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Die Augsburger Allgemeine schrumpft
Wer will, kann es bei Meedia.de nachlesen: Die Augsburger Zeitung als größte Regionalzeitung Bayerns mit über 330.000 Auflage gehört nicht zu den Gewinnern der momentanen Zeitungskrise. Allein im vierten Quartal 2008 verlor die Zeitung mehr als 3.500 Exemplare an Auflage. Das sind mehr als 1 %! In einem Quartal!
Es hätte noch schlimmer kommen können, so wie im Osten Deutschlands, wo Regionalzeitungen oft um die 4 Prozent ihrer Leser verloren haben. Auch im Norden der Republik ist es keine Freude mehr, Verleger zu sein. Da sieht es im Süden noch relativ gut aus.
Erstaunlich, dass es in dieser Situation immer noch Zeitungen gibt, die wachsen. Was machen z. B. die taz oder die FAZ besser? Gut, es sind keine Regionalzeitungen. Aber sie wachsen - und sie decken ganz Deutschland ab, müssten also von der Zeitungskrise genauso betroffen sein wie unsere Augsburger Allgemeine.
Manche Zeitungen wehren sich gegen ihr Sterben durch Copypreiserhöhungen. So kann die Auflage zwar sinken, aber unterm Strich bleibt sogar noch etwas mehr in der Kasse übrig. Ein Weg, der sicher irgendwann nicht mehr aufgeht.
Die Augsburger hat jetzt "Servus" gelauncht und hofft wohl, dass viele Ihrer Kunden als Hobby-Journalisten bei ihrem Regio-Wiki unbezahlt mitschreiben und das Abschmelzen der Bedeutung des regionalen Blatts verlangsamen. Ob die Rechnung aufgeht, wird man am Ende des Tages sehen. Jedenfalls fühle ich mich geehrt, dass eine solche große Zeitung meine Idee des Augsburg-Wikis aufgreift. Es ist geradezu ein Ritterschlag für mich. Sicher wird die Zeitung noch mehr unternehmen müssen, um ihr langsames Dahinscheiden zu stoppen. Ideen, die man kopieren kann, liegen genug auf der Straße. Und wenn es für Augsburg etwas bringt: Warum nicht?
Hoffentlich wird der Rubrikentitel "Servus", den die Augsburger Allgemeine ihrem Regio-Wiki gegeben hat, nicht eine sich selbst erfüllende Prophezeiung: In Bayern wird das Wort ja eher dann verwendet, wenn man sich verabschieden will.
Es hätte noch schlimmer kommen können, so wie im Osten Deutschlands, wo Regionalzeitungen oft um die 4 Prozent ihrer Leser verloren haben. Auch im Norden der Republik ist es keine Freude mehr, Verleger zu sein. Da sieht es im Süden noch relativ gut aus.
Erstaunlich, dass es in dieser Situation immer noch Zeitungen gibt, die wachsen. Was machen z. B. die taz oder die FAZ besser? Gut, es sind keine Regionalzeitungen. Aber sie wachsen - und sie decken ganz Deutschland ab, müssten also von der Zeitungskrise genauso betroffen sein wie unsere Augsburger Allgemeine.
Manche Zeitungen wehren sich gegen ihr Sterben durch Copypreiserhöhungen. So kann die Auflage zwar sinken, aber unterm Strich bleibt sogar noch etwas mehr in der Kasse übrig. Ein Weg, der sicher irgendwann nicht mehr aufgeht.
Die Augsburger hat jetzt "Servus" gelauncht und hofft wohl, dass viele Ihrer Kunden als Hobby-Journalisten bei ihrem Regio-Wiki unbezahlt mitschreiben und das Abschmelzen der Bedeutung des regionalen Blatts verlangsamen. Ob die Rechnung aufgeht, wird man am Ende des Tages sehen. Jedenfalls fühle ich mich geehrt, dass eine solche große Zeitung meine Idee des Augsburg-Wikis aufgreift. Es ist geradezu ein Ritterschlag für mich. Sicher wird die Zeitung noch mehr unternehmen müssen, um ihr langsames Dahinscheiden zu stoppen. Ideen, die man kopieren kann, liegen genug auf der Straße. Und wenn es für Augsburg etwas bringt: Warum nicht?
Hoffentlich wird der Rubrikentitel "Servus", den die Augsburger Allgemeine ihrem Regio-Wiki gegeben hat, nicht eine sich selbst erfüllende Prophezeiung: In Bayern wird das Wort ja eher dann verwendet, wenn man sich verabschieden will.
Matthias Stöbener 23.01.2009, 08.48 TB | PL | einsortiert in: Firmen | Tags: Zeitungskrise, Auflagenverlust, Augsburger Allgemeine,
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Kommentare zu diesem Beitrag
1.
von maria.hofer
also, wenn ein augsburger "servus" sagt oder schreibt, dann ist das so unpassend, wie wenn ein münchner beim totenmahl für seinen opa einen datschi futtert ... oder?
vom 27.01.2009, 20.22
Antwort von Matthias Stöbener:
also, wenn ein augsburger "servus" sagt oder schreibt, dann ist das so unpassend, wie wenn ein münchner beim totenmahl für seinen opa einen datschi futtert ... oder?
vom 27.01.2009, 20.22
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