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Modellstadt Leverkusen
Leverkusen. Von dieser Stadt habe ich schon lange nichts mehr gehört. Und jetzt preisen Christine Kamm und Claudia Roth Leverkusen als Modellstadt! Für Bayern und für Augsburg. Warum das? Leverkusen ein Vorbild für den FCA? Weil Bayer Leverkusen in der 1. Bundesliga spielt? Oder für die chemische Industrie in Augsburg? Weil in Leverkusen die Bayer AG sitzt? Nein, Leverkusen soll im Gegensatz zu Augsburg und Bayern Asylbewerbern und Geduldeten ein menschenwürdiges Leben ermöglichen. Ja sind wir denn in Augsburg Unmenschen?
In Augsburg gibt es doch für Asylbewerber schöne Gemeinschaftsunterkünfte in stilvollen alten Kasernen! Dort brauchen sie nicht einmal Deutsch zu sprechen, sie sind unter sich und werden nicht mit den Sorgen des Alltags überfrachtet. Man stellt ihnen Essenspakete zur Verfügung. Und damit sie nicht in Deutschland unter die Räder kommen, beschützt man sie mit der Residenzpflicht.
Aber jetzt meinen Frau Kamm und Frau Roth, das sei alles nicht gut und fordern, "dass die Unterbringung und Verpflegung von Asylbewerbern in Bayern dringend geändert werden muss". Zwar habe man schon die Residenzpflicht gelockert, aber das gälte nicht für Geduldete. Es müsse den Menschen erlaubt werden, sich Arbeit zu suchen und selbst für den Lebensunterhalt aufzukommen.
Und dann kommt es knüppeldick in der Pressemitteilung der beiden grünen Frontfrauen: "Bayern leistet sich die teuerste und schlechteste Art der Verpflegung von Menschen, die in Gemeinschaftsunterkünften leben müssen. Essenspakete erfordern einen hohen Verwaltungs- und Arbeitsaufwand und entmündigen und beschränken die Bezieherinnen und Bezieher. Die Abschaffung der Essenspakete und die Einführung von Pauschalsätzen ist ein humanitärer und kostensparender Akt. Die Betroffenen sollten möglichst schnell dazu befähigt werden, ihr Leben selbst zu gestalten und zu finanzieren." Nur so ließen sich die Kosten für die Unterkünfte, für die Logistik von Essenspaketen und Kleidungslieferungen effizient reduzieren, wenn die Menschen sich selbst versorgen dürften und die Beträge, die ihnen nach Asylbewerberleistungsgesetz zustehen, auch wirklich erhalten würden. "Die Unterkünfte für Asylbewerber in Bayern sind oftmals in denkbar schlechtem Zustand. Viele Räumlichkeiten sind verschimmelt und die sanitären Anlagen mangelhaft, weil ehemalige Kasernen, Container und Holzbaracken als Unterkünfte verwendet werden. Flüchtlinge müssen das Recht erhalten, sich selbst Wohnungen zu suchen oder z. B. in kleinen Wohngemeinschaften zusammen zu leben. Die Unterbringung in Sammelunterkünften sollte, z. B. in Übergangsphasen, die Ausnahme und nicht die Regel darstellen, aber auch dann sollten diese Unterkünfte in normalen Wohnhäusern eingerichtet sein", meinen die beiden Politikerinnen.
Die Grünen glauben jedenfalls, dass sich Augsburg und Bayern an Leverkusen ein Beispiel nehmen könne. Dort bringt man Flüchtlinge in Privatwohnungen unter, gibt ihnen eine Versorgungspauschale (Bargeld) und sie können sich selber helfen. Angeblich zeigen die Erfahrungen aus Leverkusen, dass die Betroffenen mit dem Geld gut und selbstbestimmt wirtschaften können - und das System sei günstiger. Wenn ich darüber nachdenke, kommt mir der Vorschlag ganz vernünftig vor. Warum sollten Asylanten und Geduldete nicht mitten unter uns leben? Dann müssten sie Deutsch lernen, sie würden Bekanntschaften und Freundschaften knüpfen, würden mitbekommen, wie hier das normale Leben läuft und würden lernen, sich selbst zu helfen. Möglicherweise können die Menschen aus Afrika und anderen Weltgegenden mehr, als ihnen die CSU, die meiner Meinung nach noch viel zu sehr an alten Denkmustern festhängt, zutraut. Es käme auf einen Versuch an.
In Augsburg gibt es doch für Asylbewerber schöne Gemeinschaftsunterkünfte in stilvollen alten Kasernen! Dort brauchen sie nicht einmal Deutsch zu sprechen, sie sind unter sich und werden nicht mit den Sorgen des Alltags überfrachtet. Man stellt ihnen Essenspakete zur Verfügung. Und damit sie nicht in Deutschland unter die Räder kommen, beschützt man sie mit der Residenzpflicht.
Aber jetzt meinen Frau Kamm und Frau Roth, das sei alles nicht gut und fordern, "dass die Unterbringung und Verpflegung von Asylbewerbern in Bayern dringend geändert werden muss". Zwar habe man schon die Residenzpflicht gelockert, aber das gälte nicht für Geduldete. Es müsse den Menschen erlaubt werden, sich Arbeit zu suchen und selbst für den Lebensunterhalt aufzukommen.
Und dann kommt es knüppeldick in der Pressemitteilung der beiden grünen Frontfrauen: "Bayern leistet sich die teuerste und schlechteste Art der Verpflegung von Menschen, die in Gemeinschaftsunterkünften leben müssen. Essenspakete erfordern einen hohen Verwaltungs- und Arbeitsaufwand und entmündigen und beschränken die Bezieherinnen und Bezieher. Die Abschaffung der Essenspakete und die Einführung von Pauschalsätzen ist ein humanitärer und kostensparender Akt. Die Betroffenen sollten möglichst schnell dazu befähigt werden, ihr Leben selbst zu gestalten und zu finanzieren." Nur so ließen sich die Kosten für die Unterkünfte, für die Logistik von Essenspaketen und Kleidungslieferungen effizient reduzieren, wenn die Menschen sich selbst versorgen dürften und die Beträge, die ihnen nach Asylbewerberleistungsgesetz zustehen, auch wirklich erhalten würden. "Die Unterkünfte für Asylbewerber in Bayern sind oftmals in denkbar schlechtem Zustand. Viele Räumlichkeiten sind verschimmelt und die sanitären Anlagen mangelhaft, weil ehemalige Kasernen, Container und Holzbaracken als Unterkünfte verwendet werden. Flüchtlinge müssen das Recht erhalten, sich selbst Wohnungen zu suchen oder z. B. in kleinen Wohngemeinschaften zusammen zu leben. Die Unterbringung in Sammelunterkünften sollte, z. B. in Übergangsphasen, die Ausnahme und nicht die Regel darstellen, aber auch dann sollten diese Unterkünfte in normalen Wohnhäusern eingerichtet sein", meinen die beiden Politikerinnen.
Die Grünen glauben jedenfalls, dass sich Augsburg und Bayern an Leverkusen ein Beispiel nehmen könne. Dort bringt man Flüchtlinge in Privatwohnungen unter, gibt ihnen eine Versorgungspauschale (Bargeld) und sie können sich selber helfen. Angeblich zeigen die Erfahrungen aus Leverkusen, dass die Betroffenen mit dem Geld gut und selbstbestimmt wirtschaften können - und das System sei günstiger. Wenn ich darüber nachdenke, kommt mir der Vorschlag ganz vernünftig vor. Warum sollten Asylanten und Geduldete nicht mitten unter uns leben? Dann müssten sie Deutsch lernen, sie würden Bekanntschaften und Freundschaften knüpfen, würden mitbekommen, wie hier das normale Leben läuft und würden lernen, sich selbst zu helfen. Möglicherweise können die Menschen aus Afrika und anderen Weltgegenden mehr, als ihnen die CSU, die meiner Meinung nach noch viel zu sehr an alten Denkmustern festhängt, zutraut. Es käme auf einen Versuch an.
Matthias Stöbener 28.03.2010, 08.47 TB | PL | einsortiert in: Soziales | Tags: Asylanten, Geduldete, Modellstadt, Leverkusen,
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