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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Arno Löb

Löbs letzter Streich?

Heute Abend um 20 Uhr feiert der Film "Der letzte Streich" im Thalia-Kino Augsburg seine Premiere. Angeblich ist es die erste Heimatkomödie aus dem Augsburger Land. 70 Minuten lang ist das Spiel geworden. Zackig geht es zu - mit Autounfall, Feuerausbruch, Beerdigung, 80. Geburtstag ... Es geht um den Studenten Hannes. Er kommt wegen des tragischen Unfalls seines besten Freundes in seine Heimat zurück. Kaum daheim, werden die alten Lausbubengeschichten und Streiche der beiden wieder lebendig. Heimreisen ist schwieriger als er gedacht hat.


Gedreht wurde der Film von SumoSam. Willibald Spatz, ein Allgäukrimiautor ("Alpendöner", "Alpenlust") hat das Drehbuch geschrieben. Gespielt wurde von Laiendarstellern aus Dinkelscherben. Auch Eberhard Peiker vom Augsburger Stadttheater spielt mit. Und Arno Löb. Löb spielt einen Pfarrer vom Land. Hoffentlich hat er keine kleinen Kinder missbraucht! Wer schauen will, ob sich der Besuch im Thalia heute Abend lohnt, der klickt hier zu einem Trailer des Films:

SumoSam.de

Ich bin sicher, das war nicht der letzte Streich von Arno Löb in Augsburg und Umgebung!

Matthias Stöbener 27.03.2010, 07.15 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Traurig, traurig

Augsburg verliert unter Kulturschaffenden immer mehr an Attraktivität. Nicht nur, dass viele Künstler die Augsburger Kulturpolitik kritisieren, jetzt wollen anscheinend die ersten Künstler Augsburg ganz hinter sich lassen. Künstler, auf die Augsburg nicht verzichten kann! Künstler, ohne die Augsburg nicht Augsburg wäre. Künstler, die für Aufregung in der ansonsten noch im 18. Jahrhundert lebenden Möchtegern-Kulturhauptstadt Europas sorgen.

Waldsassen (bairisch: Woldsassn), die Stadt im Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth z. B., erscheint dem bekannten Augsburger Krimi-Schriftsteller und Dracula-Forscher Arno Löb sehr attraktiv. Im Moment befindet er sich auf Reisen durch die bayerischen Gefilde, um sich - wie er sagt - einen "kulturell attraktiveren" Lebenskreis zu suchen. Über das kulturelle Zentrum des Oberpfälzer Stiftslands gerät Löb geradezu ins Schwärmen. Die Menschen seien viel freundlicher und kulturell aufgeschlossener als die Augsburger (was ja keine Kunst ist) .

In höchsten Tönen lobt er, was in Waldsassen für die Musik getan wird: In der Basilika konzertierten bedeutende Orchester (beispielsweise die "Bamberger Symphoniker") und Dirigenten (zum Beispiel Leonard Bernstein,  Colin Davis). Darüber hinaus finden, von der Stiftung Kultur- und Begegnungszentrum Abtei Waldsassen veranstaltet, jährlich Musikseminare statt, von denen die Internationale Orgelakademie und die Internationale Singwoche im Sommer die bedeutendsten sind. Und das alles bei nur knapp mehr als 7.000 Einwohnern. Da könne Augsburg einpacken, meint Arno Löb. Was aber bei der jetzigen Stadtregierung, die ihn geradezu ins Asyl treibe, kein Wunder sei. Die Kultur habe die Augsburger Politik nur noch im Fokus, wenn es ums Sparen ginge.

Obwohl in Waldsassen auch die CSU regiert, geschieht dort Revolutionäres. "Emailgeschirr - Küchenrevolution in der Gründerzeit" - unter diesem Motto steht die diesjährige Sonderausstellung des Stiftlandmuseums Waldsassen. In Augsburg habe er noch nicht einmal eine Küchenrevolution erlebt, klagt der meist schwarz bekleidete Dichter und Denker Löb. Geschweige denn sonst etwas Aufregendes.

Ob es Löb ernst ist mit dem Weggang von Augsburg? Schwer zu sagen. Aber in seinem Krimitagebuch schreibt er: "Beim Erkundungsgang in Waldsassen entdeckte ich eine Sensation: Hier gibts den besten Lebkuchen der Welt! Juhu!" Wie ich Arno Löb kenne, ist das ein schlagendes Argument, Augsburg den Rücken zu kehren. Denn in Augsburg gibt es bald vom Rathaus bis zum Dom und vom Moritzplatz bis zur Ulrichskirche nur noch Selbstbedienungs-Backwerk-Filialen.


Matthias Stöbener 20.03.2010, 13.52 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Zum x-ten Mal: Gribl gegen Löb

Deutschlands Hauptstadt der Justiz bleibt nicht nur wegen Waffenschiebern in Erregung. Auch lokale Fälle beschäftigen sie weiter schwer. So kommt es heute im Strafjustizgebäude Gögginger Str. 101, Zimmer 180 im 3. OG um 11 Uhr zu einer Berufungsverhandlung in Sachen angeblicher Verleumdung des Oberbürgermeisters Dr. Kurt Gribl durch das Augsburger Unikum Arno Löb.

Arno Löb ist laut eigenen Aussagen froh, dass es jetzt zu diesem Berufungsprozess kommt, will er doch angeblich dazu beitragen, dass ein leidiges Gerücht aufgeklärt wird. Mal sehen, ob ihm das im Laufe des Prozesses gelingt.

Was mich wundert: Dass die Augsburger Allgemeine den früheren Schlagabtausch zwischen dem OB und dem Krimi-Autor immer genauestens dokumentiert hat, aber anscheinend nichts über die Berufungsverhandlung weiß, jedenfalls bisher noch nicht darüber berichtet hat.

Matthias Stöbener 07.08.2009, 09.32 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Der Oberbürgermeister zieht den Kürzeren

Gegen manchen Augsburger konnte sich unser Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl schon durchsetzen. Auch gegen gestandene hohe Verwaltungsbeamte. In dem stadtbekannten Autor Arno Löb, von dem unter anderem die Augsburg-Krimis stammen, hat er jetzt wohl seinen Meister gefunden.

Jedenfalls gibt es eine Verfügung des Landgerichts Augsburg vom 4. Juni, in der dieses das Urteil des Erstgerichts kassiert (dort war Löb wegen Beleidigung des OBs zu einer Strafe von 2.400 Euro verurteilt worden) und der Richter Lenart Hoesch die angeblich von Arno Löb gegen OB Gribl vorgebrachte "Beleidigung" als Satire einstuft und die Staatsanwaltschaft Augsburg auffordert, das Verfahren einzustellen.

Das bedeutet, dass Arno Löb keine Strafe zahlen muss und die Angelegenheit um die Gerüchte bezüglich des Privatlebens unseres Oberbürgermeisters nun wohl ein Ende haben werden.

Schade finde ich, dass Herr Dr. Kurt Gribl sich mit diesen Gerüchten überhaupt abgegeben hat. In der Zeit, in der er sich um die strafrechtliche Verfolgung eines stadtbekannten Augsburger Enfant terrible kümmerte, wäre er zum Wohl der Augsburger auf seiner 100-Punkte-Liste vielleicht weiter als auf Punkt 17 gekommen.

Matthias Stöbener 05.07.2009, 11.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Arno Löb will einen Prozess

Mit Erstaunen las ich heute auf einer Internetseite, dass Arno Löb einen Strafbefehl des Augsburger Amtsgerichts bekommen hat. Arno Löb hat Einspruch gegen diesen Strafbefehl eingelegt. Hintergrund sind Gerüchte um das Privatleben des Augsburger Oberbürgermeisters Dr. Kurt Gribl, die Arno Löb angeblich in Umlauf gebracht haben soll. Dageben verwehrt sich der Beschuldigte mit der Aussage, dass er lediglich Gerüchte weitergegeben habe, die schon längst in der Öffentlichkeit in Umlauf waren.

Arno Löb will es auf einen Prozess ankommen lassen. Und wer ihn kennt, weiß, dass er es damit ernst meint. Gerichte, Drohungen mit Geldstrafen oder mit Gefängnis schocken ihn nicht. Als Enfant terrible der Augsburger Kulturszene bleibt er damit im Gespräch. Etwas Besseres kann ihm gar nicht passieren. Denn wer sich mit Arno Löb beschäftigt, kommt schnell darauf, dass er Augsburg-Krimis veröffentlicht. Solche Publicity kommt den Verkäufen seiner verschiedenen Werke über Augsburg sehr zugute. Jedenfalls werden jetzt viele Augsburger in den Buchhandlungen wieder nach seinen Krimis fragen, sich mit ihnen eindecken und ihn so ein wenig unterstützen.

Ich bin wirklich gespannt, ob es zum Prozess kommt oder Herr Dr. Gribl es sich vielleicht doch noch einmal überlegt, ob er nicht den Strafbefehl gegen Arno Löb zurückziehen will. Das Gerücht, das vor Monaten durch die Stadt zog, war in der letzten Zeit so kraftlos zu Boden gesunken, dass man objektiv sagen musste, der Oberbürgermeister hatte sein Ziel erreicht. Dass das Ganze jetzt wieder aufgerührt wird, ist seltsam und man fragt sich, wozu?

Sollte es zum Prozess kommen, werde ich auf jeden Fall dabei sein, denn er verspricht interessant zu werden, wie ich Arno Löb kenne.

Matthias Stöbener 13.12.2008, 12.55 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

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