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Ausgewählter Beitrag
Ein Dilemma
Von viel Qualität kann man meiner Meinung nach nicht bei vielen Seiten im Netz sprechen. Viele Seiten glänzen im Web noch dazu mit unglaublich zusammenhanglosen und verwirrenden Verlinkungen.
Warum das?
Ich glaube, das hat mit den Page Impressions zu tun.
Page Impressions ist eine Art Online-Währung. Nach Page Impressions, im Prinzip sind das die Klicks auf verschiedene Seiten eines Online-Angebots, wird ein großer Teil der Werbung im Netz bezahlt. Je mehr Page Impressions, desto mehr Geld in der Kasse von Webseitenbetreibern.
Da bieten solche Seiten im Netz so und so viele Page Impressions an, für die ein Werber bezahlen soll. Und wie kommt man zu möglichst vielen Page Impressions? Richtig: Indem man die Leute auf den eigenen Seiten möglichst viel herumklicken lässt. So werden die Leser solcher Webseiten und die Firmen, die auf ihnen werben, zum Opfer.
Es wird Zeit, dass im Netz nicht mehr die Page Impressions zählen, sondern nur noch die einzelnen Besucher einer Seite oder die Klicks auf eine Werbung. Dass die Werber eine Erfolgsprovision zahlen, rechnet sich für den Betreiber einer Webseite kaum, weshalb dieses für die Werber günstige Modell der Kooperation zwischen Werbetreibenden und Webmastern eigentlich auch kein Modell für die Zukunft sein kann.
Warum das?
Ich glaube, das hat mit den Page Impressions zu tun.
Page Impressions ist eine Art Online-Währung. Nach Page Impressions, im Prinzip sind das die Klicks auf verschiedene Seiten eines Online-Angebots, wird ein großer Teil der Werbung im Netz bezahlt. Je mehr Page Impressions, desto mehr Geld in der Kasse von Webseitenbetreibern.
Da bieten solche Seiten im Netz so und so viele Page Impressions an, für die ein Werber bezahlen soll. Und wie kommt man zu möglichst vielen Page Impressions? Richtig: Indem man die Leute auf den eigenen Seiten möglichst viel herumklicken lässt. So werden die Leser solcher Webseiten und die Firmen, die auf ihnen werben, zum Opfer.
Es wird Zeit, dass im Netz nicht mehr die Page Impressions zählen, sondern nur noch die einzelnen Besucher einer Seite oder die Klicks auf eine Werbung. Dass die Werber eine Erfolgsprovision zahlen, rechnet sich für den Betreiber einer Webseite kaum, weshalb dieses für die Werber günstige Modell der Kooperation zwischen Werbetreibenden und Webmastern eigentlich auch kein Modell für die Zukunft sein kann.
Matthias Stöbener 23.07.2008, 09.11 TB | PL | einsortiert in: Firmen | Tags: Netzwerbung, Page Impressions, Online-Währung,
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Kommentare zu diesem Beitrag
2.
von Sebastian
Du Sprichst mir aus der Seele. Ich habe eine Zeit lang bei einem Online-Magazin gearbeitet. Eine Aufgabe war es die Seite zu verbessern und Innovationen einzuführen.
Ich wollte daraufhin die Seite einfach etwas ergonomischer und User freundlicher gestalten, das hätte aber die Klickzahlen verringert. Das Ende vom Lied, alles blieb wie es war :)
So kommt es natürlich auch, dass plötzlich überall Gallerien zum Durccklicken oder gar mehrseitige Artikel im Netz erscheinen, was unglaublich umständlich für den Leser ist, aber Klickzahlen bringt.
Viel wichtiger und das begreifen manche Werber glaube ich so langsam, ist die Besuchszeit. Die ist noch nicht sehr gut zu messen, zeigt aber wesentlich deutlicher, wie sehr man sich mit einer Seit beschäftigt hat.
Aber an diesem ganzen Werbesystem hängen inzwischen so viele Firmen und Arbeitspläzte, das wird noch eine ganze Weile dauern, bis sich daran was ändert.
vom 26.07.2008, 06.38
Antwort von Matthias Stöbener:
Lieber Sebastian,
du hast total Recht. Und du hast einen Aspekt genannt, den ich vergessen habe, den mit der Besuchszeit bzw. Marketingleute nennen ihn glaube ich Interesse an der Webseite. Aber wie genau kann man das messen? Es gibt verschiedene neue Ansätze, aber du hast völlig recht, es wird sicher lange dauern, bis sich einer der Ansätze durchsetzt. Ich forsch mal und bei Gelegenheit schreibe ich wieder was.
Du Sprichst mir aus der Seele. Ich habe eine Zeit lang bei einem Online-Magazin gearbeitet. Eine Aufgabe war es die Seite zu verbessern und Innovationen einzuführen.
Ich wollte daraufhin die Seite einfach etwas ergonomischer und User freundlicher gestalten, das hätte aber die Klickzahlen verringert. Das Ende vom Lied, alles blieb wie es war :)
So kommt es natürlich auch, dass plötzlich überall Gallerien zum Durccklicken oder gar mehrseitige Artikel im Netz erscheinen, was unglaublich umständlich für den Leser ist, aber Klickzahlen bringt.
Viel wichtiger und das begreifen manche Werber glaube ich so langsam, ist die Besuchszeit. Die ist noch nicht sehr gut zu messen, zeigt aber wesentlich deutlicher, wie sehr man sich mit einer Seit beschäftigt hat.
Aber an diesem ganzen Werbesystem hängen inzwischen so viele Firmen und Arbeitspläzte, das wird noch eine ganze Weile dauern, bis sich daran was ändert.
vom 26.07.2008, 06.38
Lieber Sebastian,
du hast total Recht. Und du hast einen Aspekt genannt, den ich vergessen habe, den mit der Besuchszeit bzw. Marketingleute nennen ihn glaube ich Interesse an der Webseite. Aber wie genau kann man das messen? Es gibt verschiedene neue Ansätze, aber du hast völlig recht, es wird sicher lange dauern, bis sich einer der Ansätze durchsetzt. Ich forsch mal und bei Gelegenheit schreibe ich wieder was.
1.
von Horst
Stefan Niggemeier hat am 13.7.08 in der FAZ einen wunderbaren Artikel genau zu diesem Thema geschrieben, den ich folgend online gefunden habe: Hier klicken
Lesenswert? Unbedingt!
vom 23.07.2008, 19.08
Antwort von Matthias Stöbener:
Stefan Niggemeier hat am 13.7.08 in der FAZ einen wunderbaren Artikel genau zu diesem Thema geschrieben, den ich folgend online gefunden habe: Hier klicken
Lesenswert? Unbedingt!
vom 23.07.2008, 19.08
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