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Augsburger Stadthomepage voller Werbung
Seit einiger Zeit ist auf dem Internet-Portal der Stadt Augsburg Werbung geschaltet. Die Sparkasse verspricht eine tolle Altersvorsorge, Allsecur wirbt mit günstigen Kfz-Versicherungen, Wüstenrot für billiges Baugeld. Und auch Google-Werbung, Werbung von Ligatus und anderen Werbenetzwerken ist auf den städtischen Webseiten zu lesen. Ganz toll finde ich die Werbung von eprimo, dem energiediscounter. Die Stadtwerke und Lechwerke werden sich sicher über diese Werbung auf den Seiten der Stadt freuen, denn man verspricht einen Wechselbonus von 100 Euro und dass der Strom von eprimo ganz toll billig ist.
Sicher, die Stadt ist klamm. Aber dennoch möchte ich die kritische Frage stellen, ob so viel Kommerzialisierung der städtischen Homepage sein muss. Wir kennen es ja schon von Zeitungen und Zeitschriften, dass die nicht mehr ganz objektiv sind, wenn es um negative Nachrichten über einen wichtigen Anzeigenkunden geht. Als Bürger erwarte ich von einer städtischen Webseite Unabhängigkeit oder sagen wir: wenigstens den Anschein von Unabhängigkeit. Die ist aber meiner Meinung nach nicht mehr gewahrt, wenn eine Stadt beginnt, Werbung auf ihren Webseiten zu schalten. Für mich ist das kein guter Stil. Schon die städtische Bürgerzeitung sucht sich über Werbung zu finanzieren. Auch das finde ich keinen guten Stil einer staatlichen Institution.
Und noch ein anderer Aspekt. Wenn ich einer der Chefs der Augsburger Allgemeinen wäre, würde mir dieses Vorgehen der Stadt Augsburg ganz schön deftig in der Nase kribbeln. Denn ein solches Verhalten der Stadt ist meiner Meinung nach gegenüber der Augsburger Allgemeinen, die ja ihre Dienstleistungen durch Werbung finanzieren muss, nicht fair. Die Stadt hat zudem den Vorteil, dass wir Bürger durch unsere Steuern ihre verschiedenen Dienstleistungen finanzieren oder sie Schulden machen kann, um solche Dienstleistungen zu finanzieren, ein Weg, der Unternehmern nur eine gewisse Zeit zur Verfügung steht, während der Staat oder eine Stadt eigentlich nicht bankrott gehen können.
Ich habe fast den Eindruck, die Stadt Augsburg "rüstet" ihre Webseite auf. Was ich damit meine? Es scheint, als ob die Stadt ihre Seite mit mehr Inhalten aufpeppt, fast erinnert mich die Stadthomepage schon an eine Zeitung. Da gibt es eine Rubrik "Aktuelles" und "Im Blickpunkt", Pressemitteilungen, einen Regioticker der AZ und einen Pressespiegel. Außerdem Baustelleninfos, Bildergalerien, eine Wetterstation, einen interkulturellen Stadtplan und und und. Selbst Podcasts des OB werden schon unter die User gestreut.
Wahrscheinlich wird die Entwicklung weitergehen. Das kann dazu führen, dass wir unsere Lokalnachrichten am Ende über die Homepage der Stadt beziehen. Ich bin gespannt, was sich die kreativen Köpfe in den Augsburger Amtsstuben noch alles einfallen lassen. Jedenfalls wird die Augsburger Medienlandschaft mit jedem Tag bunter. Nur die Frage, ob auf der Stadthomepage Werbung sein muss, sollten die Männer und Frauen im Rathaus meiner Meinung nach noch einmal überdenken.
Sicher, die Stadt ist klamm. Aber dennoch möchte ich die kritische Frage stellen, ob so viel Kommerzialisierung der städtischen Homepage sein muss. Wir kennen es ja schon von Zeitungen und Zeitschriften, dass die nicht mehr ganz objektiv sind, wenn es um negative Nachrichten über einen wichtigen Anzeigenkunden geht. Als Bürger erwarte ich von einer städtischen Webseite Unabhängigkeit oder sagen wir: wenigstens den Anschein von Unabhängigkeit. Die ist aber meiner Meinung nach nicht mehr gewahrt, wenn eine Stadt beginnt, Werbung auf ihren Webseiten zu schalten. Für mich ist das kein guter Stil. Schon die städtische Bürgerzeitung sucht sich über Werbung zu finanzieren. Auch das finde ich keinen guten Stil einer staatlichen Institution.
Und noch ein anderer Aspekt. Wenn ich einer der Chefs der Augsburger Allgemeinen wäre, würde mir dieses Vorgehen der Stadt Augsburg ganz schön deftig in der Nase kribbeln. Denn ein solches Verhalten der Stadt ist meiner Meinung nach gegenüber der Augsburger Allgemeinen, die ja ihre Dienstleistungen durch Werbung finanzieren muss, nicht fair. Die Stadt hat zudem den Vorteil, dass wir Bürger durch unsere Steuern ihre verschiedenen Dienstleistungen finanzieren oder sie Schulden machen kann, um solche Dienstleistungen zu finanzieren, ein Weg, der Unternehmern nur eine gewisse Zeit zur Verfügung steht, während der Staat oder eine Stadt eigentlich nicht bankrott gehen können.
Ich habe fast den Eindruck, die Stadt Augsburg "rüstet" ihre Webseite auf. Was ich damit meine? Es scheint, als ob die Stadt ihre Seite mit mehr Inhalten aufpeppt, fast erinnert mich die Stadthomepage schon an eine Zeitung. Da gibt es eine Rubrik "Aktuelles" und "Im Blickpunkt", Pressemitteilungen, einen Regioticker der AZ und einen Pressespiegel. Außerdem Baustelleninfos, Bildergalerien, eine Wetterstation, einen interkulturellen Stadtplan und und und. Selbst Podcasts des OB werden schon unter die User gestreut.
Wahrscheinlich wird die Entwicklung weitergehen. Das kann dazu führen, dass wir unsere Lokalnachrichten am Ende über die Homepage der Stadt beziehen. Ich bin gespannt, was sich die kreativen Köpfe in den Augsburger Amtsstuben noch alles einfallen lassen. Jedenfalls wird die Augsburger Medienlandschaft mit jedem Tag bunter. Nur die Frage, ob auf der Stadthomepage Werbung sein muss, sollten die Männer und Frauen im Rathaus meiner Meinung nach noch einmal überdenken.
Matthias Stöbener 08.11.2009, 14.33 TB | PL | einsortiert in: Humbelbumbel | Tags: Werbung, Internetportal Augsburg Stadt, Kommerzialisierung,
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