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500 Milliarden Euro für Familien
sind dringlicher als 500 Milliarden Euro für die Banken. Auf diesen Nenner könnte man die Stellungnahme unseres Bischofs Walter Mixa zur Erhöhung des Kindergeldes um 10 Euro monatlich bringen. Die Erhöhung sei eine "Beleidigung und grobe Missachtung der Leistung von Familien für unsere Gesellschaft." So hart greift normalerweise nur DIE LINKE unsere Regierung an.
Aber Bischof Mixa geht noch weiter und sagt, dass die Bedrohung, die von einer kinderfeindlichen Gesellschaft ausgeht, größer als die Bankenkrise ist. Markige Worte, wie man sie von ihm kennt. Walter Mixa ist einer der wenigen kirchlichen Vertreter, die ungeschminkt sagen, was sie denken. Alle Achtung.
Und er hat meiner Meinung nach Recht. Um jeden Cent knausern die Regierenden in Berlin, wenn es um soziale Belange unserer Gesellschaft geht. Nur aus der Angst heraus, DIE LINKEN könnten noch stärker werden, als sie schon sind, machen sie kleine Zugeständnisse, werfen hie und da mal ein paar Frühstückskrümel von dem Tisch, auf dem sie mit Lobbyisten der Banken und Industrie frühstücken.
Da ist es nicht verfehlt zu fragen: Wem denn die 500 Milliarden wieder aufgeladen werden? Jede Milliarde, die von wankenden Banken in Anspruch genommen wird, müssen wir und unsere Kinder und Kindeskinder bezahlen. Ist es da nicht gerecht, dass für jedes Kind ein Steuerfreibetrag von 8.000 Euro und ein Kindergeld von 300 Euro im Monat staatlicherseits gewährt wird? Oder ist jetzt auch Bischof Mixa schon ein Kommunist und Erzlinker? Mit der Frau von Oskar Lafontaine hat er ja bei einem Buch schon gemeinsame Sache gemacht ...
Das jetzige Modell der kapitalistischen Wirtschaft steht auf dem Prüfstand und wird von den verschiedensten Seiten angegriffen. Es verliert den Rückhalt in der Mittelschicht dieser Bevölkerung - bei Arbeitern und Harz-VI-Empfängern ist dieser Rückhalt sowieso dahin. Aber wenn die Mittelschicht ins Wanken gerät, ist das der Tod dieses Systems. Wenn es denn entschlafen sollte, hoffe ich, wird es genauso friedlich entschlafen wie einst die DDR.
Möglicherweise wird die Regierung auf Druck der GRÜNEN und der LINKEN noch ein bisschen Moral und Verantwortung und Beteiligung des Staates an den Banken für das Geld der Steuerzahler in ihren Gesetzentwurf einweben. Aber das sind Marginalien. Der Volkszorn beim Verlust von Existenz, Arbeitsplatz, Beruf und Vertrauen könnte mit einem Mal so stark werden, dass sich die Leute in Berlin so wundern würden wie die CSU-Parteigenossen in München zur Landtagswahl.
Sicher sind Federn und Teeren oder an den Prangerstellen, des Landesverweisen, in Kettenlegen und die Eiserne Jungfrau nicht mehr die geeigneten Mittel, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Die Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzenden haben uns diese Wirtschaftskrise zusammen mit Politikern, die ständig von Freier Marktwirtschaft faselten und die Grenzen des Wirtschaftens immer weiter in Richtung Manchesterkapitalismus verlegen wollten, eingebrockt. Wahrscheinlich sind sie in den wenigsten Fällen zu bestrafen. Aber irgendeine Form des Zur-Verantwortung-Ziehens muss es geben - mindestens in Gesetzen, die für die Zukunft erlassen werden. Ansonsten verlieren wir Bürger noch schneller das Vertrauen in diese Demokratie, als wir es jetzt schon tun.
Aber Bischof Mixa geht noch weiter und sagt, dass die Bedrohung, die von einer kinderfeindlichen Gesellschaft ausgeht, größer als die Bankenkrise ist. Markige Worte, wie man sie von ihm kennt. Walter Mixa ist einer der wenigen kirchlichen Vertreter, die ungeschminkt sagen, was sie denken. Alle Achtung.
Und er hat meiner Meinung nach Recht. Um jeden Cent knausern die Regierenden in Berlin, wenn es um soziale Belange unserer Gesellschaft geht. Nur aus der Angst heraus, DIE LINKEN könnten noch stärker werden, als sie schon sind, machen sie kleine Zugeständnisse, werfen hie und da mal ein paar Frühstückskrümel von dem Tisch, auf dem sie mit Lobbyisten der Banken und Industrie frühstücken.
Da ist es nicht verfehlt zu fragen: Wem denn die 500 Milliarden wieder aufgeladen werden? Jede Milliarde, die von wankenden Banken in Anspruch genommen wird, müssen wir und unsere Kinder und Kindeskinder bezahlen. Ist es da nicht gerecht, dass für jedes Kind ein Steuerfreibetrag von 8.000 Euro und ein Kindergeld von 300 Euro im Monat staatlicherseits gewährt wird? Oder ist jetzt auch Bischof Mixa schon ein Kommunist und Erzlinker? Mit der Frau von Oskar Lafontaine hat er ja bei einem Buch schon gemeinsame Sache gemacht ...
Das jetzige Modell der kapitalistischen Wirtschaft steht auf dem Prüfstand und wird von den verschiedensten Seiten angegriffen. Es verliert den Rückhalt in der Mittelschicht dieser Bevölkerung - bei Arbeitern und Harz-VI-Empfängern ist dieser Rückhalt sowieso dahin. Aber wenn die Mittelschicht ins Wanken gerät, ist das der Tod dieses Systems. Wenn es denn entschlafen sollte, hoffe ich, wird es genauso friedlich entschlafen wie einst die DDR.
Möglicherweise wird die Regierung auf Druck der GRÜNEN und der LINKEN noch ein bisschen Moral und Verantwortung und Beteiligung des Staates an den Banken für das Geld der Steuerzahler in ihren Gesetzentwurf einweben. Aber das sind Marginalien. Der Volkszorn beim Verlust von Existenz, Arbeitsplatz, Beruf und Vertrauen könnte mit einem Mal so stark werden, dass sich die Leute in Berlin so wundern würden wie die CSU-Parteigenossen in München zur Landtagswahl.
Sicher sind Federn und Teeren oder an den Prangerstellen, des Landesverweisen, in Kettenlegen und die Eiserne Jungfrau nicht mehr die geeigneten Mittel, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Die Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzenden haben uns diese Wirtschaftskrise zusammen mit Politikern, die ständig von Freier Marktwirtschaft faselten und die Grenzen des Wirtschaftens immer weiter in Richtung Manchesterkapitalismus verlegen wollten, eingebrockt. Wahrscheinlich sind sie in den wenigsten Fällen zu bestrafen. Aber irgendeine Form des Zur-Verantwortung-Ziehens muss es geben - mindestens in Gesetzen, die für die Zukunft erlassen werden. Ansonsten verlieren wir Bürger noch schneller das Vertrauen in diese Demokratie, als wir es jetzt schon tun.
Matthias Stöbener 16.10.2008, 07.53 TB | PL | einsortiert in: Religion | Tags: Bischof Mixa, Walter Mixa, Familienpolitik,
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