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Mut zum Flirt
Ehrlich gesagt: Ich komme nicht mehr mit. Vielleicht liegt es an meinem IQ oder daran, dass ich die Windungen der Augsburger Kulturpolitik nicht verstehe. Albert Ostermaier bekommt den Augsburger Bertolt-Brecht-Preis! Hä? Den Namen habe ich doch schon einmal gehört! Ja richtig. Dieser bedeutende zeitgenössische Theaterautor hat früher das abc-festival zu Brecht geleitet. Doch die Augsburger Kulturpolitik hat das abc-festival eingestellt und durch ein neues Brechtfestival ersetzt. Und dabei trennten sich die Wege von Ostermaier und Augsburg. Sehr zum Leidwesen vieler Augsburger.
Ja, ich komme nicht mehr mit. Vielleicht liegt das daran, dass jetzt die Jury dem Exilierten den Bertolt-Brecht-Preis zukommen lässt und damit einen Mann ehrt, der Brecht kennt, liebt und in seinen Stücken fortführt. Schade, schade, dass Augsburg diesen Mann hat ziehen lassen, diesen engagierten Brechtfan, der es schaffte, das Augsburger Festival über den regionalen Sumpf zu heben und in den großen Medien im In- und Ausland unterzubringen. Leider scheint das der Stadt momentan nur selten zu gelingen.
Man muss nicht der Meinung sein, dass die Augsburger Kulturpolitik im Moment am Scheitern ist, um zu bedauern, dass Albert Ostermaier nicht mehr in die Brecht-Aktivitäten der Stadt eingebunden ist. Über politische Lager hinweg wäre es erforderlich, alle wichtigen und bekannten Brecht-Fans und Künstler, die in seinem Sinne arbeiten, an Augsburg zu binden. Wie anders sollte es möglich sein, dass aus dem neuen Brechtfestival eine Veranstaltung wird, die Augsburgs Kulturkompetenz leuchten lässt? Es wäre schön, wenn der Bertolt-Brecht-Preis zu einem erneuten Flirt der Stadt mit Ostermaier führen würde. Politische Flirts schaden manchmal weniger als private.
Ja, ich komme nicht mehr mit. Vielleicht liegt das daran, dass jetzt die Jury dem Exilierten den Bertolt-Brecht-Preis zukommen lässt und damit einen Mann ehrt, der Brecht kennt, liebt und in seinen Stücken fortführt. Schade, schade, dass Augsburg diesen Mann hat ziehen lassen, diesen engagierten Brechtfan, der es schaffte, das Augsburger Festival über den regionalen Sumpf zu heben und in den großen Medien im In- und Ausland unterzubringen. Leider scheint das der Stadt momentan nur selten zu gelingen.
Man muss nicht der Meinung sein, dass die Augsburger Kulturpolitik im Moment am Scheitern ist, um zu bedauern, dass Albert Ostermaier nicht mehr in die Brecht-Aktivitäten der Stadt eingebunden ist. Über politische Lager hinweg wäre es erforderlich, alle wichtigen und bekannten Brecht-Fans und Künstler, die in seinem Sinne arbeiten, an Augsburg zu binden. Wie anders sollte es möglich sein, dass aus dem neuen Brechtfestival eine Veranstaltung wird, die Augsburgs Kulturkompetenz leuchten lässt? Es wäre schön, wenn der Bertolt-Brecht-Preis zu einem erneuten Flirt der Stadt mit Ostermaier führen würde. Politische Flirts schaden manchmal weniger als private.
Matthias Stöbener 13.01.2010, 21.28 TB | PL | einsortiert in: Kultur | Tags: Albert Ostermaier, abc-Festival, Bertolt-Brecht-Preis, Brechtfestival,
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Kommentare zu diesem Beitrag
1.
von Flirt
Wirklich treffender Artikel!
vom 18.01.2010, 12.03
Wirklich treffender Artikel!
vom 18.01.2010, 12.03
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