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Luxus Theater
Man muss kein Hellseher sein, um zu erkennen, dass die herrschenden Augsburger Politiker keine 100 Mio. Euro aus dem Stadtsäckel zaubern können, um das Augsburger Theater zu retten. Und ich glaube auch nicht, dass der Freistaat Bayern in den nächsten Jahren 50 Mio. Euro zusteuern kann, wie er es vielleicht vor zehn Jahren noch gemacht hätte, um das Augsburger Theater zu erhalten.
Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt. Und jetzt erkennen wir, dass das nicht mehr möglich ist. Deshalb müssen unsere Politiker endlich die moralische Verantwortung für zukünftige Generationen übernehmen. Sie müssen sich entscheiden, Geld für die Bildung in die Hand zu nehmen oder für die Kultur, Geld für das Gesundheitsressort oder für Sportanlagen, Geld für die Entlastung der Firmeneigentümer oder die Unterstützung von Kindern unter der Armutsgrenze. Das sind nur Beispiele. Aber sie machen deutlich: Es geht um Entscheidungen! Aber entscheiden wollen unsere Politiker nicht mehr. Deshalb nehmen sie Schulden von allen Seiten auf und versuchen es immer noch, allen recht zu machen. Dabei aber verspielen sie die Zukunft.
Meine Meinung ist: Es ist erträglich, wenn das Theater Augsburg wegen Baufälligkeit geschlossen werden muss. Aber vielleicht wächst die Patrizia weiter und sie kann das angrenzende Theater irgendwann als repräsentatives Empfangs- und Verwaltungsgebäude übernehmen. München ist nicht weit. Die Menschen, die sich eine Theaterkarte und einen Frack leisten können, werden auch noch eine Fahrt in der C- bis S-Klasse finanzieren können, um nach München zu kommen. Für Theaterfans unter Minderbetuchten gibt es auch die Bahn. Und in München wird ein gutes Theaterprogramm geboten! Durch die Besucher aus Augsburg würden sich vielleicht auch die kulturellen Angebote in München besser rechnen.
Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Ich selbst gehe hin und wieder gerne ins Theater. Übrigens auch oft in das Parktheater, das mehr oder weniger privatwirtschaftlich betrieben wird und sich bei einem Wegfall des Theaters Augsburg wahrscheinlich auch über eine bessere Auslastung freuen könnte. Wie gesagt: Ich bin kein Kulturbanause. Aber für mich ist angesichts der leeren Kassen in Augsburg das Theater ein Luxus, den sich die Stadt einfach nicht mehr leisten kann. Mir persönlich sind Bildung, Jugendarbeit, Integrationsarbeit, Alten- und Sozialhilfe, um nur ein paar Ressorts zu nennen, eindeutig wichtiger, als für eine immer kleiner werdende Gruppe von Bildungsbürgern den Service von öffentlichen Bühnen zur Verfügung zu stellen und jeden Theaterplatz auch durch Arbeiter und kleine Angestellte in Höhe von 70 bis 80 Euro mitfinanzieren zu lassen.
Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt. Und jetzt erkennen wir, dass das nicht mehr möglich ist. Deshalb müssen unsere Politiker endlich die moralische Verantwortung für zukünftige Generationen übernehmen. Sie müssen sich entscheiden, Geld für die Bildung in die Hand zu nehmen oder für die Kultur, Geld für das Gesundheitsressort oder für Sportanlagen, Geld für die Entlastung der Firmeneigentümer oder die Unterstützung von Kindern unter der Armutsgrenze. Das sind nur Beispiele. Aber sie machen deutlich: Es geht um Entscheidungen! Aber entscheiden wollen unsere Politiker nicht mehr. Deshalb nehmen sie Schulden von allen Seiten auf und versuchen es immer noch, allen recht zu machen. Dabei aber verspielen sie die Zukunft.
Meine Meinung ist: Es ist erträglich, wenn das Theater Augsburg wegen Baufälligkeit geschlossen werden muss. Aber vielleicht wächst die Patrizia weiter und sie kann das angrenzende Theater irgendwann als repräsentatives Empfangs- und Verwaltungsgebäude übernehmen. München ist nicht weit. Die Menschen, die sich eine Theaterkarte und einen Frack leisten können, werden auch noch eine Fahrt in der C- bis S-Klasse finanzieren können, um nach München zu kommen. Für Theaterfans unter Minderbetuchten gibt es auch die Bahn. Und in München wird ein gutes Theaterprogramm geboten! Durch die Besucher aus Augsburg würden sich vielleicht auch die kulturellen Angebote in München besser rechnen.
Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Ich selbst gehe hin und wieder gerne ins Theater. Übrigens auch oft in das Parktheater, das mehr oder weniger privatwirtschaftlich betrieben wird und sich bei einem Wegfall des Theaters Augsburg wahrscheinlich auch über eine bessere Auslastung freuen könnte. Wie gesagt: Ich bin kein Kulturbanause. Aber für mich ist angesichts der leeren Kassen in Augsburg das Theater ein Luxus, den sich die Stadt einfach nicht mehr leisten kann. Mir persönlich sind Bildung, Jugendarbeit, Integrationsarbeit, Alten- und Sozialhilfe, um nur ein paar Ressorts zu nennen, eindeutig wichtiger, als für eine immer kleiner werdende Gruppe von Bildungsbürgern den Service von öffentlichen Bühnen zur Verfügung zu stellen und jeden Theaterplatz auch durch Arbeiter und kleine Angestellte in Höhe von 70 bis 80 Euro mitfinanzieren zu lassen.
Wem die Theaterkultur so am Herzen liegt, wie er vorgibt, der soll auch für eine Theaterkarte das Geld bezahlen, das ein freier Unternehmer verlangen müsste, damit sich sein Theater rechnet. Aber auch wenn CSU und FDP sonst viel von freiem Unternehmertum reden, hier fließt ihnen das Wort von der Privatisierung weniger elegant von Lippen - wenn es überhaupt zu hören ist.
Matthias Stöbener 22.12.2009, 21.49 TB | PL | einsortiert in: Kultur | Tags: Theater Augsburg, Theaterkultur, Investition,
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Kommentare zu diesem Beitrag
1.
von bibliothek
bei uns in frankfurt taut es. ich wünsche ein schönes weihnachtsfest und ein gutes neues jahr.
vom 25.12.2009, 03.11
bei uns in frankfurt taut es. ich wünsche ein schönes weihnachtsfest und ein gutes neues jahr.
vom 25.12.2009, 03.11
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