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Tag: Familienmagazin

Interview mit der Gründerin von liesLotte

Seit Dezember 2009 gibt es ein Familienmagazin für Stand und Land Augsburg. Genauere Infos finden Sie im Augsburg-Wiki. Blog-Augsburg sprach mit der Gründerin Frau Uta Börger über das Konzept, den Hintergrund und die Ziele des neuen Augsburger Print-Produkts.

Blog-Augsburg: Liebe Frau Börger, am 1. Februar erscheint die zweite Ausgabe von "liesLotte", dem Familienmagazin für Augsburg und die Region. Das klingt nach einer Erfolgsstory. Erzählen Sie uns, wie die Idee entstand und sich ihr Heft bisher entwickelt hat?

Uta Börger, Gründerin von liesLotteUta Börger: Nun, von einer Erfolgsstory würde ich noch nicht sprechen. Ein Erfolg war sicherlich, ein so großes Projekt über viele Monate hinweg zielstrebig zu verfolgen und aktiv umzusetzen. Das ist aber nur möglich gewesen, weil ich die richtigen Mitarbeiterinnen in meinem Team hatte und habe. Alle haben sich mit ihren eigenen Fähigkeiten und Professionen eingebracht und v.a. unendlich viel Herzblut investiert.

Die Idee entstand, weil ich das Familienmagazin in München kannte. Anfang 2009 habe ich dann einfach spontan zum Telefon gegriffen und den Bundesverband der Familienzeitschriften angerufen. Danach war ich Feuer und Flamme, habe ein Konzept geschrieben, ausführliche Kalkulationen erstellt, Namen gesucht und schützen lassen. Der Aufbau der Redaktion war sehr umfangreich, die Recherchen im Vorfeld der ersten Ausgabe sehr intensiv und zeitaufwändig.

Aber es ging nicht immer alles so glatt, wie es sich jetzt vielleicht liest. Wir hatten auch mit Rückschlägen zu kämpfen, aber wir haben uns im Team immer gut ergänzt und uns gegenseitig motiviert. Jede Menge durchgearbeitete Nächte haben wir hinter uns gebracht, die Kinder haben sich gegenseitig betreut, während wir über dem Konzept gebrütet haben... Wir haben auch ab und an unfreundliche Telefonpartner verdauen müssen, jede Menge Milch aufgeschäumt und das Büro vom Redaktionsbaby verwüsten lassen.

Aber nachdem die erste Ausgabe im Dezember 2009 bei den Lesern so gut angekommen ist und die Auflage sehr schnell vergriffen war, wissen wir - es hat sich gelohnt. Die Zufriedenheit und Begeisterung der Leser macht für uns letztlich den Erfolg aus.

Cover von Lieslotte Ausgabe 2Blog-Augsburg: Warum müssen Familien in Augsburg und der Region ihr Heft unbedingt haben?

Uta Börger: liesLotte ist einfach praktisch. Hier finden sich alle aktuellen und regionalen Termine, Kurse und Veranstaltungen für Kinder und Eltern auf einen Blick. Man glaubt gar nicht, was in Augsburg alles für Kinder geboten ist. Und dies informativ den Eltern zur Verfügung zu stellen ist unser Auftrag. Neben dem übersichtlichen und prall gefüllten Freizeitplaner finden sich aber auch viele redaktionelle Beiträge zu regionalen Familienthemen. Wir schreiben über Hilfsangebote für Familien, stellen Projekte zum beruflichen Wiedereinstieg von Frauen vor oder geben Ausflugstipps für die Region. Im neuen Heft, das am 1. Februar 2010 erscheint, stellen wir z. B. die Schreibaby-Beratung in Augsburg vor, berichten über die Premieren im Bereich Kindertheater, über das Haus der kleinen Forscher und den Musikkindergarten Neusäß. Einfach mal reinschauen!

Blog-Augsburg: "liesLotte" heißt ihr Produkt. Wie sind Sie auf den Namen gekommen? Was sagt er aus?

Uta Börger: liesLotte ist - ich hoffe, man versteht das - ein Wortspiel. Ich liebe Wortspiele. Wichtig war mir ein kreativer Name, der leicht einprägsam ist und Lust auf mehr macht. Lotte ist einfach fröhlich und frech. Wie ich auf den Namen gekommen bin, weiß ich nicht mehr wirklich genau. Da ist bei mir als kreative Frau oft viel Bauchgefühl dabei. Wir haben in der Namensfindungsphase noch über 250 Namensvorschläge zusammengetragen und diskutiert. Im Gespräch war noch eine etwas seriösere Variante wie "Familienzeit" oder "Lechpiraten" und ähnliches. Aber Lotte bzw. liesLotte war immer mein Favorit, für den ich mich dann nach der rechtlichen Prüfung entschieden habe.

Ein Teil des Teams von liesLotteBlog-Augsburg: Das Heft ist kostenlos an verschiedenen familien- und kinderaffinen Verteilstellen zu erhalten und finanziert sich durch Werbung. Reicht das, um ihr Team zu bezahlen oder von was lebt ihr liesLotte Medien Verlag noch?

Uta Börger: Natürlich muss man am Anfang einer Selbstständigkeit in Vorleistung gehen. Bisher tragen sich alle Ausgaben bereits. Das Team arbeitet mit sehr viel Engagement und alle investierten Stunden sind sicher noch nicht bezahlt. Aber wir haben alle eine Vision und sind einfach mit Spaß und Kreativität dabei.

Blog-Augsburg: Was haben Sie mit dem liesLotte Medien Verlag noch vor? Gibt es schon weitere Ideen für die Familien in Augsburg?

Uta Börger: Vorrangiges Ziel ist erst einmal, liesLotte zu etablieren. Damit geht auch eine Auflagensteigerung einher, in diesem Jahr möchten wir auf mind. 15.000 Hefte erhöhen. Die Nachfrage ist so enorm, es tut mir immer leid, wenn ich einen interessierten Kindergarten vertrösten muss. Mittelfristig ist eine Auflage von 30.000 Heften vorgesehen.

Auch inhaltlich haben wir viele Ideen. Es gibt noch viele Themen und Rubriken, die wir gern aufnehmen möchten. Aber welche das sind, können die Leser bald selbst herausfinden!

Blog-Augsburg: Herzlichen Dank, liebe Frau Börger, für dieses Interview. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg mit liesLotte, einem wie ich finde wichtigen Magazin für den Augsburger Raum.

Matthias Stöbener 30.01.2010, 08.29 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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