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Einladung für entwicklungspolitisch Interessierte

Die Werkstatt solidarische Welt lädt zu einem Referat mit dem Titel »Chancen und Grenzen von Kampagnen« ein. Der Referent ist Markus Raschke vom FairHandelshaus Bayern. Termin: Donnerstag, 30. Oktober 2008 um 19.30 Uhr -in der Werkstatt Soldiarische Welt, Weiße Gasse 3.

Zum Hintergrund ein paar Worte: Kampagnen sind das tägliche Brot von engagierten Organisationen nicht nur im Bereich der Entwicklungspolitik. Im günstigsten Falle sorgen Sie für (bundesweite) Aufmerksamkeit, rücken ein Thema ins Rampenlicht und machen Veränderung möglich. Im schlechtesten Falle haben sich Aktive und Engagierte in Ihrer Freizeit an einem verregneten Infotisch die Beine in den Bauch gestanden, ohne dass ein nennenswertes Ergebnis erreicht werden konnte.

In erster Linie sind MitarbeiterInnen des Weltladens eingeladen, aber auch entwicklungspolitisch Interessierte können gerne kommen.

Kontakt:
Werkstatt Solidarische Welt e.V.
Weiße Gasse 3
86150 Augsburg

Tel.: 0821/ 3 72 61
Fax: 0821/ 15 67 40

Mail: wsw(@)werkstatt-solidarische-welt.de

 Öffnungszeiten:
Di, Mi 10 - 15 Uhr
Do 10 - 12 Uhr
Sa 10 - 13 Uhr

Matthias Stöbener 26.10.2008, 13.55 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Veranstaltungen | Tags: Werkstatt Solidarische Welt, Entwicklungspolitischer Vortrag, Engagement für die Dritte Welt,

Zwei neue Artikel

Zum Sonntag die Anzeige von zwei neuen Artikeln im Augsburg-Wiki:

Werkstatt Solidarische Welt e. V.

und

Ibrahim Kaya

Ich wünsche Ihnen viel Info-Gewinn!

Matthias Stöbener 19.10.2008, 11.54 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Interna | Tags: Ibrahim Kaya, Werkstatt Solidarische Welt e. V.,

500 Milliarden Euro für Familien

sind dringlicher als 500 Milliarden Euro für die Banken. Auf diesen Nenner könnte man die Stellungnahme unseres Bischofs Walter Mixa zur Erhöhung des Kindergeldes um 10 Euro monatlich bringen. Die Erhöhung sei eine "Beleidigung und grobe Missachtung der Leistung von Familien für unsere Gesellschaft." So hart greift normalerweise nur DIE LINKE unsere Regierung an.

Aber Bischof Mixa geht noch weiter und sagt, dass die Bedrohung, die von einer kinderfeindlichen Gesellschaft ausgeht, größer als die Bankenkrise ist. Markige Worte, wie man sie von ihm kennt. Walter Mixa ist einer der wenigen kirchlichen Vertreter, die ungeschminkt sagen, was sie denken. Alle Achtung.

Und er hat meiner Meinung nach Recht. Um jeden Cent knausern die Regierenden in Berlin, wenn es um soziale Belange unserer Gesellschaft geht. Nur aus der Angst heraus, DIE LINKEN könnten noch stärker werden, als sie schon sind, machen sie kleine Zugeständnisse, werfen hie und da mal ein paar Frühstückskrümel von dem Tisch, auf dem sie mit Lobbyisten der Banken und Industrie frühstücken.

Da ist es nicht verfehlt zu fragen: Wem denn die 500 Milliarden wieder aufgeladen werden? Jede Milliarde, die von wankenden Banken in Anspruch genommen wird, müssen wir und unsere Kinder und Kindeskinder bezahlen. Ist es da nicht gerecht, dass für jedes Kind ein Steuerfreibetrag von 8.000 Euro und ein Kindergeld von 300 Euro im Monat staatlicherseits gewährt wird? Oder ist jetzt auch Bischof Mixa schon ein Kommunist und Erzlinker? Mit der Frau von Oskar Lafontaine hat er ja bei einem Buch schon gemeinsame Sache gemacht ...

Das jetzige Modell der kapitalistischen Wirtschaft steht auf dem Prüfstand und wird von den verschiedensten Seiten angegriffen. Es verliert den Rückhalt in der Mittelschicht dieser Bevölkerung - bei Arbeitern und Harz-VI-Empfängern ist dieser Rückhalt sowieso dahin. Aber wenn die Mittelschicht ins Wanken gerät, ist das der Tod dieses Systems. Wenn es denn entschlafen sollte, hoffe ich, wird es genauso friedlich entschlafen wie einst die DDR.

Möglicherweise wird die Regierung auf Druck der GRÜNEN und der LINKEN noch ein bisschen Moral und Verantwortung und Beteiligung des Staates an den Banken für das Geld der Steuerzahler in ihren Gesetzentwurf einweben. Aber das sind Marginalien. Der Volkszorn beim Verlust von Existenz, Arbeitsplatz, Beruf und Vertrauen könnte mit einem Mal so stark werden, dass sich die Leute in Berlin so wundern würden wie die CSU-Parteigenossen in München zur Landtagswahl.

Sicher sind Federn und Teeren oder an den Prangerstellen, des Landesverweisen, in Kettenlegen und die Eiserne Jungfrau nicht mehr die geeigneten Mittel, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Die Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzenden haben uns diese Wirtschaftskrise zusammen mit Politikern, die ständig von Freier Marktwirtschaft faselten und die Grenzen des Wirtschaftens immer weiter in Richtung Manchesterkapitalismus verlegen wollten, eingebrockt. Wahrscheinlich sind sie in den wenigsten Fällen zu bestrafen. Aber irgendeine Form des Zur-Verantwortung-Ziehens muss es geben - mindestens in Gesetzen, die für die Zukunft erlassen werden. Ansonsten verlieren wir Bürger noch schneller das Vertrauen in diese Demokratie, als wir es jetzt schon tun.

Matthias Stöbener 16.10.2008, 07.53 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Religion | Tags: Bischof Mixa, Walter Mixa, Familienpolitik,

Peter Grab und Dr. Kurt Gribl

Nach meinem letzten Blogeintrag zu Herrn Grab hat sich viel getan. Herr Grab, so habe ich gelesen, ist jetzt bereit, sich noch einmal mit Herrn Ostermaier wegen des abc-Festivals zu treffen. Möglicherweise geht es ja doch weiter.

Jedenfalls habe ich mich mit Herrn Grab im Augsburg-Wiki etwas beschäftigt und mal zusammengestellt, wer er ist und was er will. Sie können das lesen unter:

Peter Grab im Augsburg-Wiki

Zwangsläufig bin ich dabei auch wieder über die Person von Herrn Dr. Kurt Gribl gestoßen und musste feststellen, dass mein Eintrag über ihn nicht mehr auf dem letzten Stand war. Also habe ich auch hier noch ein bisschen nachgetragen:

Dr. Kurt Gribl im Augsburg-Wiki

Als ich den Artikel über ihn fertig geschrieben hatte, setzte ich beim entsprechenden Wikipedia-Artikel einen Link zum Artikel über Dr. Kurt Gribl im Augsburg-Wiki. Sekunden später war der Link schon wieder entfernt. Anscheinend haben sich viele Leute den Artikel "Kurt Gribl" bei der Wikipedia auf "Beobachten" gesetzt und meinen Link wieder gelöscht. Wahrscheinlich entspricht er nicht den Richtlinien von Wikipedia. Naja, vielleicht schreiben Sie mir ihre Meinung als Kommentar, ob der Artikel korrekt und ausgewogen ist.

Sie können den Artikel wie jeden anderen Artikel im Augsburg-Wiki auch ergänzen oder umschreiben. Je mehr Autoren sich beteiligen, desto besser werden die Artikel.

Matthias Stöbener 15.10.2008, 12.38 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Interna | Tags: Kurt Gribl, Peter Grab,

Herzlichen Glückwunsch, Herr Grab!

Sie haben es geschafft! Endlich ist er weg, der Herr Obermaier mit seinem abc-Festival. Mein Gott, ich hab es kaum mehr ertragen, wie andere Städte Augsburg um das renommierte Literaturfest beneideten, auf uns schauten, uns lobten! Ich denke, Ihnen ging es genauso. Man möchte sich als Augsburger verstecken, wenn Größen wie Grönemeyer oder Kehlmann hier antanzen. Was soll man schon als miefiger piefiger Augsburger mit solchen Leuten reden? Da hat man hier doch gar nicht den Horizont dazu - und verplappern ist einfach peinlich.

Gut, dass solche Leute jetzt nicht mehr nach Augsburg kommen! Sie haben völlig Recht, Herr Grab: Augsburger Künstler müssen sich um Brecht kümmern!

bert_brecht_schild.JPGIch kenne da z. B. Arno Löb. Der wäre wirklich besser als alles Auswärtige geeignet, Brecht so vorzutragen, wie er war. Vielleicht können seine Altherren-Rocker von Impotenz noch ein paar Liedchen fiedeln. "Nutten an die Macht" ist ja schon ein Erfolg geworden. Vielleicht kann er ein neues Lied zu Brecht schreiben: Brecht hat Recht.

Oder die Toskanische-Säulenhalle-MalerInnen: Könnten die nicht mal einen Brecht-Kreuzweg in öffentlichen Räumen Augsburgs installieren: Wie das hiesige Spießbürgertum seinen berühmten Sohn misshandelt hat.

Und Sie haben auch völlig recht, Herr Grab, dass 400.000 Euro für die Stadtkasse und 7.000 Besucher des Festivals einfach zuviel sind. 57,14 Euro pro Besucher! Das darf ja wohl nicht wahr sein!

Bitte, bitte, Herr Grab: Lassen Sie nicht locker! Schaufeln Sie schnell noch gleich dem Stadttheater das Grab! Da müssen wir Bürger doch auch nur draufzahlen! Sind doch sowieso meist CSU-Leute, die da hingehen - und die werden ja täglich weniger. Also weg mit dem Stadttheater! Freie Diskos für die Jugend! Oder: Alles ins Stadion, auf die Maxstraße! Betrunkene lohnen sich immer. Da verdienen wir mal endlich was, wenn die Leute die Bierkästen leeren - und gute Stimmung kommt auch auf, vorausgesetzt, der FCA verliert nicht dauernd.

Ich finde es gut, lieber Herr Grab, dass Sie Augsburg wieder ein Stück provinzieller machen. Ich kann mir vorstellen, dass viele das in dieser Stadt so wollen. Die Kreativen werden vielleicht abwandern. Aber um die war es sowieso nie schade. Die machen immer mehr Probleme als die Leute, die brav ihr Bier in der Maxstraße nuckeln, ein Senfbratwürstchen runter schlingen und den Dackel drücken.

Das verwendete Bild stammt von Arno Löb.

Matthias Stöbener 09.10.2008, 08.04 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Kultur | Tags: abc-festival, Brecht-Festival, Literaturfest,

Es wird sich aber nichts ändern

Wenn ich die ARD-Nachrichten gestern um 20 Uhr richtig verstanden habe, will unsere Regierung nicht viel oder gar nichts an den Gesetzen ändern, die die Finanzwirtschaft regeln. Man müsse die Gesetze nur anwenden, so der Tenor, wie ich ihn verstanden habe. Allein DIE LINKE und die Grünen forderten auch Konsequenzen auf der Gesetzgebungsebene. Für mich als Bürger unglaublich, dass nur ein paar der so genannten Volksvertreter über weitergehende Konsequenzen, neue Gesetze usw. nachdenken. Begreife das, wer will.

Während Island vor der Pleite steht und die FAZ - sicher kein linkes Hetzblatt - in einem Artikel über die Situation in Island von den Verlockungen des internationalen Geldmarkts spricht, denen die isländischen Banken erlegen seien und bemängelt, dass die staatliche Bankenaufsicht versagt habe, ja sogar in Frage stellt, ob die rasanten Privatisierungen der letzten Jahre auf der Insel gut gewesen seien, kündigen hier in Deutschland alle Autobauer außer Audi Kurzarbeit, Stilllegungen der Produktion, niedrigere Löhne etc. an. Und daran hängen in Deutschland - wir wissen es - wieder so und so viele Arbeitsplätze. Und wetten: Den zurückgetretenen und noch zurücktretenden Bankenchefs geht es weiterhin ums Hundertfache besser als den Arbeitern von Opel, Ford, Mercedes, VW, Porsche etc., die zu Hause bleiben und auf Lohn verzichten dürfen.

Ist das eine christliche Gesellschaftsordnung? Oder ist diese Gesellschaftsordung wenigstens gerecht? Im Moment beschleichen mich als katholischen Theologen daran immer mehr Zweifel. Aber Hauptsache die CSU hat wieder einen starken Häuptling in Aussicht.

Matthias Stöbener 08.10.2008, 08.49 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Politik | Tags: Island, Bankenkrise, Kurzarbeit, Lohnminderung, Gesetzesänderungen,

Es muss sich etwas ändern

Es ist schon oft gesagt worden, aber um ins Thema zu kommen, wiederhole ich es noch einmal: Ich als Steuerzahler werde wahrscheinlich dafür bestraft, dass hochbezahlten Bankmanagern vom Staat geholfen wird, ihre Fehler zu richten. Die selben Leute, die sich immer schamloser selber honorieren und alles privatisieren wollten, rufen jetzt nach dem Staat, wollen jetzt an das Geld der Leute, die sie seit Jahren "abgebaut" haben.

wallstreet_bankenkrise.jpgFalls es die Kapitalisten noch nicht gemerkt haben sollten: Nach dem Untergang des Kommunismus steht jetzt auch ihr System zur Disposition. Und zwar weltweit. Wir Europäer lassen es uns nicht bieten, dass einige wenige Leute aus Profitgier und Rücksichtslosigkeit unsere Errungenschaften der letzten 200 Jahre zerstören. Und deshalb stehen in den Augen von vielen Menschen heute unsere jetzige Demokratie und unser Wirtschaftssystem zur Disposition.

Wissen Sie noch aus dem Geschichtsunterricht, was 1929 gekommen ist? Damals hatten wir eine ähnliche Finanzmarktkrise wie heute. Es kamen radikale Lösungen, radikale Parteien und radikale Kriege. Wahrscheinlich wird es nicht so weit kommen wie 1929. Aber schon jetzt wissen wir, dass die Konjunktur leidet, dass es uns bald schlechter gehen wird, dass Arbeitsplätze verschwinden und staatliche Konsolidierungspläne nicht umgesetzt werden können.

Und das, weil Banker versagt haben und plötzlich nicht einmal mehr Leute wie Josef Ackermann den so genannten Selbstheilungskräften des Marktes vertrauen.

Gut, wenn es jetzt keine andere Möglichkeit gibt, eine wichtige Bank wie die Hypo Real Estate in München zu retten, muss es halt sein. Aber ich als Bürger, mit dessen Geld das passiert, will, dass sich der Staat zukünftig mehr Mitsprache bei den Banken sichert. Ich will, dass die Risiken in Zukunft durch Gesetze begrenzt werden, dass es mehr Transparenz gibt, dass die Haftung von Bankern verbessert wird (Stichwort: Zugriff auf deren Vermögen!) und und und

Wenn die Politik jetzt nicht Klartext redet, wird sie genauso viel Kredit verspielen wie die Banken.

Das verwendete Bild stammt von Gerd Altmann / pixelio.de .

Matthias Stöbener 07.10.2008, 07.37 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Politik | Tags: Bankenkrise, 1929, Kredit, Kapitalismus,

Fortschritt im Trippelschritt

Immerhin: Der Deutsche Bundestag fängt jetzt mit ein bisschen Bürgerbeteiligung an. Ab 14. Oktober kann man Petitionen per Mausklick einreichen:

E-Petitionen beim Deutschen Bundestag

Da kann man dann auch mitunterschreiben und an Diskussionen über Petitionen teilnehmen. Wenn dann die Petitionen noch zu den Politikern vordringen und ernsthaft diskutiert werden oder gar zu Teilen in die Gesetzgebung eingehen, könnte dies die Bürgerdemokratie ein Trippelschrittchen weiterbringen.

Möglicherweise könnten solche E-Petitionen auch für unser liebes Augsburg ein kleines Vorbild sein.

Matthias Stöbener 06.10.2008, 08.26 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Politik | Tags: E-Petition, Bundestag,

Stadtpfeiferei

Bei der Überschrift denkt vielleicht mancher, jetzt schreibt er noch einmal etwas zum Augsburger Stadtrat. Vielleicht, welche falschen Töne da im Zusammenhang mit dem Abgang von Herrn Seinsch gepfiffen wurden. Nein, nein, keine Sorge! Meinetwegen können die Stadträte so viele falsche Töne pfeifen, wie sie wollen, heute interessierte ich mich für etwas anderes.

Ich habe mich mit einem Stück Augsburger Musikgeschichte beschäftigt. Mit jenem Stück Musikgeschichte, das die Basis des Philharmonischen Orchesters von Augsburg ist. Und dessen Geschichte reicht weit in das Mittelalter hinein. Ja, Augsburg war eine der ersten deutschen Städte, die ihre Musikproduktion auf eine geregelte Grundlage stellten. Dazu einfach den Artikel im Augsburg-Wiki lesen:

Augsburger Stadtpfeifer


Ich gehe mal davon aus, dass die Stadtpfeifer, die ich in diesem Artikel beschreibe, nicht so chaotisch in der Gegend rumgepfiffen haben wie manche Augsburger Stadträte von heute.

Matthias Stöbener 05.10.2008, 18.41 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Augsburger Leistungen | Tags: Stadtpfeifer, Stadtmusikus, Philharmonisches Orchester,

Wie im Mittelalter

Eigentlich funktioniert unsere Demokratie immer noch wie im Mittelalter. Schauen wir uns die kommunale Ebene in Augsburg an. Da gibt es Kommunalwahlen und wir Bürger wählen ein paar Männer und Frauen, die sich regelmäßig im Rathaus treffen und dort für uns ihre Entscheidungen treffen. Die Bürgerbeteiligung lässt zu wünschen übrig. Wie im Mittelalter finden die Sitzungen im Rathaus statt. Jemand wie ich, der tagsüber arbeiten muss, hat praktisch keine Möglichkeit, in Ausschuss-Sitzungen zu gehen, die nachmittags um 14:30 Uhr stattfinden. Obwohl dort vielleicht über mein Geld entschieden wird. Oder über andere Punkte, die mich ganz konkret betreffen. Warum finden solche Sitzungen nicht öfter um 20 Uhr statt, dass interessierte Bürger dran teilnehmen können? Sicher wird es dafür Gründe geben.

Aber: Müssen wir nicht unsere Demokratie heute auf ganz andere Füße stellen? Ich als Augsburger Bürger fordere von der Stadt mehr Demokratie auf kommunaler Ebene. Und zwar so, dass ich mich beteiligen kann.

augsburger_rathaus_demokratie.jpgMeiner Meinung nach könnte das z. B. so aussehen: Der Pressesprecher der Stadt und seine Zuarbeiter bereiten auf den Internetseiten der Stadt die Entscheidungen, die zu treffen sind, so vor, dass sich jeder Augsburger Bürger ein Bild davon machen kann, um was es geht. Dann muss ein Tool gebaut werden, dass eine Volksabstimmung möglich macht - meinetwegen mit PostIdentverfahren abgesichert und Login, damit auch wirklich nur Augsburger die Möglichkeit haben, sich an der politischen Willensbildung in der Stadt zu beteiligen. Und am Ende könnte es heißen: Stimmen Sie für Lösung A, B oder C!

Ich denke, die Politiker haben nicht mehr allzulange Zeit, unsere Demokratie auf eine neue Basis zu stellen. Etwa 40 bis 50 Prozent der Leute fühlen sich so ausgeschlossen, dass sie schon nicht mehr zum Wählen gehen. Höchste Zeit also, wenn die Demokratie in unserem Land nicht böse Überraschungen erleben will, dass die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes mehr beteiligt werden - mit modernen Mitteln. Auch die Politik muss sich an die Moderne anpassen. Und wenn sie das nicht tut. werden sich die Bürger immer mehr zurückziehen.

Ich denke, es wird noch nicht rechtens sein, dass unser Stadtrat gezwungen wird, die Internet-Abstimmungen 1:1 umzusetzen, aber es wäre immerhin schon mal ein Anfang für mehr Demokratie in unserer Stadt, wenn unsere gewählten Vertreter zur Kenntnis nehmen würden, was Bürger im konkreten Einzelfall wollen. Ich denke, dass sie mit der Zeit schon selbst dahinterkämen, dass es klug ist, dem Bürgerwillen entgegenzukommen. Wichtig in dem Zusammenhang wäre natürlich auch, dass im Internet für jeden einsichtig gezeigt wird, wer von welcher Partei für welche Lösung oder Variante gestimmt hat.

Wahrscheinlich bin ich mit meinen Ideen der Zeit noch ein paar Jahre voraus und so mancher, der das hier liest, denkt: Illusionist! Aber ich bin fest davon überzeugt, wenn die Politik nicht bald mehr auf die Bürger eingeht, werden wir alle noch böse Überraschungen erleben, etwa, dass sich radikale Parteien immer mehr Gehör verschaffen. Auch in Augsburg, das jetzt noch die Chance hätte, ein solches Projekt der Bürgerbeteiligung als erste Stadt aufzusetzen und das damit Modellcharakter ausstrahlen könnte.

Das verwendete Bild stammt von Timm Bossmann.

Matthias Stöbener 04.10.2008, 14.23 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Politik | Tags: Demokratie, Internet-Abstimmung, Kommunalpolitik, Stadtrat,

Ein Vorschlag an die CSU

Ich kann es gar nicht mehr mitansehen, das Theater in Bayern. Mir scheint, die CSU tut so, als sei sie schon untergegangen, dabei hat sie noch über 40 Prozent! Bei 30 Prozent landet sie meiner Meinung nach erst in ein paar Jahren. Jetzt ist auch noch Herr Beckstein zurückgetreten. Verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Hätten die CSUler nicht noch ein bisschen warten können mit seiner Ablösung? Dann hätten sie noch ein bisschen länger Zeit gehabt, vernünftig drüber nachzudenken, wen sie zum neuen Kopf machen: Schmid, Seehofer oder sonst einen.

Aber nein: Die Schwarzen scheinen es mit der Angst bekommen zu haben und glauben jetzt schnell die alte Garde austauschen zu müssen. Doch war Angst noch nie ein guter Ratgeber. Das sollte die CSU auch wissen.

Aber wie dem auch sei: Mich überzeugt keiner der bisher genannten Kandidaten für den Parteivorsitz und das Ministerpräsidentenamt. Auch die bisher genannten Kandidaten gehören doch im Prinzip zur alten CSU. Ich bin der Meinung: Wenn die CSU jetzt schon in ihren Reihen aufräumt, dann sollte sie das konsequent tun und sich - so wie in Augsburg im Frühjahr - einen politisch unbelasteten Mann an die Spitze holen.

Und wer böte sich da besser an als unser Augsburger Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl?! Der Mann hat es geschafft, aus dem Stand die drittgrößte bayerische Stadt für die CSU gegen einen starken SPD-Bürgermeister zu erobern. Er ist durchsetzungsfähig gegenüber Kritik von verschiedensten Seiten und scheut sich nicht seinen guten Ruf gegenüber jedem Blogger zu verteidigen. Darüber hinaus glänzt er durch innovative politische Ideen wie die Semmeltaste, mehr Hundeklos und Rathausplatz-Reinigungsaktionen. Nicht zu vergessen, dass er auch mit schwierigen privaten Problemen umzugehen weiß, ohne dass sie auf die politische Arbeit durchschlagen.

Ein solcher Mann erscheint mir für höhere politische Aufgaben prädestiniert. Die CSU sollte meiner Meinung nach durchaus über einen solchen Kandidaten nachdenken.

Matthias Stöbener 03.10.2008, 12.40 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Politik | Tags: Dr. Kurt Gribl, CSU-Kandidat, Ministerpräsident,

Gaskesseltreiben zum Dritten

Gaskesseltreiben Programmübersicht Samstag, den 04.10.08

17.00 - 17.45 Uhr, Freigelände: Compagnie Albedo / Straßentheater

17.30 - 18.30 Uhr, Freigelände: Da Motus! / Bewegungstheater

18.00 - 18.50 Uhr, Freigelände: LElephant Vert / Straßentheater

18.30 - 20.00 Uhr, Freigelände: Dynamogène / Straßentheater

19.00 - 19.45 Uhr, Freigelände: Compagnie Albedo / Straßentheater

19.00 - 20.30 Uhr, Apparatehaus: Ilotopie / Performance

19.30 - 19.50 Uhr, Wassergasbehälter: Deados / Akrobatik

20.00 - 23.00 Uhr, Teleskopgasbehälter: Ephémère / Feuerinstallation

20.30 - 20.55 Uhr, Reinigergebäude: Dynamogène / Theaterperformance

20.30 - 20.50 Uhr, Scheiben-Gasbehälter: Da Motus! / Bewegungstheater

21.00 - 21.30 Uhr, Freigelände: Compagnie Off / Installation, Performance

21.00 - 21.20 Uhr, Scheiben-Gasbehälter: Da Motus! / Bewegungstheater

21.30 - 21.55 Uhr, Reinigergebäude: Dynamogène / Theaterperformance

22.00 - 22.30 Uhr, Freigelände: Compagnie Off / Installation, Performance

22.00 - 22.20 Uhr, Wassergasbehälter: Deados / Akrobatik

22.30 - 22.55 Uhr, Reinigergebäude: Dynamogène / Theaterperformance

23.00 - 23.30 Uhr, Freigelände: Compagnie Off / Installation, Performance

Matthias Stöbener 02.10.2008, 13.34 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Veranstaltungen | Tags: Gaskesseltreiben, Gaswerk Oberhausen,

Matthias Ubert

Früher habe ich nicht viel von der Augsburger Kunstszene gehalten. Weil ich nicht viel über sie gewusst habe. Durch meine Arbeit im Augsburg-Wiki und durch Beziehungen zu Menschen wie Arno Löb oder Horst Thieme habe ich viel, viel über die Augsburger Kunstszene und einzelne Künstler erfahren. Dafür bin ich sehr dankbar. Und was ich tun kann, um diese Szene zu unterstützen, das tue ich. Heute möchte ich Matthias Ubert vorstellen. Gerade habe ich über Ihn einen Artikel im Augsburg-Wiki geschrieben:

Matthias Ubert im Augsburg-Wiki

Matthias Stöbener 02.10.2008, 09.33 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kultur | Tags: Matthias Ubert, Künstler in Augsburg,

Gaskesseltreiben zum Zweiten

Gaskesseltreiben Programmübersicht Freitag, den 3. Oktober 08

17.00 - 17.45 Uhr, Freigelände: Compagnie Albedo / Straßentheater

17.30 - 18.30 Uhr, Freigelände: Da Motus! / Bewegungstheater

18.00 - 18.50 Uhr, Freigelände: LElephant Vert / Straßentheater

18.30 - 20.00 Uhr, Freigelände: Dynamogène / Straßentheater

19.00 - 19.45 Uhr, Freigelände: Compagnie Albedo / Straßentheater

19.00 - 20.30 Uhr, Apparatehaus: Ilotopie / Performance

19.30 - 19.50 Uhr, Wassergasbehälter: Deados / Akrobatik

20.00 - 23.00 Uhr Teleskopgasbehälter: Ephémère / Feuerinstallation

20.30 - 20.55 Uhr, Reinigergebäude: Dynamogène / Theaterperformance

20.30 - 20.50 Uhr, Scheiben-Gasbehälter: Da Motus! / Bewegungstheater

21.00 - 21.30 Uhr, Freigelände: Compagnie Off / Installation, Performance

21.00 - 21.20 Uhr, Scheiben-Gasbehälter: Da Motus! / Bewegungstheater

21.30 - 21.55 Uhr, Reinigergebäude: Dynamogène / Theaterperformance

22.00 - 22.30 Uhr, Freigelände: Compagnie Off / Installation, Performance

22.00 - 22.20 Uhr, Wassergasbehälter: Deados / Akrobatik

22.30 - 22.55 Uhr, Reinigergebäude: Dynamogène / Theaterperformance

23.00 - 23.30 Uhr, Freigelände: Compagnie Off / Installation, Performance

Matthias Stöbener 01.10.2008, 13.24 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Veranstaltungen | Tags: Gaskesseltreiben, Gaswerk Oberhausen,

Offener Brief an Erwin Huber

fuellfederhalter_98.jpgSehr geehrter Herr Huber,
wie ich erfahren habe, wollen Sie am 25. Oktober 08 als Parteivorsitzender der CSU zurücktreten. Wenn Sie sich bis dahin nicht wieder anders entscheiden, so haben Sie sicher ab diesem Termin mehr Zeit für andere Aufgaben.

Sollten Sie nach Ihrem Rücktritt manchmal ein paar Minuten Freizeit haben, in der Sie sich ehrenamtlich sozial engagieren möchten, hätte ich ein Angebot für Sie: Im Augsburg-Wiki steht bis heute ein Artikel über die CSU aus. Schön wäre es, wenn Sie dafür eine allgemeine Einleitung und einen geschichtlichen Rückblick schreiben könnten. Hätten Sie das gemacht, könnte ich vielleicht ein Augsburger CSU-Mitglied finden, das bereit wäre, den Artikel mit Blick auf Augsburg zu ergänzen. Das wäre doch eine schöne Werbung für die CSU in Augsburg und könnte vielleicht mithelfen, ihren weiteren Niedergang aufzuhalten.

Das Angebot von meiner Seite aus steht, ich würde mich freuen, wenn Sie mithelfen könnten, die CSU in der Öffentlichkeit richtig darzustellen, gerade in dieser Zeit, da Ihre Partei so in Bedrängnis ist.

Mit freundlichen Grüßen aus Augsburg

PS: Wenn Sie nichts über die CSU schreiben möchten, könnten Sie sich auf für den Artikel "Bayern" engagieren. Ich selbst bin noch nicht dazu gekommen, dieses Stichwort zu bearbeiten.

Matthias Stöbener 01.10.2008, 08.17 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Soziales | Tags: Erwin Huber, Augsburger CSU, Soziales Engagement,

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