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Thema: Kultur
Traurig, traurig
Augsburg verliert unter Kulturschaffenden immer mehr an Attraktivität. Nicht nur, dass viele Künstler die Augsburger Kulturpolitik kritisieren, jetzt wollen anscheinend die ersten Künstler Augsburg ganz hinter sich lassen. Künstler, auf die Augsburg nicht verzichten kann! Künstler, ohne die Augsburg nicht Augsburg wäre. Künstler, die für Aufregung in der ansonsten noch im 18. Jahrhundert lebenden Möchtegern-Kulturhauptstadt Europas sorgen.
Waldsassen (bairisch: Woldsassn), die Stadt im Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth z. B., erscheint dem bekannten Augsburger Krimi-Schriftsteller und Dracula-Forscher Arno Löb sehr attraktiv. Im Moment befindet er sich auf Reisen durch die bayerischen Gefilde, um sich - wie er sagt - einen "kulturell attraktiveren" Lebenskreis zu suchen. Über das kulturelle Zentrum des Oberpfälzer Stiftslands gerät Löb geradezu ins Schwärmen. Die Menschen seien viel freundlicher und kulturell aufgeschlossener als die Augsburger (was ja keine Kunst ist) .
In höchsten Tönen lobt er, was in Waldsassen für die Musik getan wird: In der Basilika konzertierten bedeutende Orchester (beispielsweise die "Bamberger Symphoniker") und Dirigenten (zum Beispiel Leonard Bernstein, Colin Davis). Darüber hinaus finden, von der Stiftung Kultur- und Begegnungszentrum Abtei Waldsassen veranstaltet, jährlich Musikseminare statt, von denen die Internationale Orgelakademie und die Internationale Singwoche im Sommer die bedeutendsten sind. Und das alles bei nur knapp mehr als 7.000 Einwohnern. Da könne Augsburg einpacken, meint Arno Löb. Was aber bei der jetzigen Stadtregierung, die ihn geradezu ins Asyl treibe, kein Wunder sei. Die Kultur habe die Augsburger Politik nur noch im Fokus, wenn es ums Sparen ginge.
Obwohl in Waldsassen auch die CSU regiert, geschieht dort Revolutionäres. "Emailgeschirr - Küchenrevolution in der Gründerzeit" - unter diesem Motto steht die diesjährige Sonderausstellung des Stiftlandmuseums Waldsassen. In Augsburg habe er noch nicht einmal eine Küchenrevolution erlebt, klagt der meist schwarz bekleidete Dichter und Denker Löb. Geschweige denn sonst etwas Aufregendes.
Ob es Löb ernst ist mit dem Weggang von Augsburg? Schwer zu sagen. Aber in seinem Krimitagebuch schreibt er: "Beim Erkundungsgang in Waldsassen entdeckte ich eine Sensation: Hier gibts den besten Lebkuchen der Welt! Juhu!" Wie ich Arno Löb kenne, ist das ein schlagendes Argument, Augsburg den Rücken zu kehren. Denn in Augsburg gibt es bald vom Rathaus bis zum Dom und vom Moritzplatz bis zur Ulrichskirche nur noch Selbstbedienungs-Backwerk-Filialen.
Matthias Stöbener 20.03.2010, 13.52 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Dr. Sebastian Seidel zum Thema Kulturpolitik
Der Theaterleiter, Regisseur und Autor Dr. Sebastian Seidel ist einer der wichtigsten Kulturbotschafter Augsburgs. Seine Stücke werden im gesamten deutschsprachigen Raum aufgeführt und seine Theaterarbeit wird überregional als vorbildlich wahrgenommen. In dem folgenden Interview sagt er seine Meinung zu aktuellen Fragen der Kulturpolitik.
Matthias Stöbener: Herr Dr. Seidel, sagen Sie uns, wie man Theatergründer wird und was es braucht, ein Theater über so viele Jahre erfolgreich zu betreiben, wie Sie das tun?
Dr. Sebastian Seidel: Es gibt kein Patentrezept, wie man ein Theatergründer wird. Es sind viele Dinge zusammengekommen (Ideen, Menschen, Finanzierung) und die haben sich über die Jahre erstaunlich gut entwickelt. Man braucht einen sehr langen Atem, ein Gespür für gesellschaftliche Entwicklungen und viel Oppositionsgeist.
Matthias Stöbener: Warum haben Sie sich Augsburg als Standort Ihres Theaters gewählt, wäre nicht München der bessere Platz gewesen?
Dr. Sebastian Seidel: Als ich in Augsburg Studententheater gemacht habe, habe ich mich immer gewundert, warum es in Augsburg kein eigenständiges, freies, professionelles Theater gibt wie in jeder anderen größeren Stadt. Es musste also noch eins gegründet werden!
Matthias Stöbener: Die Stadt Augsburg muss sparen. Es scheint, dass sie das an der Kultur und öffentlichen Einrichtungen für Bürger machen will. Glauben Sie, das Theater Augsburg bekommt die nötigen 100 Mio. € zur Sanierung. Werden Sie und Ihr Theater weiter von der Stadt unterstützt werden?
Dr. Sebastian Seidel: Das Grundproblem ist die mangelnde Finanzierung der Kommunen und ihre Abhängigkeit von der Gewerbesteuer. Alle Stadtbewohner müssen zusammen mit ihren Lokalpolitikern einen Aufstand machen und sich gegenüber der Bundespolitik für eine bessere Finanzierung der Städte einsetzen. Sonst werden in den kommenden Jahren viele öffentliche Einrichtungen geschlossen werden müssen. Wollen wir das hinnehmen?
Zur Sanierung des Theaters gibt es überhaupt keine Alternative! Und zur Förderung des Sensemble Theaters: Wir zeigen, wie man mit einer kleinen Grundförderung die Eigenfinanzierung auf über 70% steigern und damit 10 Künstler finanzieren kann. Wir sind ein Zukunftsmodell, das auch in Zukunft gefördert werden wird.
Matthias Stöbener: Ich glaube, die Demokratie wird nicht am Hindukusch, sondern hier in unserer Stadt verteidigt, indem die Stadt Geld für öffentliche Leistungen an Bürger ausgibt, wie Schwimmbäder, Kultureinrichtungen, Bibliotheken etc. Können Sie sich dieser Meinung anschließen?
Dr. Sebastian Seidel: Ja, vollkommen. Herr Naumann hat dazu gerade alles Wesentliche gesagt: "Freiheit wird im Theater verteidigt."
Der frühere Kulturstaatsminister Michael Naumann (SPD) hat vor weiteren Kürzungen der Kulturausgaben gewarnt. Die Politik müsse auch das Glück und die Freiheit der Menschen sichern, sagte Naumann: "Politiker sehen sich in diesem Land als Mäzene, die sich herabneigen und der Kultur etwas spenden aus dem Steuersäckel niemals würden wir das vom Verteidigungsminister sagen", meinte der 68-Jährige. "Deutschlands Freiheit wird in Wahrheit nicht am Hindukusch verteidigt, sondern in den Theatern, Konzertsälen, Opernhäusern, Museen und Buchläden und natürlich in den Schulen."
Drohende Kürzungen in manchen Kulturetats der Länder und Kommunen stellten die Grundsatzfrage in einer Gesellschaft: "Für welchen Zweck macht man eigentlich Politik? Wenn Politik ausgerechnet an diesem sowieso schon schwachen Feld kürzt, kürzt sie an ihrem eigenen inneren Sinn."
Matthias Stöbener: Viele Augsburger Kulturschaffende werfen der neuen Stadtregierung eine verfehlte Kulturpolitik vor. Was könnte man ihrer Meinung nach besser machen?
Dr. Sebastian Seidel: Kulturpolitik ist immer sehr umstritten. Auch in der Vergangenheit. Augenblicklich fehlt die längerfristige Vision, die Ziele für die nächsten 20 Jahre und kommende Generationen entwirft und gegen drohende Kürzungen bedingungslos verteidigt. Die Künstler brauchen eine noch viel stärkere Lobby in allen Parteien.
Matthias Stöbener: Zum Schluss zu Ihrer Arbeit und zu Ihrem Theater zurück. Welches besondere Theater-Highlight hat uns das S`ensemble in den nächsten Monaten zu bieten und um was geht es dabei?
Dr. Sebastian Seidel: Im Mai wird das Sensemble Theater in der Kulturfabrik 10 Jahre alt und wird vom 27. Mai bis zum 27. Juni ein Jubiläumsprogramm mit vielen Highlights präsentieren, u.a. ein kleines open-air-Theaterfestival im martini-Park. Und im Juli folgt dann das Sommertheater Jakoberwallturm mit der Uraufführung meines neuen Stückes »HELDENSPEKTAKEL«.
Matthias Stöbener: Vielen Dank, Herr Dr. Seidel, für dieses Interview!
Matthias Stöbener 15.03.2010, 09.20 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Augsburger Industriekultur auf der ITB
Augsburg scheint seine Industriekultur langsam zu entdecken und auch touristisch zu verwerten. Bravo! Jedenfalls wird auf der ITB in Berlin diese Positionierung Augsburgs vorgestellt. Jetzt, da das "tim" auf das deutsche "Manchester" verweist und damit die Bedeutung Augsburgs im Zeitalter der Industrialisierung beleuchtet wird, scheint die "Werkbank Bayerns" endlich auch stolz auf seine "Perlen der Industriekultur" zu werden.
Matthias Stöbener 07.03.2010, 08.26 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Schauspielerisches Talent gesucht
Anlässlich der Neueröffnung des Fugger- und Welser-Erlebnismuseums im Herbst 2011 sucht die Regio Augsburg Tourismus GmbH einen sprachgewandten Bartholomäus-Welser-Darsteller, der dem Schauspieler Heinz Schulan in seiner Rolle als Jakob Fugger zur Seite steht.
Während in der Fuggerei die soziale Thematik der Renaissance aufgegriffen wird, soll im neuen Museum im Wieselhaus im Domviertel die Wirtschaftsgeschichte der Frühen Neuzeit aufbereitet werden. Dabei spielt auch Bartholomäus Welser eine große Rolle, dessen Bedeutung sich bei Weitem nicht auf Augsburg beschränkt. Unter der Führung des berühmten Patriziers erreichte die Handelsfamilie den Höhepunkt ihres Reichtums, finanzierte die Wahl Karls V. zum Kaiser mit und beteiligte sich an der Kolonisation Amerikas. Bartholomäus Welser war ein kluger und kühler Kopf, der seine Absichten zielstrebig durchzusetzen wusste.
Die Regio Augsburg Tourismus GmbH sucht nun einen Darsteller, der diese selbstbewusste und dynamische Ausstrahlung des Welsers auch zu verkörpern weiß. Wenn Sie die notwendigen schauspielerischen Fähigkeiten und die passende Erscheinung mitbringen (etwa zwischen 40 und 45 Jahre alt, ab 175 cm groß, am besten mit Vollbart), freut sich die Regio über eine E-Mail an regio3(@)regio-augsburg.de.
So ist in der PM der Regio zu der Schauspielersuche zu lesen. Diese Lobesworte zu den großen Augsburger Welser sollten noch ergänzt werden, damit der gesuchte Darsteller den Welser auch wirklich realitätsnah spielen kann: In der Augsburger Fußgängerzone, genauer: in der Annastraße erinnert eine Gedenktafel an den "Kolonisator" Bartholomäus Welser, der dort gewohnt haben soll. Tatsächlich hatten die Welser, eine angesehene Augsburger Patrizier- und Handelsfamilie, im Jahr 1526 als Gegenleistung für die Kredite an Kaiser Karl V. die Provinz Venezuela zur Ausbeutung überschrieben erhalten. Über die Kolonisation im Auftrag der Welser berichtet der Mönch Bartholome de las Casas:
"Sie kamen mit etwas mehr als dreihundert Mann in dies Land und fanden an den Bewohnern desselben eben so sanfte, ja noch weit sanftere Lämmer, als alle anderen Indianer dieser Gegenden waren ... Ich denke aber, sie wüteten weit grausamer unter ihnen als alle bereits erwähnten Barbaren; ja noch viehischer und rasender als die blutigen Tiger und wütigsten Wölfe und Löwen. Vor Geiz und Habsucht handelten sie weit toller und verblendeter als alle ihre Vorgänger, entsannen noch abscheulichere Mittel und Wege, Gold und Silber zu erpressen, setzten alle Furcht vor Gott und dem Könige und alle Scham vor Menschen hintenan; und da sie so große Freiheiten genossen, und die Jurisdiktion des ganzen Landes in Händen hatten, so vergaßen sie beinahe, dass sie Sterbliche waren."
Die Statthalter der Welser fanden in Venezuela aber nur wenig Gold, vielmehr interessierten sie sich für den Sklavenhandel, der hohe Gewinne abwarf. 1528 erwarben die Welser für 20.000 Dukaten ein Monopol für den Sklavenhandel. Die Kolonisation Venezuelas endete für die Welser in einem Fiasko: Bartholomäus Welser wurde auf dem letzten erfolglosen Goldraubzug von einem Konkurrenten hinterrücks erschlagen. Im Jahr 1556 wurde den Welsern "ihre" Kolonie aberkannt. 1614, ein halbes Jahr später, brach das Welsersche Handelsimperium in der Folge des spanischen Staatsbankrottes endgültig zusammen.
Im "Kolumbusjahr" 1992 ließen die Vereine Werkstatt Solidarische Welt e. V. (damals noch Partnerschaft Dritte Welt) und die Geschichtswerkstatt e. V. eine indianische Basisinitiative aus Venezuela und eine Reihe anderer Organisationen im Augsburger Stadtrat einen Antrag stellen, der die Anbringung einer weiteren Gedenktafel am Welserhaus zum Ziel hatte, um an die indianischen Opfer der europäischen Eroberer zu erinnern. Gutachter wurden bemüht, Expertisen geschrieben, der Antrag zwischen verschiedenen Referaten hin- und hergeschoben. Es stellte sich heraus, dass die bestehende Gedenktafeln dort zu Unrecht hängt, weil Bartholomäus Welser dort nie gewohnt hat. Es wurde beschlossen, die heutige Gedenktafeln vom Haus zu entfernen, was aber bis heute nicht geschehen ist. Man braucht nur vor dem Haus Annastraße 25 stehen zu bleiben und die Lobhudelei auf den Menschenschinder, Frühkapitalisten und hoffentlich in der Hölle bratenden Welser zu lesen.
Matthias Stöbener 03.03.2010, 08.46 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Interview mit der Gründerin von liesLotte
Seit Dezember 2009 gibt es ein Familienmagazin für Stand und Land Augsburg. Genauere Infos finden Sie im Augsburg-Wiki. Blog-Augsburg sprach mit der Gründerin Frau Uta Börger über das Konzept, den Hintergrund und die Ziele des neuen Augsburger Print-Produkts.
Blog-Augsburg: Liebe Frau Börger, am 1. Februar erscheint die zweite Ausgabe von "liesLotte", dem Familienmagazin für Augsburg und die Region. Das klingt nach einer Erfolgsstory. Erzählen Sie uns, wie die Idee entstand und sich ihr Heft bisher entwickelt hat?
Uta Börger: Nun, von einer Erfolgsstory würde ich noch nicht sprechen. Ein Erfolg war sicherlich, ein so großes Projekt über viele Monate hinweg zielstrebig zu verfolgen und aktiv umzusetzen. Das ist aber nur möglich gewesen, weil ich die richtigen Mitarbeiterinnen in meinem Team hatte und habe. Alle haben sich mit ihren eigenen Fähigkeiten und Professionen eingebracht und v.a. unendlich viel Herzblut investiert.
Die Idee entstand, weil ich das Familienmagazin in München kannte. Anfang 2009 habe ich dann einfach spontan zum Telefon gegriffen und den Bundesverband der Familienzeitschriften angerufen. Danach war ich Feuer und Flamme, habe ein Konzept geschrieben, ausführliche Kalkulationen erstellt, Namen gesucht und schützen lassen. Der Aufbau der Redaktion war sehr umfangreich, die Recherchen im Vorfeld der ersten Ausgabe sehr intensiv und zeitaufwändig.
Aber es ging nicht immer alles so glatt, wie es sich jetzt vielleicht liest. Wir hatten auch mit Rückschlägen zu kämpfen, aber wir haben uns im Team immer gut ergänzt und uns gegenseitig motiviert. Jede Menge durchgearbeitete Nächte haben wir hinter uns gebracht, die Kinder haben sich gegenseitig betreut, während wir über dem Konzept gebrütet haben... Wir haben auch ab und an unfreundliche Telefonpartner verdauen müssen, jede Menge Milch aufgeschäumt und das Büro vom Redaktionsbaby verwüsten lassen.
Aber nachdem die erste Ausgabe im Dezember 2009 bei den Lesern so gut angekommen ist und die Auflage sehr schnell vergriffen war, wissen wir - es hat sich gelohnt. Die Zufriedenheit und Begeisterung der Leser macht für uns letztlich den Erfolg aus.
Blog-Augsburg: Warum müssen Familien in Augsburg und der Region ihr Heft unbedingt haben?
Uta Börger: liesLotte ist einfach praktisch. Hier finden sich alle aktuellen und regionalen Termine, Kurse und Veranstaltungen für Kinder und Eltern auf einen Blick. Man glaubt gar nicht, was in Augsburg alles für Kinder geboten ist. Und dies informativ den Eltern zur Verfügung zu stellen ist unser Auftrag. Neben dem übersichtlichen und prall gefüllten Freizeitplaner finden sich aber auch viele redaktionelle Beiträge zu regionalen Familienthemen. Wir schreiben über Hilfsangebote für Familien, stellen Projekte zum beruflichen Wiedereinstieg von Frauen vor oder geben Ausflugstipps für die Region. Im neuen Heft, das am 1. Februar 2010 erscheint, stellen wir z. B. die Schreibaby-Beratung in Augsburg vor, berichten über die Premieren im Bereich Kindertheater, über das Haus der kleinen Forscher und den Musikkindergarten Neusäß. Einfach mal reinschauen!
Blog-Augsburg: "liesLotte" heißt ihr Produkt. Wie sind Sie auf den Namen gekommen? Was sagt er aus?
Uta Börger: liesLotte ist - ich hoffe, man versteht das - ein Wortspiel. Ich liebe Wortspiele. Wichtig war mir ein kreativer Name, der leicht einprägsam ist und Lust auf mehr macht. Lotte ist einfach fröhlich und frech. Wie ich auf den Namen gekommen bin, weiß ich nicht mehr wirklich genau. Da ist bei mir als kreative Frau oft viel Bauchgefühl dabei. Wir haben in der Namensfindungsphase noch über 250 Namensvorschläge zusammengetragen und diskutiert. Im Gespräch war noch eine etwas seriösere Variante wie "Familienzeit" oder "Lechpiraten" und ähnliches. Aber Lotte bzw. liesLotte war immer mein Favorit, für den ich mich dann nach der rechtlichen Prüfung entschieden habe.
Blog-Augsburg: Das Heft ist kostenlos an verschiedenen familien- und kinderaffinen Verteilstellen zu erhalten und finanziert sich durch Werbung. Reicht das, um ihr Team zu bezahlen oder von was lebt ihr liesLotte Medien Verlag noch?
Uta Börger: Natürlich muss man am Anfang einer Selbstständigkeit in Vorleistung gehen. Bisher tragen sich alle Ausgaben bereits. Das Team arbeitet mit sehr viel Engagement und alle investierten Stunden sind sicher noch nicht bezahlt. Aber wir haben alle eine Vision und sind einfach mit Spaß und Kreativität dabei.
Blog-Augsburg: Was haben Sie mit dem liesLotte Medien Verlag noch vor? Gibt es schon weitere Ideen für die Familien in Augsburg?
Uta Börger: Vorrangiges Ziel ist erst einmal, liesLotte zu etablieren. Damit geht auch eine Auflagensteigerung einher, in diesem Jahr möchten wir auf mind. 15.000 Hefte erhöhen. Die Nachfrage ist so enorm, es tut mir immer leid, wenn ich einen interessierten Kindergarten vertrösten muss. Mittelfristig ist eine Auflage von 30.000 Heften vorgesehen.
Auch inhaltlich haben wir viele Ideen. Es gibt noch viele Themen und Rubriken, die wir gern aufnehmen möchten. Aber welche das sind, können die Leser bald selbst herausfinden!
Blog-Augsburg: Herzlichen Dank, liebe Frau Börger, für dieses Interview. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg mit liesLotte, einem wie ich finde wichtigen Magazin für den Augsburger Raum.
Matthias Stöbener 30.01.2010, 08.29 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Mut zum Flirt
Ehrlich gesagt: Ich komme nicht mehr mit. Vielleicht liegt es an meinem IQ oder daran, dass ich die Windungen der Augsburger Kulturpolitik nicht verstehe. Albert Ostermaier bekommt den Augsburger Bertolt-Brecht-Preis! Hä? Den Namen habe ich doch schon einmal gehört! Ja richtig. Dieser bedeutende zeitgenössische Theaterautor hat früher das abc-festival zu Brecht geleitet. Doch die Augsburger Kulturpolitik hat das abc-festival eingestellt und durch ein neues Brechtfestival ersetzt. Und dabei trennten sich die Wege von Ostermaier und Augsburg. Sehr zum Leidwesen vieler Augsburger.
Ja, ich komme nicht mehr mit. Vielleicht liegt das daran, dass jetzt die Jury dem Exilierten den Bertolt-Brecht-Preis zukommen lässt und damit einen Mann ehrt, der Brecht kennt, liebt und in seinen Stücken fortführt. Schade, schade, dass Augsburg diesen Mann hat ziehen lassen, diesen engagierten Brechtfan, der es schaffte, das Augsburger Festival über den regionalen Sumpf zu heben und in den großen Medien im In- und Ausland unterzubringen. Leider scheint das der Stadt momentan nur selten zu gelingen.
Man muss nicht der Meinung sein, dass die Augsburger Kulturpolitik im Moment am Scheitern ist, um zu bedauern, dass Albert Ostermaier nicht mehr in die Brecht-Aktivitäten der Stadt eingebunden ist. Über politische Lager hinweg wäre es erforderlich, alle wichtigen und bekannten Brecht-Fans und Künstler, die in seinem Sinne arbeiten, an Augsburg zu binden. Wie anders sollte es möglich sein, dass aus dem neuen Brechtfestival eine Veranstaltung wird, die Augsburgs Kulturkompetenz leuchten lässt? Es wäre schön, wenn der Bertolt-Brecht-Preis zu einem erneuten Flirt der Stadt mit Ostermaier führen würde. Politische Flirts schaden manchmal weniger als private.
Matthias Stöbener 13.01.2010, 21.28 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Luxus Theater
Man muss kein Hellseher sein, um zu erkennen, dass die herrschenden Augsburger Politiker keine 100 Mio. Euro aus dem Stadtsäckel zaubern können, um das Augsburger Theater zu retten. Und ich glaube auch nicht, dass der Freistaat Bayern in den nächsten Jahren 50 Mio. Euro zusteuern kann, wie er es vielleicht vor zehn Jahren noch gemacht hätte, um das Augsburger Theater zu erhalten.
Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt. Und jetzt erkennen wir, dass das nicht mehr möglich ist. Deshalb müssen unsere Politiker endlich die moralische Verantwortung für zukünftige Generationen übernehmen. Sie müssen sich entscheiden, Geld für die Bildung in die Hand zu nehmen oder für die Kultur, Geld für das Gesundheitsressort oder für Sportanlagen, Geld für die Entlastung der Firmeneigentümer oder die Unterstützung von Kindern unter der Armutsgrenze. Das sind nur Beispiele. Aber sie machen deutlich: Es geht um Entscheidungen! Aber entscheiden wollen unsere Politiker nicht mehr. Deshalb nehmen sie Schulden von allen Seiten auf und versuchen es immer noch, allen recht zu machen. Dabei aber verspielen sie die Zukunft.
Meine Meinung ist: Es ist erträglich, wenn das Theater Augsburg wegen Baufälligkeit geschlossen werden muss. Aber vielleicht wächst die Patrizia weiter und sie kann das angrenzende Theater irgendwann als repräsentatives Empfangs- und Verwaltungsgebäude übernehmen. München ist nicht weit. Die Menschen, die sich eine Theaterkarte und einen Frack leisten können, werden auch noch eine Fahrt in der C- bis S-Klasse finanzieren können, um nach München zu kommen. Für Theaterfans unter Minderbetuchten gibt es auch die Bahn. Und in München wird ein gutes Theaterprogramm geboten! Durch die Besucher aus Augsburg würden sich vielleicht auch die kulturellen Angebote in München besser rechnen.
Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Ich selbst gehe hin und wieder gerne ins Theater. Übrigens auch oft in das Parktheater, das mehr oder weniger privatwirtschaftlich betrieben wird und sich bei einem Wegfall des Theaters Augsburg wahrscheinlich auch über eine bessere Auslastung freuen könnte. Wie gesagt: Ich bin kein Kulturbanause. Aber für mich ist angesichts der leeren Kassen in Augsburg das Theater ein Luxus, den sich die Stadt einfach nicht mehr leisten kann. Mir persönlich sind Bildung, Jugendarbeit, Integrationsarbeit, Alten- und Sozialhilfe, um nur ein paar Ressorts zu nennen, eindeutig wichtiger, als für eine immer kleiner werdende Gruppe von Bildungsbürgern den Service von öffentlichen Bühnen zur Verfügung zu stellen und jeden Theaterplatz auch durch Arbeiter und kleine Angestellte in Höhe von 70 bis 80 Euro mitfinanzieren zu lassen.
Matthias Stöbener 22.12.2009, 21.49 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Über Schuld
»Über Schuld wird unterschiedlich geurteilt!«
Frage: Was hat dich dazu bewegt, den Roman »Jodok« zu schreiben?
Garski: Mich hat schon immer diese einsame Kapelle am Waldrand östlich vom Lech fasziniert. Manchmal bin ich als Kind mit meinen Eltern bei Fahrradausflügen dort vorbeigekommen. Und als ich hörte, dass dort vor langer Zeit ein ungesühnter Doppelmord geschah, habe ich mich dafür immer stärker interessiert.
Frage: Dein Roman liest sich wie eine Chronologie des Verbrechens auf dem Lande.
Garski: Stimmt.
Bei meinen Nachforschungen habe ich festgestellt, dass in der hügeligen und waldreichen Gegend, die man Wittelsbacher Land nennt, nicht nur die Wilderer ihr Unwesen trieben, sondern auch andere Kriminalfälle passierten.
Frage: Warum erzählst du auch über exotische Erlebnisse wie bei den Kolonial-Kriegen?
Garski: Meiner Meinung nach kann man daran gut erkennen, wie unterschiedlich über Schuld geurteilt wird. Wenn deutsche Kolonialoffiziere, oft Angehörige der so genannten besseren Familien, auch aus dem Adel, die Einheimischen in Afrika unterdrückten, ausbeuteten, quälten und töteten, dann wurde das als Heldentum hingestellt. Wenn aber ein Wilderer ein Reh in einem Wald in Bayern erlegte, vielleicht um zu überleben, dann war das schon ein Schwerverbrechen.
Frage: Du schilderst das Leben der Bauern und Arbeiter. Was weißt du wirklich darüber?
Garski: Als Kind bin ich in dem niederbayerischen Dorf Niederhatzkofen unter Bauern aufgewachsen. Ich half bei den Ernten, strawanzte durch die Ställe, tauchte meine Finger in Weihwasser, trieb die Kühe auf die Weide, zupfte Hopfen und durfte auf dem Traktor mitfahren. Als Jugendlicher lernte ich in einer Augsburger Textilfabrik.
Frage: Du schreibst über diverse Wunder. Jedoch scheinst du daran Zweifel zu haben, oder?
Garski: Naja, ich habe nichts gegen Wunder. Sie liefern immer wieder wunderbaren Gesprächsstoff. Es ist doch verblüffend, warum Wunder gemacht, gebraucht und geglaubt werden. Die Religion benötigt Wunder, damit sie besser existieren kann und die Techniker vollbringen Wunder, damit die Menschheit besser existieren kann. Aber es geht dabei auch um Geld. Irgendwie verrückt.
Frage: Was ist in deinem Roman »Jodok« Wahrheit, was ist darin Fantasie?
Garski: Manche Geschehnisse wie der Selbstmord des Hilfslehrers Michael Fristinger, der Doppelmord in Jodok, die erschossene Pfarrbabett sind durch Dokumente belegt. Auch die technischen Errungenschaften, die auftauchen. Ebenso Personen wie Sisi, ihr Vater, der Selbstmordforscher Hans Rost und der Weltkriegsflieger Richard Euringer. Jedoch musste ich mich in die Gefühle, Pläne und Handlungen der verschiedenen Personen hineindenken, damit ich erraten konnte, was sie an- und umgetrieben hat. Ich hoffe, das ist mir einigermaßen gelungen.
Jodok / Roman von Peter Garski
Ein rätselhafter Doppelmord geschieht bei der Jodok-Kapelle. Sie steht einsam am Waldrand im Wittelsbacher Land. Mit einem Beil wird dort um 1870 in einer regnerischen Nacht das Mesner-Ehepaar grausam erschlagen. Die Täter werden nie aufgespürt. Diese mysteriöse Geschichte spielt sich in bayerischen Dörfern zwischen Augsburg und München ab.
Das Foto zeigt Peter Garski vor der heutigen Jodok-Kapelle, wo der mysteriöse Doppelmord einst passiert ist.
Matthias Stöbener 07.10.2009, 08.09 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Eine Konkurrenz für die Augsburger Allgemeine?
Regiowikis seien eine Konkurrenz für Lokalzeitungen. Diese Behauptung stellt Mathias Hamann heute auf Spiegel Online - Netzwelt auf. Wahrscheinlich schreibt er das, damit alle Regionalwikis Deutschlands seinen Artikel verlinken und Spiegel Online Besucher bringen. Denn gebauchpinselt kann man sich als Regionalwiki-Schreiberling schon fühlen, wenn einem vom Spiegel auf diese Weise quasi ein journalistischer Ritterschlag erteilt wird.
Bei genauerem Hinsehen und Nachdenken allerdings stellt sich heraus, dass die Behauptung so falsch ist, wie sie zunächst einleuchtend erscheint. Denn: Ein Regionalwiki kann von seinem Verständnis her keine Zeitung sein. So fehlen - wie Mathias Hamann in seinem Artikel selbst bemerkt - viele journalistische Stilarten wie Glosse oder Kommentar. Stattdessen sind Regionalwikis wie Sachbücher geschrieben, wie Nachschlagewerke, wie Lexika. Es geht in einem Wiki nicht darum, Aktuelles darzustellen, sondern darum, Orientierung zu geben, zu ordnen, zu sichten. Menschen, die wie ich, ein Regiowiki schreiben, sind eher Archivare oder meinetwegen auch in gewisser Weise Chronisten, was auch in Mathias Hamanns Artikel zum Ausdruck kommt. Aber eine Zeitung wollen sie nicht herausgeben. Jedenfalls, wenn ich die Idee, die hinter Regiowikis steht, richtig verstehe.
Nein, für eine Konkurrenz zur Lokalzeitung taugen wir Regiowiki-Schreiberlinge nicht. Umgekehrt muss ich auch Matthias Hamann mit seiner Behauptung widersprechen, Zeitungsverlage würden hier eine Entwicklung verschlafen, sprich, sie sollten selbst Regiowikis betreiben. Mein Gott! Wie soll das denn eine Lokalzeitung finanzieren? Mit Werbung wird sie ein solches Wiki nicht finanzieren können. Das reicht gerade mal, um die Serverkosten zu finanzieren, um es mal deutlich zu sagen. Und das ist auch der Grund, warum Lokalzeitungen die Finger von einem Stadt- oder Regiowiki lassen. Denn Zeitungen wollen ja verdienen, müssen Redakteure bezahlen etc. - zumindest, um die Artikel einigermaßen in Form zu bringen und zu überprüfen, und wenn es nur darum geht, herauszufinden, ob jemand irgendwo abschreibt und eine Urheberrechtsklage drohen könnte.
Eine Lokalzeitung kann ein Regio- oder Stadtwiki also nur sponsern. Irgendeine Form der Kooperation mit dem oder den Betreibern von solchen Wikis finden. Vielleicht in der Art: Übernahme von Texten im Wiki gegen Werbebanner oder einen sonstigen Verweis auf die Lokalzeitung. Oder die Zeitung übernimmt die Serverkosten und wird als Sponsor genannt. Etwas anderes wird kaum funktionieren, denke ich.
Meines Erachtens zeigt das auch das Beispiel der Augsburger Allgemeinen. Mit wieviel Brimborium wurde dort das Leserbeteiligungsportal "Servus" gelauncht! Und wenn ich mir anschaue, was es bringt, was sich nach Monaten getan hat: Mir scheint nicht viel. Was meiner Meinung nach funktioniert, ist das Forum und sind die Blogs. Klar: In beiden Web-Stilformen können Frau Meier und Herr Müller ordentlich drauflos schreiben und drauflos hauen. Und beide haben auch noch den Eindruck ernst genommen zu werden, weil sie das ja auf einer anerkannten Zeitung dürfen. Aber sonst? Echter Inhalt meiner Meinung nach Fehlanzeige. Denn: Artikel wie in einem Wiki zu schreiben, kosten Zeit, viel Zeit, müssen recherchiert werden. Oft Wochen lang. Ich schreibe aus Erfahrung. Und dazu sind sich die Möchtegern-Journalisten, die gern mal in einem Blog oder im Forum drauflos schreiben und hauen, dann doch zu bequem.
Aber bleiben wir bei den Blogs. Diese sind wirklich eine Bedrohung für Lokalzeitungen, besonders wenn sie - wie die DAZ - Die Augsburger Zeitung - als seriöse Internetzeitung mit journalistischem Anspruch daherkommen. Von dieser Seite bläst einer Regionalzeitung wie der Augsburger Allgemeinen der Wind ins Gesicht. Nicht von einem Regionalwiki. Ich beobachte es bei mir: Längst haben wir keine Augsburger mehr im Haus, informieren wir uns im Internet. Ich habe mir bei Google einen Alert zum Thema "Augsburg" eingerichtet. Und was lese ich? Nicht nur Artikel von der Augsburger Allgemeinen, sondern auch immer häufiger Artikel von der DAZ. Und die sind nicht selten von guter Qualität! Auch greifen die Redakteure oft Themen auf, die in der Augsburger Allgemeinen nicht existieren. Zumindest ist die DAZ eine notwendige Ergänzung zur Augsburger Allgemeinen. Ich glaube sogar zu bemerken, dass sich die politische und gesellschaftliche Szene in Augsburg verändert hat, seit es die DAZ gibt. Nicht, dass mir die politische Ausrichtung der Zeitung immer gefällt. Aber sie trägt zu einer neuen Politikkultur in Augsburg bei, die ich zumindest unter der Ära der Monokultur einer Augsburger Allgemeinen sehr vermisst habe. Und das werden nach und nach viele weitere Augsburger spüren. Und das wird am Ende die Augsburger Allgemeine unter Druck setzen. Meine ich.
Matthias Stöbener 01.10.2009, 22.26 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Schwere Verluste
Wer den Newsletter von meedia.de abonniert hat, weiß es vielleicht schon. Für alle anderen hier kurz zusammengefasst die MA-Reichweiten der Tageszeitungen mit Blick auf die Augsburger Allgemeine, unsere Heimatzeitung. In der Untersuchung wird die Augsburger zu den regionalen Abozeitungen gezählt. Obwohl viele dieser regionalen Abozeitungen ihre Reichweiten gegenüber dem Vorjahr halten oder verbessern konnten, sackte die Reichweite der Augsburger gegenüber dem Vorjahr nach den ma-Zahlen deutlich ab: um 5,2 %, bei der so genannten "Nordausgabe" sogar um 6,1 %.
Hier der Zahlenüberblick dazu!
Das ist schon erstaunlich, schien doch die Augsburger bislang immer stark mit der Region verbunden und ihre Stellung wenig anfechtbar. Regionale Abozeitungen im Süden legten teilweise sogar zu, wie die Badische mit + 4% und selbst ein Blättchen wie die Mainpost in Würzburg konnte ihre Reichweite halten. An was liegt es? Ist die Augsburger den Augsburgern zu teuer geworden? Oder hat sie sich verschlechtert? Geben ihr SPD-Wähler die Verantwortung an der Abwahl von OB Wengert und boykottieren das ihrer Meinung nach CSU-nahe Blatt (von der Augsburger Allgemeinen wird auch der Bayernkurier gedruckt)? Steht das eigentlich Interessante gar nicht mehr in der Augsburger Allgemeinen, sondern in Internetblogs wie der DAZ-Augsburg?
Gerade Internetuser verändern die Medienlandschaft. Nicht mehr für jeden ist die Heimatzeitung eine notwendige Informationsquelle. Vor ein paar Tagen hat Google News Lokal gelauncht. Man mag über Google denken, was man will, aber sich auf der iGoogle-Seite die lokalen Nachrichten einzurichten ist ein Klacks und bringt viele Nachrichten aus Augsburg, die man über die Heimatzeitung nicht erhält. Und überregionale Zeitungen wie die Netzeitung liest man im Blick auf das Globale sowieso lieber als die Heimatzeitung, weil die dort viel gründlicher sind und tiefer gehen.
Matthias Stöbener 22.07.2009, 20.36 | (0/0) Kommentare | TB | PL




