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Thema: Ökologie

Klima schützen kann jeder

Die Überschrift liest sich banal. Und doch steckt mehr dahinter, als man zunächst denkt. Der Satz betrifft jeden von uns. Vielleicht sollte man ihn so lesen: Klima schützen kann jeder, muss aber auch jeder, wenn sich im Großen etwas ändern soll. Wir "kleinen Leute" können mehr, als uns bewusst ist. Die Verantwortung für unsere Lebensgrundlagen dürfen wir nicht länger an Politiker verschieben. Wie sich immer deutlicher zeigt, sind viel zu viele dieser so genannten "Bürgervertreter" Dilettanten oder mehr an ihrem eigenen Fortkommen interessiert als an der Lösung von Problemen, die uns alle angehen.


Und deshalb müssen wir bei uns selbst anfangen. Wir können nicht nur von anderen fordern, dass sie etwas tun müssten. Wir selbst sind gefordert, wenn es um den Umweltschutz geht. Ein Anfang könnte sein, die Ausstellung der Verbraucherzentrale Bayern zu besuchen. Sie hat das Thema "Klima schützen kann jeder" und wird am 15. März 2010 um 19 Uhr in der Neuen Stadtbücherei eröffnet. Gezeigt wird die Ausstellung bis 10. April 2010.

In der Ausstellung soll deutlich werden, wie jeder einzelne von uns das Klima in Augsburg schützen kann. Da sollen ganz konkrete Fragen beantwortet werden: Etwa aus welchem Holz die neuen Gartenmöbel hergestellt sein sollten oder auf was man beim Kauf von Haushaltsgeräten achten sollte, damit sie möglichst Ressourcen schonend sind. Ich finde das Thema notwendig und spannend. Und ich habe in den nächsten Tagen wieder einen Grund, die Neue Stadtbücherei zu besuchen.

Matthias Stöbener 10.03.2010, 09.37 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Balkanisierung Deutschlands

Deutschland wird immer mehr zum Balkanstaat, in dem nichts mehr klappt, Chaos herrscht und nur noch bis zum nächsten Tag gedacht wird. Das dachte ich vorgestern, als ich nach Monaten mal wieder mit der BAHN nach München fuhr. Schon in Augsburg hatte der ICE etwa eine Viertelstunde Verspätung, dann war es ein so genannter »Kurzzug«, dem etliche Wagen fehlten, unter anderem jener, für den ich eine Sitzplatzreservierung und dafür auch gezahlt hatte. Weil ich mich beim Einsteigen rücksichtslos nach vorne drängte und andere aus dem Feld schlug, bekam ich noch einen der raren Sitzplätze im ICE nach München. Viele Pendler mussten im Gang oder beim Ausstieg stehen. Das scheint für viele Pendler nach München ein Normalzustand zu sein, denn auf der Rückreise unterhielt ich mich mit einem älteren Mann und einer älteren Frau, die täglich nach München fahren. Ich regte mich über die BAHN gehörig auf, während sie nur müde lächelten. »Wir haben uns schon so an diese Zustände gewöhnt, dass wir schon zufrieden sind, wenn wir heil heimkommen und der Zug nicht mehr als eine Viertelstunde Verspätung hat«, kommentierte der Mann. »Wie oft standen wir schon zwei oder drei Stunden auf der Strecke. Das Wort Oberleitungsschaden kann ich nicht mehr hören.«

Wahrscheinlich werden die Zustände auch nicht besser, denn gestern las ich die Pressemitteilung von Claudia Roth, in der sie schreibt, dass zahlreiche Schienenausbauprojekte in Bayern ohne Finanzierung seien. Wörtlich schreibt sie:

Bund und Deutsche Bahn AG (DB AG) haben nun endlich die Projektlisten offen gelegt. Dieser Schritt zur Herstellung von mehr Transparenz war überfällig. Dass bisher nicht einmal der Bundestag, der die Gelder zur Finanzierung der Bahnprojekte bereitstellt, informiert wurde, war ein skandalöser Zustand. Auf massives Drängen des Verkehrsausschusses des Bundestages hat die neue Leitung des Verkehrsministeriums jetzt die Listen herausgebracht. Realistischer Weise werden nur 1,4 bis 1,2 Mrd. Euro jährlich zur Verfügung stehen. Das ist ein Offenbarungseid. Die Zahlen zeigen:

* die Schienenprojekte sind hoffnungslos unterfinanziert,
* die Mehrzahl der Projekte des Vordringlichen Bedarfs ist noch nicht finanziert,

* es fehlen über 20 Mrd. Euro, um die geplanten Vorhaben bis 2020 umsetzen zu können.

Allein in Bayern fehlen für sinnvolle und dringliche Ausbaumaßnahmen mehrere Milliarden Euro. Die Liste der (noch) nicht finanzierten Projekte in Bayern ist besonders lang. Betroffen sind:

* VDE 8.1 Nürnberg-Erfurt (Anteile ABS Nürnberg-Erfurt)
* ABS Nürnberg Marktredwitz Reichenbach/Grenze D/CZ (Elektrifizierung Reichenbach-Hof (KP) und weitere)
* ABS/NBS Hanau Würzburg/Fulda
* ABS/NBS Stuttgart Ulm Augsburg (Ausbau Ulm-Augsburg auf 200 km/h)
* ABS Neu-Ulm Augsburg (3. Gleis Neuoffingen Neu Ulm)

Für die Strecke ABS München Mühldorf Freilassing (TEN Förderung) gibt es eine Finanzierung der Planungskosten, aber noch keine Finanzierung der Baukosten. Hier zeigt sich, wie fatal die Priorisierung von »Stuttgart 21« und die der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm sich auf die übrigen Bauprojekte auswirkt. Allein diese beiden Projekte werden in den nächsten Jahren 6 Mrd. Euro (plus XX) verschlingen. Viele dringend nötige Aus- und Neubauprojekte stehen dagegen in den Sternen. Sie werden faktisch ins dritte und vierte Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts verschoben. Eine solche Verkehrspolitik schickt Millionen von Bahnkunden auf das Abstellgleis.

Liebe Frau Roth! Ich kann Ihnen da nur zustimmen. Und auch mein Sohn, der in Würzburg studiert, würde Ihnen zustimmen. Als letztens sein Auto streikte, meinte ich, warum er nicht mal mit der BAHN nach Hause fährt. »Bist du verrückt, Vater? Da könnte ich ja auch gleich zu Fuß nach Augsburg laufen.«

Matthias Stöbener 05.03.2010, 08.45 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Suchen und Pflanzen

Jeder PC-Nutzer weiß inzwischen, dass das Verwenden dieses Geräts nicht klimaneutral ist. Und er weiß, dass Suchmaschinen wie Google unglaublich viel Energie brauchen und die Erzeugung dieser Energie mit Umweltverschmutzung zu tun hat. Wie aber kann man von Augsburg aus diesen Teufelskreis brechen? Vielleicht indem man von der Suchmaschine Google auf die neue Suche "Ecocho" umsteigt. Keine Angst, man braucht deshalb nicht auf gute Suchergebnisse zu verzichten.

Ich selbst arbeite in einem Beruf, der viel mit Suchmaschinenmarketing und Suchmaschinenoptimierung zu tun hat und bin deshalb schon lange der Meinung, dass es keine andere Suchmaschine gibt, in der Suchergebnisse so manipuliert werden wie bei Google. Die Google-Leute sind den ganzen Tag damit beschäftigt die Suchmaschine von Spam freizuhalten, was ihnen aber nicht auf ganzer Linie gelingt. Die Suchmaschinenspammer, die mit Tricks versuchen Google zu manipulieren, sind meiner Meinung nach der Suchmaschine meist einen Schritt voraus.



Aber zurück zur Frage, wie man als Augsburger etwas für die Umwelt tun kann, wenn man im Internet sucht. Ganz einfach: Man benutzt Ecocho. Die Suchmaschine wird in Kooperation mit Yahoo von Umweltaktivisten aus Australien betrieben. Sie betreiben die Suchmaschine als Geschäft, sprich sie zeigen die Suchergebnisse von Yahoo und die Werbung, die von Yahoo zur Verfügung gestellt wird. Die Klicks auf die gesponserten Links bringen den Aktivisten Einnahmen. Und von diesen Einnahmen bezahlen sie das Anpflanzen von Bäumen. Ganz so einfach ist es natürlich nicht, aber das ist das Prinzip.

Die Suchmaschine ist nicht nur englisch, sondern auch deutsch. Ich habe mir geschworen, sie jetzt immer zu benutzen, habe sie bei meinem Firefox als Standardsuche eingestellt und schlage damit zwei Fliegen mit einer Klappe: Ich tue etwas für die Umwelt und ich wehre mich gegen das Quasi-Monopol Googles in Deutschland. Wer macht noch mit?

Hier geht es zur deutschsprachigen Seite von Ecocho!


Das Bild stamm von Anna-Lena Ramm / www.pixelio.de.

Matthias Stöbener 08.08.2008, 19.55 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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