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Tag: Interview Gaswerk Augsburg
Interview zum Gaskesseltreiben
In einem Blog zum 14. September 08 hatte ich schon auf das Gaskesseltreiben hingewiesen, zu dem ich alle Augsburger bitte zu kommen. Das Gaswerk Oberhausen wird zur Zeit vor allem von den Stadtwerken Augsburg unterhalten. Der Leiter der Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadtwerke, Herr Jürgen Dillmann, führte mit mir ein kurzes E-Mail-Interview zum Gaskesseltreiben und zu Zukunftsperspektiven des Gaswerks allgemein.
Matthias Stöbener: Sehr geehrter Herr Dillmann, die Stadtwerke Augsburg sind Mitveranstalter des Gaskesseltreibens. Was versprechen Sie sich davon?
Jürgen Dillmann: Zum einen Aufmerksamkeit für den Standort Gaswerk, zum anderen ein für Augsburg noch nie erlebtes Straßentheater, bei dem das Gaswerk mit seinen Gebäuden und Räumen Hauptdarsteller ist.
Matthias Stöbener: Wie viele Besucher müssen zum Gaskesseltreiben kommen, dass sie es als Erfolg betrachten und - vielleicht - wiederveranstalten?
Jürgen Dillmann: Da gibt es bei uns mehr oder minder wüste Spekulationen. Uns ist klar, dass es sehr stark wetterabhängig sein wird - obwohl ja ein guter Teil indoor stattfindet. Positiv gedacht um die 20.000 Besucher.
Matthias Stöbener: Die Stadtwerke haben den renommierten Stadtplaner Prof. Ganser als Berater für die Entwicklung des Gaswerks engagiert. Was ist passiert, seit er tätig ist?
Jürgen Dillmann: Er hat mit viel Kreativität und Erfahrung innerhalb recht kurzer Zeit das Gaswerk als Standort für alle möglichen Veranstaltungen, aber eben auch als möglichen Sitz für (Kunst-)Gewerbebetriebe über Augsburg hinaus bekannt gemacht.
Matthias Stöbener: Welche weiteren Vorschläge von Prof. Ganser liegen auf dem Tisch und was kann in den nächsten zwei bis drei Jahren umgesetzt werden?
Jürgen Dillmann: Zunächst ist zu sagen, dass die Beratung befristet ist, also demnächst ausläuft. Allerdings hat sich Prof. Ganser derart rein gekniet, dass ich persönlich mir nicht vorstellen kann, dass sein Engagement endet. Und Ideen hat er zahllose...
Matthias Stöbener: Okay, ich merke, Sie wollen nicht zu viel verraten oder zu viele Erwartungen wecken. Deshalb eine andere Frage: Welche Unterstützung - vielleicht auch finanzieller Art - bekommen die Stadtwerke Augsburg bei der Erhaltung und der Wiederbelebung des Geländes und welche weitere Unterstützung wünschen Sie sich als Stadtwerke Augsburg?
Jürgen Dillmann: Abgesehen von den Medien, die fleißig über das, was im Gaswerk stattfindet, berichten, bekommen wir keinerlei Unterstützung, schon gar keine finanzielle.
Wünschenswert wäre sicherlich Unterstützung durch die öffentliche Hand, zumal wir auf Dauer finanzielle Probleme haben werden, denn unsere Ertragssituation verschlechtert sich als Folge steigender Energiepreise und der Tatsache, dass wir diese nicht auf die Kunden in voller Höhe abwälzen können, zunehmend. Ziel bleibt sicherlich, Gewerbebetriebe zu finden, die sich dort niederlassen.
Matthias Stöbener: Sehr geehrter Herr Dillmann, ich danke Ihnen, dass Sie sich für dieses Interview Zeit genommen haben. Und ich hoffe, dass die Stadtwerke Augsburg noch mehr Unterstützung beim Erhalt und der Wiederbelebung des Augsburger Gaswerks erhalten.
Matthias Stöbener 24.09.2008, 09.17 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL
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