab 175 cm groß, am besten mit Vollbart), freut sich die Regio über eine E-Mail an regio3(@)regio-augsburg.de.

So ist in der PM der Regio zu der Schauspielersuche zu lesen. Diese Lobesworte zu den großen Augsburger Welser sollten noch ergänzt werden, damit der gesuchte Darsteller den Welser auch wirklich realitätsnah spielen kann: In der Augsburger Fußgängerzone, genauer: in der Annastraße erinnert eine Gedenktafel an den "Kolonisator" Bartholomäus Welser, der dort gewohnt haben soll. Tatsächlich hatten die Welser, eine angesehene Augsburger Patrizier- und Handelsfamilie, im Jahr 1526 als Gegenleistung für die Kredite an Kaiser Karl V. die Provinz Venezuela zur Ausbeutung überschrieben erhalten. Über die Kolonisation im Auftrag der Welser berichtet der Mönch Bartholome de las Casas:

"Sie kamen mit etwas mehr als dreihundert Mann in dies Land und fanden an den Bewohnern desselben eben so sanfte, ja noch weit sanftere Lämmer, als alle anderen Indianer dieser Gegenden waren ... Ich denke aber, sie wüteten weit grausamer unter ihnen als alle bereits erwähnten Barbaren; ja noch viehischer und rasender als die blutigen Tiger und wütigsten Wölfe und Löwen. Vor Geiz und Habsucht handelten sie weit toller und verblendeter als alle ihre Vorgänger, entsannen noch abscheulichere Mittel und Wege, Gold und Silber zu erpressen, setzten alle Furcht vor Gott und dem Könige und alle Scham vor Menschen hintenan; und da sie so große Freiheiten genossen, und die Jurisdiktion des ganzen Landes in Händen hatten, so vergaßen sie beinahe, dass sie Sterbliche waren."

Die Statthalter der Welser fanden in Venezuela aber nur wenig Gold, vielmehr interessierten sie sich für den Sklavenhandel, der hohe Gewinne abwarf. 1528 erwarben die Welser für 20.000 Dukaten ein Monopol für den Sklavenhandel. Die Kolonisation Venezuelas endete für die Welser in einem Fiasko: Bartholomäus Welser wurde auf dem letzten erfolglosen Goldraubzug von einem Konkurrenten hinterrücks erschlagen. Im Jahr 1556 wurde den Welsern "ihre" Kolonie aberkannt. 1614, ein halbes Jahr später, brach das Welsersche Handelsimperium in der Folge des spanischen Staatsbankrottes endgültig zusammen.

Im "Kolumbusjahr" 1992 ließen die Vereine Werkstatt Solidarische Welt e. V. (damals noch Partnerschaft Dritte Welt) und die Geschichtswerkstatt e. V. eine indianische Basisinitiative aus Venezuela und eine Reihe anderer Organisationen im Augsburger Stadtrat einen Antrag stellen, der die Anbringung einer weiteren Gedenktafel am Welserhaus zum Ziel hatte, um an die indianischen Opfer der europäischen Eroberer zu erinnern. Gutachter wurden bemüht, Expertisen geschrieben, der Antrag zwischen verschiedenen Referaten hin- und hergeschoben. Es stellte sich heraus, dass die bestehende Gedenktafeln dort zu Unrecht hängt, weil Bartholomäus Welser dort nie gewohnt hat. Es wurde beschlossen, die heutige Gedenktafeln vom Haus zu entfernen, was aber bis heute nicht geschehen ist. Man braucht nur vor dem Haus Annastraße 25 stehen zu bleiben und die Lobhudelei auf den Menschenschinder, Frühkapitalisten und hoffentlich in der Hölle bratenden Welser zu lesen.

Matthias Stöbener 03.03.2010, 08.46 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kultur | Tags: Welser, Welserhaus, Darsteller Bartholomäus Welser,

Bürgerbegehren Stadtbad

Wer noch beim Bürgerbegehren für die Erhaltung des denkmalgeschützten Augsburger Alten Stadtbades in kommunaler Hand unterschreiben will, kann das an folgenden Stellen tun:

* Lotto/Tabak-Laden, Jakoberstraße 12, 86152 Augsburg (Mo-Sa)
* Das Grüne Büro, Maximilianstraße 17, 86150 Augsburg (Mo-Do)
* multicopy am Dom, Frauentorstraße 4, 86152 Augsburg (Mo-Do)
* Kokos Vitaminbar, Moritzplatz (Schranne) (Mo-Sa)

Außerdem wir es immer samstags den Infostand vor dem Stadtbad geben, wo man auch unterschreiben kann. Liebhaber Augsburger Kultur- und Sportstätten werden die nächsten Tage zur Unterschrift nutzen.

Die CSU und die anderen bürgerlichen Parteien, die Geld für Banken und Semmeltasten locker machen, werden sicher auch kein Problem haben, ein bisschen Geld für diejenigen zu erübrigen, die sich keinen eigenen Swimmingpool mit Wellnessbereich oder einen Urlaub in einem karibischen Resort mit fünf oder sechs Sternen leisten können. Und wenn nicht, müssen wir Bürgerinnen und Bürger dafür sorgen, dass und die gesponserten Banken und entlasteten Spitzenverdiener wieder so viele Brosamen vom Tisch fallen lassen, dass es für ein städtisches Badevergnügen reicht, das auch für ärmere Schichten offen steht.

Es kann ja nicht angehen, dass ein städtisches Theater erhalten bleibt, auf das die Stadt etwa 70 Euro pro Karte drauflegt, ein städtisches Hallenbad, das mit einem städtischen Zuschuss von etwa 13 Euro pro Karte auskommt, aber geschlossen wird, nur weil die Honoratioren dieser Stadt lieber mit ihresgleichen im Theater und mit funkelnder Garderobe gesehen werden wollen als mit Hüftspeck und schwabbelnder Orangenhaut im Volksbad für Hinz und Kunz.

Matthias Stöbener 02.03.2010, 08.41 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Soziales | Tags: Stadtbad, Bürgerbegehren, Theater, CSU,

Verbot von Firmenspenden an Parteien

Wir haben es in den letzten Wochen erlebt, wie eng Firmen und Politik verflochten sind. Wenn man genug Taschengeld hat, um es den regierenden Parteien in den Rachen zu werfen, darf man sich mit hochrangigen deutschen Politikern treffen. Manche meinen, damit sei Deutschland zur Bananenrepublik verkommen. Demokratisch jedenfalls sei das nicht mehr, wenn Einfluss in der Politik davon abhängt, wie viel man einer regierenden Partei spenden kann. 

Das ist ein Thema, das auch uns Augsburger angeht. Denn was auf Bundes- und Landesebene möglich ist, warum soll es nicht auch in Augsburg möglich sein, also auf der kommunalen Ebene? Der Staat kann auf allen Ebenen der Politik zur Beute der Parteien werden. Um das zu verhindern hat die unabhängige Bürgerinitiative "Mehr Demokratie!" einen Aufruf an Bundestagspräsident Lammert gestartet, der das Ziel hat, Firmenspenden an Parteien zu verbieten. Bis jetzt haben schon mehr als 2.600 Menschen unterschrieben. Aber das reicht natürlich noch lange nicht, um Druck auf die Politik auszuüben. Deshalb: Verbreitet den Aufruf, nehmt ihn in euer Blog, schickt die Adresse an andere BürgerInnen weiter, denen Hotelierssteuern und andere Bevorzugungen von Interessengruppen stinken!

Zum Aufruf "Verbot von Firmenspenden"

Matthias Stöbener 01.03.2010, 09.24 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Politik | Tags: Firmenspenden, Initiative, Verbot,

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