Blog Augsburg - Augsburg und Augsburger im Blog





Bloggernetz - der deutschsprachige Pingdienst
Bloggeramt.de
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de
Blogs
Blogverzeichnis

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Humbelbumbel

Neue Studie zur Augsburger Politik

Nach eigenen Recherchen zu Beginn des Monats Januar 2010 leiden immer mehr Augsburgerinnen und Augsburger unter der vielfach content-freien Politik ihrer Stadtpolitiker. In der nicht-repräsentativen Studie beschwerten sich Augsburger Bürgerinnen und Bürger, dass ihre Politiker immer öfter nach dem Motto handelten: "Politik ist ein schmutziges Geschäft, ich halte mich da heraus." Vor allem die Privatisierung der Augsburger Politik stößt vielen Betroffenen ungut auf. Sie vermuten dahinter oft eine Anpassung der Realität an Gesetze, die von der Politik beeinflusst werden können. Manche Befragte gaben ihrer Meinung Ausdruck, dass ihnen in der Augsburger Politik besonders die immer wieder versuchte Überwindung von Naturgesetzen nicht gefällt.

Mehr als 60 % der befragten Augsburger hoffen, dass die Zeitverträge von Augsburger Politikern nach der jetzigen Legislaturperiode nicht mehr verlängert werden und der ein oder andere politische Kopf das verdiente Rentenalter erreicht. Viele würden diesen Politikern sogar die Bestellung in den Aufsichtsrat eines führenden Unternehmens gönnen, wenn sie dafür nur aus der öffentlichen Wahrnehmung treten würden. Auch der Rücktritt (spontaner Eintritt in das Frührentenalter) einzelner Augsburger Politiker würde von nicht weniger als 22 % der befragten Augsburger Bürgerinnen und Bürgern goutiert. (Achtung: Dies ist ein satirischer Beitrag!)

Matthias Stöbener 19.01.2010, 08.22 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Puppenkiste statt Minarett

Ich hatte in der Pfalz Verwandte besucht und fuhr nach Augsburg zurück. Über die A 8. Von weitem schon das Schild, das an der Autobahn für Augsburg werben soll. Sie wissen schon: das weiß-braune Schild, das auf kulturelle Eigenheiten einer Region oder Stadt hinweist. Von weitem wirken das Rathaus und der Perlachturm, die auf dem Schild abgebildet sind, wie eine Moschee mit einem Minarett. Zu schnell ist meiner Meinung nach der Autofahrer an dem Schild vorbei gefahren, um "Stadt der Renaissance" lesen zu können. Und ich wette, dass von 100 Autofahrern keine zehn wissen, dass die abgebildeten Gebäude das Rathaus und der Perlachturm sind.


Wer nur ist auf die Idee gekommen, mit dem Perlachturm und dem Rathaus an der Autobahn für Augsburg zu werben? Warum hat man nicht Jakob Fugger abgebildet und Fuggerstadt darunter geschrieben? Darunter können sich wahrscheinlich noch mehr Menschen etwas vorstellen als unter dem jetzigen Schild. Aber am besten wäre doch: Augsburg - Stadt der Puppenkiste. Und abgebildet die Tore der Puppenkiste und Jim Knopf oder Urmel. Sofort hätte der Autofahrer einen positiven Eindruck der Stadt. Den braucht er ja auch, um hinter den langweiligen Logistikhallen und dem Müllverbrennungsanlagen-Ungetüm eine nette Stadt zu vermuten. Also warum nicht schnell das jetzige Schild abschrauben und durch ein Puppenkistenschild ersetzen?

Matthias Stöbener 03.01.2010, 11.49 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Bewerbung als Chef der Bayern LB

Gerade habe ich aus den Nachrichten erfahren, dass Michael Kemmer, der bisherige Chef der Bayerischen Landesbank, seinen Hut genommen hat und man einen neuen Vorstandschef für die marode Bank sucht. Hiermit bewerbe ich mich öffentlich um diesen Posten. Ich denke, ich habe dazu die besten Voraussetzungen:

* Ich bin nicht in der CSU: Diese Partei steuerte die Politik der Bayerischen Landesbank bisher maßgeblich.
* Ich kann 1 + 1 rechnen und auch mit Multiplizieren bis 100 und Dividieren (mit ganzen Zahlen) kenne ich mich aus.
* 3,75 Milliarden € soll den bayerischen Steuerzahler allein das Balkanabenteuer mit der Hypo Group Alpe Adria kosten: So etwas käme mit mir als neuem Vorstandschef der BayernLB nicht vor, weil ich gar nicht weiß, wie viele Nullen diese Zahl hat und wie viele Nullen es braucht, um einen so hohen Verlust zu generieren.
* Argwohn kommt bei mir auf, wenn mir irgendein Mensch weismachen will, dass ein Investment ein todsicheres Geschäft sei.
* Was meine Frau und ich nicht verstehen, davon lassen wir die Finger.
* Bevor ich etwas entscheide, höre ich mir verschiedene Seiten an. Und so lange die nicht einer Meinung sind, lasse ich die Finger von einer Sache.
* Als Kind habe ich mein Sparkässchen brav am Weltspartag zur Bank gebracht. Mir fällt es im Traum nicht ein, über so einen Brauch zu lächeln.
* Ich habe noch nie mehr Schulden gemacht, als es brauchte, um eine Wohnung zu kaufen. Und ich habe nicht vor, jemals in meinem Leben mehr Schulden zu machen.
* Für mich sind Summen wie 50.000 € keine Peanuts. Ich weiß, dass die meisten Leute dafür mindestens ein Jahr lang schuften müssen und dann noch die Hälfte vom Staat weggenommen bekommen.

Vielleicht wird der ein oder andere Banker, der meine Bewerbung zu dem wichtigen Posten bei der BayernLB liest, die Nase rümpfen und denken: Der Typ spinnt doch! Wie soll der mit diesen Fähigkeiten die BayernLB lenken? Aber ehrlich: Glauben Sie, dass ich mehr Schaden anrichten könnte als die Herren, die bisher die Geschicke der Bayerischen Landesbank gelenkt haben?

Matthias Stöbener 14.12.2009, 21.09 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Namensrecht der Stadt Augsburg

In den letzten Tagen hat die Verwaltung der Stadt Augsburg für viel Wirbel in Deutschland gesorgt. Sie hat einen Blogger abgemahnt, der www.augsburgr.de als Domain registriert hatte und die Stadt fragte, ob er unter dieser Adresse bloggen dürfe. Statt einer Antwort JA oder NEIN bekam der Blogger eine Abmahnung, weil durch die Adresse angeblich das Namensrecht der Stadt verletzt sei. Nach bundesweiten Protesten in der deutschen Bloggerszene ruderte die Stadt zurück und der Oberbürgermeister versicherte dem Blogger, dass er auch die Anwaltskosten von etwa 1.900 Euro nicht zu zahlen brauche.


Zum rechtlichen Hintergrund: Zwar haben Städte ein Namensrecht, aber es genießt im Gegensatz zum Namensrecht einer natürlichen Person nur eingeschränkten Schutz, wenn man einem Düsseldorfer Gericht, das auf www.urteilsticker.de zitiert wird, glauben darf. Das Urteil klingt vernünftig und scheint einen Ausgleich der verschiedenen Interessen zu schaffen.

Es braucht viel Mut, heute ein Blog oder überhaupt eine Webseite im Netz zu betreiben. Ständig drohen Schwierigkeiten oder Abmahnungen. Das ist eine enorme Bedrohung der freien Meinungsäußerung und des Presserechts, denn nicht jeder Blogger oder Webseitenbetreiber kann sich die enormen Kosten von Abmahnungen leisten - und seien es nur die eigenen Anwaltskosten.

Wenn nun jemand über Augsburg und die Augsburger ein Blog oder eine Webseite betreibt, warum macht er das? Da gibt es sicher viele Gründe. Möglicherweise hat er sich über die Politik geärgert und will "denen da oben" die Meinung sagen. Vielleicht hat er gute Ideen, die er sonst nirgends unterbringen kann und dennoch an die Öffentlichkeit bringen will. Vielleicht ist er einfach nur eitel und will jedem zeigen: Schaut mal her, was ich für ein tolles Blog betreibe, was für eine tolle Webseite ich haben. Es gibt sicher auch Leute, die eine Augsburg-Seite aus Lokalpatriotismus betreiben, weil sie Augsburg lieben, weil sie sich für diese Stadt einsetzen wollen.

Kann man all diese Webseiten über einen Kamm scheren? Wäre es nicht ein bürgernaher Ansatz einer Stadt zu sagen: "Hallo Blogger, hallo Augsburger Webseitenbetreiber! Schön, dass ihr über Augsburg bloggt, über Augsburg schreibt. Wir laden euch ein zu einem großen Treffen der Augsburger Blogger und Webseitenbetreiber. Ihr stellt euch vor und sagt, was ihr macht und vielleicht können wir zusammen noch mehr für die Stadt Augsburg machen! Vielleicht gibt es Möglichkeiten der Zusammenarbeit, die wir jetzt noch gar nicht kennen. Wir finden es zwar nicht schön, dass wir die Deutungshoheit über die Stadt Augsburg aufgeben müssen und es heute nicht mehr nur die Stadthomepage gibt, aber wir freuen uns auf das Gespräch mit euch Bloggern und Webmastern der Stadt Augsburg. Ihr seid ein wichtiger Faktor für die Zukunft des Augsburger Wirtschaftslebens, die Augsburger Kultur, den Augsburger Tourismus. Und deshalb wollen wir gerne mit euch ins Gespräch kommen statt euch abzumahnen. Gerne auch kritisch. Wir wollen ja wie ihr, dass Augsburg besser wird, lebenswerter und anziehender."

Die Zeiten ändern sich. Was heute durch Abmahnungen und ähnliche Aktionen unterdrückt wird, das sucht sich in anonymen Foren seinen Ausdruck. Ich denke, so etwas schadet einer Stadt wie Augsburg mehr als ein offenes Gespräch oder ein offener Disput. Ich brauche dazu nur zu lesen, was Menschen in das Forum des SPIEGEL wegen der städtischen Abmahnung des Bloggers, der sich angeblich am Namensrecht der Stadt verging, über Augsburg geschrieben haben.

Matthias Stöbener 25.11.2009, 20.00 | (1/0) Kommentare (RSS) | (1) TB | PL

Augsburger Stadthomepage voller Werbung

Seit einiger Zeit ist auf dem Internet-Portal der Stadt Augsburg Werbung geschaltet. Die Sparkasse verspricht eine tolle Altersvorsorge, Allsecur wirbt mit günstigen Kfz-Versicherungen, Wüstenrot für billiges Baugeld. Und auch Google-Werbung, Werbung von Ligatus und anderen Werbenetzwerken ist auf den städtischen Webseiten zu lesen. Ganz toll finde ich die Werbung von eprimo, dem energiediscounter. Die Stadtwerke und Lechwerke werden sich sicher über diese Werbung auf den Seiten der Stadt freuen, denn man verspricht einen Wechselbonus von 100 Euro und dass der Strom von eprimo ganz toll billig ist.

Sicher, die Stadt ist klamm. Aber dennoch möchte ich die kritische Frage stellen, ob so viel Kommerzialisierung der städtischen Homepage sein muss. Wir kennen es ja schon von Zeitungen und Zeitschriften, dass die nicht mehr ganz objektiv sind, wenn es um negative Nachrichten über einen wichtigen Anzeigenkunden geht. Als Bürger erwarte ich von einer städtischen Webseite Unabhängigkeit oder sagen wir: wenigstens den Anschein von Unabhängigkeit. Die ist aber meiner Meinung nach nicht mehr gewahrt, wenn eine Stadt beginnt, Werbung auf ihren Webseiten zu schalten. Für mich ist das kein guter Stil. Schon die städtische Bürgerzeitung sucht sich über Werbung zu finanzieren. Auch das finde ich keinen guten Stil einer staatlichen Institution.

Und noch ein anderer Aspekt. Wenn ich einer der Chefs der Augsburger Allgemeinen wäre, würde mir dieses Vorgehen der Stadt Augsburg ganz schön deftig in der Nase kribbeln. Denn ein solches Verhalten der Stadt ist meiner Meinung nach gegenüber der Augsburger Allgemeinen, die ja ihre Dienstleistungen durch Werbung finanzieren muss, nicht fair. Die Stadt hat zudem den Vorteil, dass wir Bürger durch unsere Steuern ihre verschiedenen Dienstleistungen finanzieren oder sie Schulden machen kann, um solche Dienstleistungen zu finanzieren, ein Weg, der Unternehmern nur eine gewisse Zeit zur Verfügung steht, während der Staat oder eine Stadt eigentlich nicht bankrott gehen können.

Ich habe fast den Eindruck, die Stadt Augsburg "rüstet" ihre Webseite auf. Was ich damit meine? Es scheint, als ob die Stadt ihre Seite mit mehr Inhalten aufpeppt, fast erinnert mich die Stadthomepage schon an eine Zeitung. Da gibt es eine Rubrik "Aktuelles" und "Im Blickpunkt", Pressemitteilungen, einen Regioticker der AZ und einen Pressespiegel. Außerdem Baustelleninfos, Bildergalerien, eine Wetterstation, einen interkulturellen Stadtplan und und und. Selbst Podcasts des OB werden schon unter die User gestreut.

Wahrscheinlich wird die Entwicklung weitergehen. Das kann dazu führen, dass wir unsere Lokalnachrichten am Ende über die Homepage der Stadt beziehen. Ich bin gespannt, was sich die kreativen Köpfe in den Augsburger Amtsstuben noch alles einfallen lassen. Jedenfalls wird die Augsburger Medienlandschaft mit jedem Tag bunter. Nur die Frage, ob auf der Stadthomepage Werbung sein muss, sollten die Männer und Frauen im Rathaus meiner Meinung nach noch einmal überdenken.

Matthias Stöbener 08.11.2009, 14.33 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Ein unverhüllter Augsburger Hintern

Heutzutage meint jeder, dass er zeigen kann, was er will. Das ist natürlich ungeheuerlich ungehörig. Und es ist gut, dass in Augsburg Sitte und Anstand gewahrt werden. Wer will schon in Augsburg die sittliche Verrohung, wie wir sie von anderen Großstädten kennen? Für alles gibt es Grenzen der Moral. Das war früher so und das muss auch heute so sein. Besonders in einer Stadt, wo viele Leute mit unterschiedlichen Moralvorstellungen zusammen leben müssen.

 
Leider muss ich heute aus unserer schönen Stadt am Lech einen Höhepunkt sittlicher Verrohung melden, den ich mir so in meinen schlimmsten Träumen nicht vorstellen konnte. Mit einem Freund war ich am Samstag am Augsburger Dom fotografieren. Per Teleobjektiv sind mir die Figuren des Doms so nahegerückt, dass ich jedes Detail erkennen konnte. Plötzlich traute ich meinen Augen nicht mehr: In der Nähe des Portals Richtung Stadt fiel mein Teleauge auf - einen nackten Hintern! Am Dom! Da, wo die Leute in den Gottesdienst gehen. Ein Skandal! Dass das noch nicht in der Augsburger Skandalzeitung aufgegriffen wurde!

Ich bat meinen Freund ein Bild zu machen. Er hat das bessere Objektiv, kann Bilder bearbeiten. Sie sehen das Bild von Georg Lehmacher in diesem Beitrag und können sich selbst von dem Augsburger Dom-Hintern überzeugen. Ich finde es ungeheuerlich! Wenn das Kinder sehen! Die müssen doch einen Schock fürs Leben bekommen!

Meiner Meinung nach gehört so etwas sofort verhüllt oder mit einer Decke überworfen.

Matthias Stöbener 08.09.2009, 08.23 | (0/0) Kommentare | TB | PL

In Augsburg ist die Luft raus

Es lag nicht nur am Urlaub, dass ich hier schon lange nicht mehr gebloggt habe. Bei mir macht sich der Eindruck breit, in Augsburg passiert nichts mehr. Und selbst die Augsburger scheint nicht mehr zu wissen, was sie schreiben soll. Oder wie soll ich es deuten, dass sie jetzt den OB Gribl mit seinem Mercedes-Bus vorstellt? Wie wenn irgendjemanden interessieren würde, wie Dr. Gribl in seinem Bus zur Messehalle fährt und dort plastinierte Liebesakte mit eigener Hand verhüllt. Das alles darf nicht wahr sein!

Wie lebendig, wie frei und ungezwungen war es doch in der Pfalz, wo ich mit Wein, Weib und Gesang Urlaub machte! Mein Herz hat sich geweitet. Die Menschen waren offen und freundlich, wildfremde Menschen grüßten mich, halfen mir weiter. Sowas habe ich in Augsburg selten erlebt. Und auch das angrenzende Elsass ist ein Landstrich, durch den ein freier Geist weht, keine "Was wir jetzt brauchen ist Sicherheit"-Plakate. Es sind ängstliche Spießbürger, die durch solche Plakate angesprochen werden sollen, nicht erwachsene Menschen. Aber das entspricht wohl der Mentalität hier im weltstädtischen Augsburg.

Ja, der Wahlkampf! Eigentlich hatte ich gedacht, nach dem Urlaub geht es los. Endlich kriegt das Volk mal etwas geboten. Aber einen solch schlappen Wahlkampf habe ich in meiner 47-jährigen Amtszeit noch nicht erlebt. Das einzig Originelle, auf was bestimmte Parteien gekommen sind, scheinen Kopfplakate in Abständen von 10 Metern zu sein. Es tut mir leid um die vielen Bäume, die dafür die Erde verlassen mussten. Am liebsten würde ich all den netten Politikerköpfen einen schönen Urlaub wünschen - und zwar einen ewigen. Nur den Grünen, den Linken und hin und wieder der SPD fallen auf ihren Plakaten noch Inhalte, für die sie stehen, ein. Die Wähler der anderen Parteien wählen wohl nur nach Sympathie und Inhalte scheinen ihnen egal.

Nur eine Partei fällt da ein wenig aus dem Rahmen: die Piraten. Klar zum Ändern! Noch wollen sie ja nicht allzu viel ändern. Ein bisschen mehr Persönlichkeitsschutz und ein bisschen weniger Urheberrecht (Was ist denn das?) wollen sie. Da bieten sie nicht viel Angriffsfläche für die Wahlkampfmaschinerie der Etablierten. Man kann sie nicht als Rote Socken diffamieren und kann sie nicht in die rechtsradikale Ecke stellen. Tja, was soll man mit diesen Jungs machen, diesen Kreativen, diesen Internetusern, dieser Speerspitze der technologischen Revolution?

Wenigstens haben sie nette Ideen. Z. B. haben sie jetzt den 17. September 2009 zum Opt-Out-Day proklamiert. Jeder soll an diesem Tag auf seine örtliche Meldebehörde gehen und schriftlich der Weitergabe seiner Adressdaten widersprechen. Angeblich würden nämlich die kommunalen Meldebehörden immer öfter die Daten ihrer Bürger an Parteien und Adressbuchverlage herausgeben - völlig legal, wenn der Bürger dem nicht widerspricht. Weiter Informationen findet man auf der Webseite optoutday. Das hat was von Mahatma Ghandis gewaltlosem Widerstand.

Matthias Stöbener 27.08.2009, 21.29 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Zum x-ten Mal: Gribl gegen Löb

Deutschlands Hauptstadt der Justiz bleibt nicht nur wegen Waffenschiebern in Erregung. Auch lokale Fälle beschäftigen sie weiter schwer. So kommt es heute im Strafjustizgebäude Gögginger Str. 101, Zimmer 180 im 3. OG um 11 Uhr zu einer Berufungsverhandlung in Sachen angeblicher Verleumdung des Oberbürgermeisters Dr. Kurt Gribl durch das Augsburger Unikum Arno Löb.

Arno Löb ist laut eigenen Aussagen froh, dass es jetzt zu diesem Berufungsprozess kommt, will er doch angeblich dazu beitragen, dass ein leidiges Gerücht aufgeklärt wird. Mal sehen, ob ihm das im Laufe des Prozesses gelingt.

Was mich wundert: Dass die Augsburger Allgemeine den früheren Schlagabtausch zwischen dem OB und dem Krimi-Autor immer genauestens dokumentiert hat, aber anscheinend nichts über die Berufungsverhandlung weiß, jedenfalls bisher noch nicht darüber berichtet hat.

Matthias Stöbener 07.08.2009, 09.32 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Der Oberbürgermeister zieht den Kürzeren

Gegen manchen Augsburger konnte sich unser Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl schon durchsetzen. Auch gegen gestandene hohe Verwaltungsbeamte. In dem stadtbekannten Autor Arno Löb, von dem unter anderem die Augsburg-Krimis stammen, hat er jetzt wohl seinen Meister gefunden.

Jedenfalls gibt es eine Verfügung des Landgerichts Augsburg vom 4. Juni, in der dieses das Urteil des Erstgerichts kassiert (dort war Löb wegen Beleidigung des OBs zu einer Strafe von 2.400 Euro verurteilt worden) und der Richter Lenart Hoesch die angeblich von Arno Löb gegen OB Gribl vorgebrachte "Beleidigung" als Satire einstuft und die Staatsanwaltschaft Augsburg auffordert, das Verfahren einzustellen.

Das bedeutet, dass Arno Löb keine Strafe zahlen muss und die Angelegenheit um die Gerüchte bezüglich des Privatlebens unseres Oberbürgermeisters nun wohl ein Ende haben werden.

Schade finde ich, dass Herr Dr. Kurt Gribl sich mit diesen Gerüchten überhaupt abgegeben hat. In der Zeit, in der er sich um die strafrechtliche Verfolgung eines stadtbekannten Augsburger Enfant terrible kümmerte, wäre er zum Wohl der Augsburger auf seiner 100-Punkte-Liste vielleicht weiter als auf Punkt 17 gekommen.

Matthias Stöbener 05.07.2009, 11.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL

1. Deutsche Döner-Verbotsstadt Augsburg

Gerne lässt sich Augsburg als Mozartstadt feiern. Oder als Römerstadt. Oder Fuggerstadt. Selbst Lutherstadt will man sein, weil Luther hier mal ein paar Worte gesagt hat und man eine Treppe vorweisen kann, mit deren Stufen Luthers Schuhe wahrscheinlich mal eine Berührung hatten. Jetzt kommt eine neue Titulatur hinzu: Deutsche Döner-Verbotsstadt (abgekürzt DDV). Viele AugsburgerInnen und Augsburger haben lange auf dieses neue touristische Image ihrer Stadt hingearbeitet. Aus unterrichteten Kreisen habe ich erfahren, dass bald schon T-Shirts mit dem neuen Augsburg-Emblem gedruckt werden sollen: Es zeigt eine Hand, die einen Döner hält, der mit einem Stopp-Schild übermalt ist. Darüber in echten gotischen Lettern: Döner-Verbotsstadt Augsburg.

Das Schöne an diesem neuen Emblem und der neuen Titulatur für Augsburg ist die schnelle und leichte Einprägsamkeit, wie ein Münchener Marketing-Experte, der nicht genannt sein will, feststellt. "Mit dem Claim `Döner-Verbotsstadt´ könnte Augsburg sogar das schöne Wort Münchens `Weltstadt mit Herz´ toppen. Wie das Herz ein allgemeines und in allen Kulturen bis nach Japan verständliches Symbol ist, erfasst selbst ein Fidschi-Insulaner die Bedeutung des mit einem Stopp-Schild versehenen Döners und weiß, was ihn in Augsburg erwartet. Und genau das ist das Geniale dieser Art, die Stadt Augsburg zu vermarkten." Gefragt, welche Art von Touristen und Besucher dieser neue Augsburg-Claim anzieht, meint der Münchener Marketing-Experte im Interview: "In erster Linie Ordnungsmenschen. Und sie bilden die Mehrheit der Weltbevölkerung. Dann aber auch Döner-Feinde, im weiteren Sinn Fastfood-Feinde. Das ist eine stark wachsende und potente Zielgruppe, die anzulocken Augsburg anscheinend jetzt den richtigen Weg gefunden hat."

Angesichts solcher Vorteile für Augsburg im Konkurrenzkampf mit der Bayernmetropole München, in der noch kein Verbot des Döner-Straßenverkaufs ab 1 Uhr in der Nacht gilt, fordert der Münchener Marketing-Fachmann ein schnelles Nachziehen der Weltstadt mit Herz. Es könne nicht angehen, dass sich Augsburg mit dem Döner-Verbot auf Kosten von München die "besseren und finanzkräftigeren" Touristen und Besucher aus aller Welt heranziehe.

Allerdings rät der Münchener seinem Oberbürgermeister mit Reaktionen noch abzuwarten, bis endgültig klar ist, ob es die Stadt Augsburg durchhält, den nächtlichen Verkauf von Döner zum Mitnehmen ab 1 Uhr zu verbieten. Es wäre allerdings schade, wenn die Stadtverwaltung gerade an diesem Punkt wieder einknicken würde, denn wahrscheinlich ist Augsburg sogar die erste Stadt weltweit, die den Ehrentitel »Döner-Verbotsstadt« tragen kann. Und darauf können alle Augsburger mindestens so stolz sein wie auf ihr Kasperltheater in der Augsburger Puppenkiste.

Matthias Stöbener 09.06.2009, 08.50 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

RSS 2.0 RDF 1.0 Atom 0.3
Blog Augsburg - Augsburg und Augsburger im Blog
Suche
Es wird in allen
Einträgen gesucht.
Letzte Kommentare:
Erich Zimmermann:
Wir sammeln konstruktiv Geld gegen die Pleite
...mehr

Augschburgr:
Man kann es auch übertreiben. Ich empfehle ei
...mehr

Flüge:
Kann mich eurem Beitrag hier nur anschließen
...mehr

Miriam:
Nehmen die auch Frauen ? =)
...mehr

feminisierte:
Um ganz ehrlich zu sein hab ich noch nie von
...mehr