
Themen
Ausgewählter Beitrag
Man muss sich nur den richtigen Namen einfallen lassen
"City - grün und blühend" heißt die Aktion. Dahinter steht der geniale Gedanke, dass der Einzelhandel und die Gastronomie für Kübelpflanzen in der Innenstadt Patenschaften übernehmen sollen, sprich: der klammen Stadt finanziell unter die Arme greifen sollen, um mit Pflanzgefäßen die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt zu steigern und raumgestaltende Akzente im Stadtbild zu setzen, wie es in der Pressemitteilung der Stadt zu der Aktion verlautet.
Wäre ich Einzelhändler oder Gastronom in Augsburg, würde ich kein Geld für die Aktion locker machen. Warum sollte ich denn nicht nur Steuern bezahlen, die für Banken und die EU ausgegeben werden, sondern auch noch auf kommunaler Ebene Städten und Kommunen helfen, deren eigentlichen öffentlichen Aufgaben zu erledigen? Dass Städte und Gemeinden kein Geld mehr haben, ist Folge des Versagens unserer herrschenden Politiker und Parteien. Und bevor Einzelhändler und Gastronomen, überhaupt: wir Bürger auch noch privat in die Taschen greifen, um die Folgen neoliberaler Politik auszubügeln, sollten sie und wir erst einmal dafür sorgen, dass diese Politiker und Parteien ausgetauscht werden.
Die großen Firmen rufen ständig nach staatlicher Unterstützung und bekommen sie meist auch noch, wenn sie groß genug sind. Aber nicht genug damit: Jetzt können wir auch noch für die Schulden anderer Länder gerade stehen, auf die wir überhaupt keinen Einfluss haben. Und die Löcher, die dadurch in die öffentlichen Haushalte gerissen werden, soll die Mittelschicht durch höhere Beiträge, Abgaben und freiwillige Leistungen stopfen. Was hier blüht ist nicht die City, sondern die Phantasie unserer Politiker, die immer wieder Wege findet, uns Bürgern irgendwo Geld aus den Taschen zu ziehen. Diesmal wird es bei den Augsburger Einzelhändlern und Gastronomen versucht, die unter der jetzigen Wirtschaftskrise sowieso stöhnen. Ich bin gespannt, welche Bürgergruppe als nächstes mit einer ähnlichen städtischen Aktion kreativ angesprochen wird.
Matthias Stöbener 29.04.2010, 09.31 TB | PL | einsortiert in: Soziales | Tags: City, Aktion, Einzelhändler, neoliberale Politik,
Aufgrund des gestiegenen Spams durch sogenannte Spambots, müssen wir Euch bitten, zunächst die folgende Captcha Abfrage zu beantworten, bevor Ihr kommentieren könnt.
Kommentare zu diesem Beitrag
1.
von Hermann Schwiebert
Also, ich würde schon Geld locker machen, sind doch Bundespolitik und Kommunalpolitik zwei Paar Schuhe. Man muss seine Kommunalpolitiker nicht mögen. Aber die Kommunen haben die Geldknappheit wirklich nicht zu verantworten. Auch die Bundespolitiker nur bedingt. Aber mir geht es um die Kommunen. In meiner Stadt lebe ich, und hier möchte ich es schön haben. Und wenn der Kämmerer kein Geld für Blumen hat, dann pflanze ich vor meiner Haustür selbst ein paar Blumen an. Ich kehre auch die Straße, da die Kehrmaschine zu selten kommt. Und dann erfreue ich mich daran, wie die Straße sauber ist und alles so schön blüht. Ich freue mich, dass Touristen meine Stadt schön finden und wiederkommen und Geld hier lassen...
Und um alle zu informieren, wie es sich in meiner Stadt lebt, was bsser werden soll und was gut ist, schreibe ich meinnen privaten Blog
Hier klicken
vom 18.05.2010, 13.50
Also, ich würde schon Geld locker machen, sind doch Bundespolitik und Kommunalpolitik zwei Paar Schuhe. Man muss seine Kommunalpolitiker nicht mögen. Aber die Kommunen haben die Geldknappheit wirklich nicht zu verantworten. Auch die Bundespolitiker nur bedingt. Aber mir geht es um die Kommunen. In meiner Stadt lebe ich, und hier möchte ich es schön haben. Und wenn der Kämmerer kein Geld für Blumen hat, dann pflanze ich vor meiner Haustür selbst ein paar Blumen an. Ich kehre auch die Straße, da die Kehrmaschine zu selten kommt. Und dann erfreue ich mich daran, wie die Straße sauber ist und alles so schön blüht. Ich freue mich, dass Touristen meine Stadt schön finden und wiederkommen und Geld hier lassen...
Und um alle zu informieren, wie es sich in meiner Stadt lebt, was bsser werden soll und was gut ist, schreibe ich meinnen privaten Blog
Hier klicken
vom 18.05.2010, 13.50
Linkliste
Letzte Kommentare:
Tag-Cloud
Kulturpolitik Theater Moskau Bürgerjournalismus Mobilitätsdrehscheibe Landtagswahl Maximilianstraße Europawahl Arno Löb Überwachungsstaat Werbung Aktion Theater Augsburg Augsburger Allgemeine Olga Meinungsfreiheit Tom Gratza Stadtrat Kontrolle CSU Königsplatz Hermann Weber Weltbild Impotenz Augsburger CSU Bankenkrise Gerücht Bayern 2008 Dr. Kurt Gribl Gribl Bürgerbegehren Augsburg Gaswerk Oberhausen VHS Maximilianstrasse Access Points Augsburg Blogger Hallstraße Meinungsumfrage Peter Grab Biergarten Abmahnung Gaskesseltreiben Slam Maxstraße Jugendgewalt Umfrage Mord Pressearbeit Demokratie




