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Tag: Gerald Drews
Anscheinend nicht berichtenswert
Der Augsburger Allgemeinen schien es - zumindest in der Online-Ausgabe - nicht berichtenswert: Der Augsburger Schriftsteller und Gründer einer Medienagentur Gerald Drews ist Co-Autor des Buches "Ab morgen Mönch". Fast ein Jahr lang haben er und Bruder Longinus Beha an dem Buch geschrieben. In der Zwischenzeit ist es bundesweit bekannt. Vor ein paar Tagen hat der SWR einen Fernsehbeitrag dazu gebracht, in der Bild-Zeitung wurde dem Buch eine halbe Seite eingeräumt, ein halbes Dutzend Tageszeitungen haben berichtet, vom Schwarzwälder Boten bis zum Hamburger Abendblatt. In der Heimat von Gerald Drews findet das Buch jedoch bislang so gut wie keine Beachtung. Da interessiert der lächerliche Skandal um die Körperwelten mehr. Also habe ich mir gesagt, wenigstens hier im Blog-Augsburg sollte das Buch gewürdigt werden.
Im Buch geht es um einen Menschen, der Soldat bei der Bundeswehr war und den der Einsatz in Afghanistan zu einem gläubigen Menschen werden ließ, der bei den Benediktinern in Beuron eintrat und Mönch wurde. In dem Buch erklärt er, wie es zu dem Sinneswandel kam, nachdem er in Mazedonien und dann in Afghanistan im Kampfeinsatz war.
Man kann über eine solche Wandlung verschiedener Auffassung sein. Sicher lässt sie sich psychologisieren und vielleicht als Flucht vor der Wirklichkeit deuten. Aber eine solche Wandlung eines Menschen ist immer auch eine Anfrage an das eigene Gewissen: Wie lebst du? Warum lebst du? Was siehst du als Sinn deines Lebens? Und insofern finde ich den Hinweis auf das Buch wichtig. Und Augsburger sollten wissen, dass es von einem Augsburger mitgeschrieben wurde.
Weiterführende Links:
Gerald Drews im Augsburg-Wiki
Fernsehbeitrag mit Bruder Longinus Beha (SWR)

Matthias Stöbener 30.08.2009, 12.11 | (0/0) Kommentare | TB | PL




