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Thema: Augsburger Leistungen

Innovativer Blogdienst aus Augsburg gestartet

Zeitungen verlieren an Bedeutung. Redaktionen werden aufgelöst, zusammengelegt oder anderweitig verschlankt. Die Abo-Zahlen entwickeln sich meist nur in eine Richtung: nach unten. Wo werden wir in Zukunft unsere Lokalnachrichten herbekommen? Zunehmend aus dem Internet. Das Internet ist schneller, direkter, menschlicher - und es ist der Nachbar, der uns darüber informiert, wer was wann wo und warum getan hat. Es freut mich, dass genau an dieser Front auch Augsburger mit ihren Ideen tätig sind.

Horst Thieme und Jan Kuntoff heißen die beiden Kreativen, die "Blokal"  gegründet und in den letzten Monaten entscheidend weitergetrieben haben. Blokal - darin steckt das Wort "Blog" und das Wort "lokal". Was es mit diesem Dienst auf sich hat: Darüber konnte ich mich mit den beiden Gründern von Blokal per Mail und per Telefon unterhalten.

Frage: Hallo Jan, hallo Horst! Ihr seid die Gründer von blokal.de. Könnt ihr in wenigen Worten den Lesern von Blog-Augsburg erklären, was blokal.de ist?

Jan: blokal.de bietet Überblick über die neuesten Blogeinträge Deiner Stadt und fasst sie übersichtlich zusammen. blokal.de hilft somit Bloggern und Bloglesern sich zu vernetzten und die für sie spannendsten Blogs zu entdecken. Und: blokal.de stellt diese Inhalte regional nach Städten sortiert zusammen. Wer bloggt WAS worüber? Und was ist bei mir um die Ecke los?

Das Tolle daran ist, dass wir genau zeigen WO was passiert: Auf unserer großen Stadtkarte ist das Ganze super überschaubar.



Frage: Was wollt ihr mit blokal.de erreichen?

Horst: Die Zahl der Blogs steigt täglich - und das ist gut so. Doch um immer genau das zu finden, was man gerade sucht, muss man wissen: Wo? Wir versuchen dieses Problem mit blokal.de zu lösen. Das erste Feedback der Benutzer war durchwegs positiv, und das hat uns darin sehr bestärkt. Im Endeffekt wollten wir erst einmal unser eigenes Problem lösen: Nämlich die Übersicht über Regional- und Stadtblogs behalten!

Frage: Gibt es in Deutschland nicht schon ähnliche Dienste? Und wie unterscheidet ihr euch von der Konkurrenz? Was ist eure "Killerapplikation"?

Jan: Etwas Vergleichbares gibt es bislang nicht. Es gibt unterschiedliche Blog-Aggregatoren,  ganz vorne dran Rivva oder Newskraft. Aber deren Ergebnisse sprechen für sich und haben eigentlich keine lokale Bedeutung.

Horst: Der eigentliche Gag bei blokal.de ist, dass wir eben nicht wild »irgendwas« aggregieren sondern wirklich ausschließlich Blogs von Stadtbloggern. Die Killerapplikation ist ganz eindeutig die Stadtkarte, also dass wir visualisieren, WO WAS passiert.

Jan: Und das nicht nur von den Blogs, sondern auch von Events, Terminen, Twitter und so weiter und so fort! Die momentane Killerapplikation ist unserer Meinung nach unsere mobile Anwendung: Mit jedem Handy kann man so sofort und unkompiziert seine Umgebung erforschen Beim G1-Handy dank GPS sogar mit nur mit EINEM Klick. Sofort sehen, was um einen herum passiert!



Frage: Wie seid ihr überhaupt auf die Idee zu blokal.de gekommen?

Jan: Den allerersten Anfang hatte das Ganze spät nachts in der Augsburger Mahagonibar, als Horst und ich feststellten, dass wir beide leider viel zu wenig Augsburger Blogs kennen obwohl da ja so tolle Sachen drinstehen! - Da müsste man doch was dagegen unternehmen, dachten wir...

Horst: Und das haben wir dann auch. Da hieß das Projekt noch augsburg-schreibt.de. Ohne viel Werbung zu machen haben wir plötzlich viele regelmäßige Leser gehabt. Und dann haben wir uns gedacht: »Wenn das Relevanz für Augsburg hat dann bestimmt auch für andere Städte!« Und dann haben wir das einfach mal gemacht.

Frage: Mit blokal.de seid ihr ja schon im Sommer 2008 gestartet. Warum habt ihr die Seite noch einmal vom Netz genommen und erst im Februar 2009 wieder aufgeschaltet?

blokal_3.jpgJan: Das hatte verschiedene Gründe. Die komplette Neustrukturierung des Interfaces war sicher einer davon: Wir wollten blokal.de noch intuitiver machen, und die Karte in den Mittelpunkt rücken. Hinzu kommt, dass unser Mann hinter den Servern (Robert Wexler) auch an der Performance gearbeitet hat. blokal.de ist erwachsen geworden und wie in der Pubertät bei Menschen, so musste sich in dem Prozess auch das Internetportal erst einmal zurückziehen und sich seines zukünftigen Auftretens im Zuge der vielen Neuerungen klarwerden. Nur (ab-)rauchen darf es noch nicht ;) Außerdem habe ich in der Zwischenzeit mein Studium abgeschlossen - und bin nun auf der Suche nach einem Job. Das alles kostet neben Nerven auch viel Zeit.

Frage: Könnt ihr ein paar dieser Neuerungen während der »Pubertätskrise« von blokal.de nennen - ohne zu sehr ins technische Detail zu gehen?

Jan: Die wesentlichen neuen Feature sind neben dem neuen Layout besonders folgende: Die Karte ist größer geworden und die Engine ist schneller geworden. Die User wird freuen, dass sie mehr Möglichkeiten haben, sich zu vernetzen. Wir sind übersichtlicher geworden und es bringt Spaß, sich durch die blokal-Welt auf der Karte zu klicken und Neues auf allen Kanälen zu entdecken.

Frage: Das klingt alles so spannend, da muss ich gleich drauf! Was muss ich tun, um dabei zu sein?

blokal_4.jpgHorst: Es ist total easy. Als Blogger brauchst du dich nur einmal zu registrieren und dein Blog aufnehmen zu lassen. Blogleser brauchen sich überhaupt nicht zu registrieren, können aber von zusätzlichen Services profitieren, wenn sie sich ebenfalls registrieren. Und klar: Das Ganze ist kostenlos und wird es für die UserInnen auch bleiben.

Frage: Ein solcher Dienst muss natürlich auch finanziert werden. Ich habe gesehen, ihr bietet verschiedene Arten von Werbung auf blokal.de an. Könnt ihr die Möglichkeiten und den Nutzen für Firmen kurz erklären?

Horst: Das ganze ist als Non-Profit-Projekt gestartet. Trotzdem haben wir Kosten und die versuchen wir mit verschiedenen Werbemöglichkeiten hereinzubekommen. Neben der traditionellen Bannerwerbung haben wir ein - wie wir meinen - ganz tolles Feature: Firmen, Kneipen, Fitnessstudios oder Cafés können direkt auf der Stadtkarte werben. Sie sind dann immer sichtbar (also nicht nur, wenn man über sie geschrieben hat). Klickt man auf diese Fähnchen, erhält man eine Kurzbeschreibung zum Beispiel zu einer werbenden Kneipe und kann den Link zu der Webpage der Lokalität klicken. Gerade für die Anwendung mit dem Handy wird das besonders interessant: Blog- und Werbeempfehlungen können dann auch bei physischer Nähe gegeben werden quasi im Vorbeigehen!

Frage: Das klingt nach starker Konkurrenz für andere lokale Medien, etwa Lokalzeitungen ...

Horst: Naja, das Radio hat nicht die Tageszeitung, der Fernseher nicht das Radio und das Internet nicht das Fernsehen »gekillt«. Aber klar: Blogs sind unmittelbarer und oft viel schneller und einfach »echter« als Lokalzeitungen. Wir sehen sie als Ergänzung zu den herkömmlichen Medien. Durch die Aggregation der Blogs haben wir so etwas wie eine lokale Blog-Zeitung geschaffen. Schließlich muss man in der Tageszeitung auch nicht zu verschiedenen Kiosken rennen, um dort Sport, Kultur oder andere Nachrichten aus der eigenen Stadt zu erfahren.

Jan: Das Regionale war und ist immer schon für den Menschen von besonderer Bedeutung. Wir sind wohl die regionalste »Zeitung«, denn bei uns liegt die Information im besten Fall wirklich »vor der Haustür«. Und das sogar ohne zum Briefkasten rennen zu müssen.

Frage: Die Idee von blokal.de ist sicher nicht nur für Deutschland interessant. Sind auch andere Länder in der Planung?

Jan: Derzeit haben wir erst einmal vor, den Service in Deutschlad bekannter zu machen. Wenn das erfolgreich ist, kann man natürlich an mehr denken... Derzeit denken wir über eine Ausweitung der ganzen Geschichte in eine andere Richtung nach Wohin? Seid gespannt.

horst_thieme_und_jan_kuntoff.jpgFrage: Wann kommt die nächste Weiterentwicklung und könnt ihr schon andeuten, was es sein wird?

Horst: Wir sind gerade mal seit ein paar Tagen frisch zurück online. Eine Weiterentwicklung findet quasi somit jeden Tag statt. Dank den Bloggern und unserer User wird blokal.de immer NOCH besser werden. Eine GPS-Unterstützte Handy-Version ist bereits auf dem Markt, weitere und bessere werden folgen.

Jan: blokal.de wird stets weiter wachsen und immer tolle Überraschungen bereithalten. Mit der neuen Version ist es reibungslos möglich Weiterentwicklungen und Verbesserungen einzuführen: »Panta rhei« (alles fließt) wie Heraklit sagt...

Ich danke euch beiden für das interessante und informative Angebot. Mich habt ihr von euerem neuen Angebot überzeugt. Ich drücke euch die Daumen, dass es in Ganz Deutschland ein Erfolg und vielleicht darüber hinaus ein Erfolg wird.

Links:

www.blokal.de

mobil.blokal.de





Matthias Stöbener 19.02.2009, 08.07 | (2/0) Kommentare (RSS) | (2) TB | PL

Stadtpfeiferei

Bei der Überschrift denkt vielleicht mancher, jetzt schreibt er noch einmal etwas zum Augsburger Stadtrat. Vielleicht, welche falschen Töne da im Zusammenhang mit dem Abgang von Herrn Seinsch gepfiffen wurden. Nein, nein, keine Sorge! Meinetwegen können die Stadträte so viele falsche Töne pfeifen, wie sie wollen, heute interessierte ich mich für etwas anderes.

Ich habe mich mit einem Stück Augsburger Musikgeschichte beschäftigt. Mit jenem Stück Musikgeschichte, das die Basis des Philharmonischen Orchesters von Augsburg ist. Und dessen Geschichte reicht weit in das Mittelalter hinein. Ja, Augsburg war eine der ersten deutschen Städte, die ihre Musikproduktion auf eine geregelte Grundlage stellten. Dazu einfach den Artikel im Augsburg-Wiki lesen:

Augsburger Stadtpfeifer


Ich gehe mal davon aus, dass die Stadtpfeifer, die ich in diesem Artikel beschreibe, nicht so chaotisch in der Gegend rumgepfiffen haben wie manche Augsburger Stadträte von heute.

Matthias Stöbener 05.10.2008, 18.41 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Newsletter des Augsburger Zoos

Heute erst habe ich den August-Newsletter des Augsburger Zoos gelesen. Ein großes Lob an die Zoodirektorin. Ich war früher nie ein Freund von Zoos und interessierte mich auch nicht besonders für Tiere. Das hat sich mit Frau Dr. Jantschke, die den Zoo in Augsburg leitet, gründlich geändert. Und seit ich für das Augsburg-Wiki den Artikel über den Zoo geschrieben habe, bin ich schon oft im Zoo gewesen. Sogar mit einer Familie aus München, die fand, der Augsburger Zoo biete für Kinder mehr als der Münchener. Vor allem sei super, dass die Kinder in Augsburg näher an die Tiere kämen.



Aber zurück zum Newsletter des Zoos. Ich kann ihn nur empfehlen zu abonnieren. Man bekommt ihn jeden Monat und er informiert über Geburten, Neuzugänge, über Veranstaltungen, über Baumaßnahmen und vieles mehr. Dabei ist er so liebevoll geschrieben, dass man wirklich Lust bekommt, den Zoo immer wieder zu besuchen. Besonders toll sind natürlich die "Babyfotos" der Tiere.

Informationen über den Augsburger Zoo finden sich im Augsburg-Wiki. Den Newsletter des Augsburger Zoos kann man auf der Webseite des Zoos direkt bestellen.

Das verwendete Bild stammt von Krümel / pixelio.de .

Matthias Stöbener 25.08.2008, 17.48 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Ende der Kindheit

Die Augsburger Puppenkiste ist die bekannteste Augsburger Leistung. Wer außerhalb von Augsburg wohnt, kennt zumeist die Augsburger Puppenkiste, die viele von uns während der Kindheit begleitet hat. Unvergesslich die Momente, wenn sich die Kiste auf der zu meiner Zeit noch schwarzweißen Flimmerscheibe öffnete und Kater Mikesch, das Maunzerle, Ping Pinguin und Co. in Aktion traten.

Je älter man wird, desto öfter, scheint mir, denkt man an die eigene Kindheit zurück. Seit ein paar Tagen weiß ich auch, wann meine Kindheit endete. Bastian Sick hat es auf SPIEGEL ONLINE so formuliert: "Die Kindheit ist vorbei, wenn man bei der Augsburger Puppenkiste die Fäden sieht!" Dem ist nichts hinzuzufügen.

Sollten Sie Ihrer Kindheit nachspüren wollen, vielleicht ist das Augsburger Puppentheatermuseum einen Besuch wert und der Ort, wo das am besten gelingt.

Matthias Stöbener 24.05.2008, 12.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Tolles Video von Impotenz

Matthias Stöbener 17.05.2008, 20.20 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Wasser marsch

Jeden Tag drehe ich zig Mal das Wasser auf. So gut wie nie mache ich mir klar, was für eine Leistung es bedeutet, dass ich fließendes Wasser genießen kann. Ich bräuchte die Zeit nur ein paar Jahrzehnte zurückdrehen und schon würde ich Menschen mit Eimern und Kannen zum Brunnen gehen sehen. Nicht nur auf dem Land.

Augsburg war in der Versorgung seiner Bevölkerung mit Wasser schon immer innovativ. Schon lange bevor andere Städte nur daran dachten, hatten die Augsburger schon eine ausgefuchste Versorgung mit Wasser. Kein Wunder: Augsburg ist eine der wasserreichsten Städte der Welt. Man braucht hier nicht von weit das Wasser herholen, sondern hat direkt im Stadtgebiet einwandfreies Wasser, das in Tests besser als die meisten Mineralwässer abschneidet.

Die moderne Zeit der Wasserversorgung brach in Augsburg 1879 an. Damals eröffnete man das Städtische Brunnenwerk am Hochablass. Was es damit auf sich hat, kann wer will, hier nachlesen:

Wasserwerk am Hochablass im Augsburg-Wiki


Matthias Stöbener 13.05.2008, 18.14 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Freitag 20. Juni


Den Termin sollte sich dick markieren, wer Impotenz will. Impotenz macht wieder Augsburg unsicher. Ab 20 Uhr in der neuen Musik-Kantine im Kulturpark West in der Somme-Straße beim Kulturhaus Abraxas. Karten gibt es für sechs Euronen an der Abendkasse. Der Triebtäter-Sound der Band soll nicht nur steife Ohren machen. Wer sich vorher über die Band informieren will, ist im Augsburg-Wiki richtig:

Weitere Infos zu Impotenz!



Matthias Stöbener 11.05.2008, 16.53 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Fridolin

Fridolin hieß der Journalist der Augsburger Allgemeinen Zeitung, der 1993 die so genannte Amigo-Affäre aufdeckte. Fridolin Engelfried. Dafür bekam er 1994 den "Wächterpreis der Tagespresse". Der damalige Ministerpräsident Streibl hatte sich von seinem Freund Burkhart Grob, einem Unternehmer, im Urlaub auf eine Hazienda in Brasilien einladen lassen. Streibl musste auf öffentlichen und parteiinternen Druck zurücktreten. Und die Bayern bekamen Stoiber. Noch Monate soll die CSU Druck auf Fridolin Engelfried ausgeübt haben, den Namen des Parteimitglieds herauszurücken, das nicht dicht hielt. So sind sie eben, die mächtigen bayerischen Staatsparteien.



Die Amigo-Affäre hat dazu beigetragen, dass sich der Bundesbürger immer mehr aus der Politik zurückzieht, den Parteien immer weniger Glauben schenkt. Andererseits gehen immer mehr Menschen gegen Korruptionstendenzen vor und decken sie auf. Amigo-Affären werden nicht mehr geduldet, Spezlwirtschaft und Verfilzung stehen auf der schwarzen Liste. Es kam zur Verschärfung entsprechender Gesetze. Bestechlichkeit wird nicht mehr als Kavaliersdelikt gesehen.

So gesehen hat der damalige Münchenkorrespondent der Augsburger Allgemeinen einen Stein ins Rollen gebracht, der ruhig noch heute rollen darf. Ich wünsche mir auch heute noch viele Fridolins.

Matthias Stöbener 21.12.2007, 17.50 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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