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Mehr Sicherheit!
Rechtzeitig vor der Bundestagswahl passierte Solln. Und in Augsburg wurden ebenfalls Menschen verprügelt Gott sei Dank ohne Todesfolge. Die Augsburger Allgemeine versäumt es nicht, fast jeden Tag einen Artikel zu bringen, wie die Gewalt in unseren Städten, besonders in Augsburg, zunimmt. Schon in der Vergangenheit räumte das Blatt viele Seiten der Berichterstattung über die »schwierigen« Verhältnisse in der Maximilianstraße ein. Solche Ereignisse, solche Zustände machen Angst. Und diese Angst spielt den Parteien in die Hand, die mehr Sicherheit durch mehr Überwachung verlangen.
Sicher kann man Stadtbrennpunkte durch Kameras überwachen. Aber wollen wir ernsthaft eine Vollüberwachung unseres Lebens? Die bräuchten wir nämlich, wenn in der Eichenstraße in Haunstetten ein Familienvater verprügelt wird. Aber dann wird auch protokolliert, wenn Herr Müller seine Geliebte Frau Maier besucht und Erna S. den Hund gassi führt. Wenn man Parteien wählt, die mehr Überwachung durch Kameras fordern, muss man zu einer solchen Vollüberwachung des Lebens JA sagen. Auch wenn man am Ende dennoch nicht jeden Winkel ausleuchten kann.
Aber gibt es keine anderen Wege mit Gewalt umzugehen? Wieso gibt es Gewalt? Vielleicht fehlen gute Vorbilder. Vielleicht machen es sich Eltern und Gesellschaft mit Kindern und Jugendlichen zu leicht. Vielleicht werden in den Medien die falschen Werte vermittelt. Ich will nur anregen, einmal tiefer über die Ursachen von Jugendgewalt nachzudenken.
Bestrafung für gesellschaftswidriges Verhalten muss sein. Die Strafe muss dem Verhalten gegenüber angemessen sein und schnell erfolgen. Und die Gesellschaft muss Jugendlichen durch überzeugende Personen klarmachen, dass gewalttätiges Verhalten Ausdruck von Hilflosigkeit und Dummheit ist. Jugendlichen müssen positive Wege aufgezeigt werden, wie sie ihre Konflikte konstruktiv bewältigen können.
Ein solches Vorgehen ist viel anstrengender als Kameras aufzubauen. Aber glauben wir wirklich, dass uns Kameras an allen Ecken und Enden diese Mühe ersparen? Mehr Sicherheit, das meine ich, ist durch mehr Ausgaben in Sozialpädagogen und Psychologen an Schulen zu gewinnen. Jedenfalls wäre das ein erster Schritt, Jugendlichen in ihrer anscheinend immer schwerer werdenden Sozialisation zu helfen. Das Schlagwort »Mehr Sicherheit« zu plakatieren reicht gewiss nicht.
Sicher kann man Stadtbrennpunkte durch Kameras überwachen. Aber wollen wir ernsthaft eine Vollüberwachung unseres Lebens? Die bräuchten wir nämlich, wenn in der Eichenstraße in Haunstetten ein Familienvater verprügelt wird. Aber dann wird auch protokolliert, wenn Herr Müller seine Geliebte Frau Maier besucht und Erna S. den Hund gassi führt. Wenn man Parteien wählt, die mehr Überwachung durch Kameras fordern, muss man zu einer solchen Vollüberwachung des Lebens JA sagen. Auch wenn man am Ende dennoch nicht jeden Winkel ausleuchten kann.
Aber gibt es keine anderen Wege mit Gewalt umzugehen? Wieso gibt es Gewalt? Vielleicht fehlen gute Vorbilder. Vielleicht machen es sich Eltern und Gesellschaft mit Kindern und Jugendlichen zu leicht. Vielleicht werden in den Medien die falschen Werte vermittelt. Ich will nur anregen, einmal tiefer über die Ursachen von Jugendgewalt nachzudenken.
Bestrafung für gesellschaftswidriges Verhalten muss sein. Die Strafe muss dem Verhalten gegenüber angemessen sein und schnell erfolgen. Und die Gesellschaft muss Jugendlichen durch überzeugende Personen klarmachen, dass gewalttätiges Verhalten Ausdruck von Hilflosigkeit und Dummheit ist. Jugendlichen müssen positive Wege aufgezeigt werden, wie sie ihre Konflikte konstruktiv bewältigen können.
Ein solches Vorgehen ist viel anstrengender als Kameras aufzubauen. Aber glauben wir wirklich, dass uns Kameras an allen Ecken und Enden diese Mühe ersparen? Mehr Sicherheit, das meine ich, ist durch mehr Ausgaben in Sozialpädagogen und Psychologen an Schulen zu gewinnen. Jedenfalls wäre das ein erster Schritt, Jugendlichen in ihrer anscheinend immer schwerer werdenden Sozialisation zu helfen. Das Schlagwort »Mehr Sicherheit« zu plakatieren reicht gewiss nicht.
Matthias Stöbener 24.09.2009, 07.23 TB | PL | einsortiert in: Soziales | Tags: Sicherheit, Jugendgewalt, Gewalt,
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