
Blogeinträge (themensortiert)
Thema: Zum Schmunzeln
Aktion Licht aus
Zwar hat eine große Bertelsmann-Studie ("Wegweiser Kommune") der Stadt Augsburg im Jahr 2008 weiter steigende Bevölkerungszahlen prognostiziert, doch das Problem dabei: Der Anstieg der Bevölkerung speist sich vor allem aus dem Zuzug nach Augsburg, weniger aus einem originären Augsburger Geburtenzuwachs. Während also andere Gegenden Deutschlands versteppen, darf sich der Süden und damit Augsburg über Zuzug freuen. Und weil viele aus dem Osten zuziehen, steigt auch der Anteil der Partei DIE LINKE in Augsburg.
Matthias Stöbener 23.01.2010, 10.40 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Ein erschreckender Fund
Sie werden sagen: Das kommt in den besten Familien vor. Aber das ist kein Trost. Für den Betrogenen ist es kein Trost. So etwas zu verarbeiten dauert oft Jahre. Und manchem gelingt es nie. Aber lassen Sie sich erzählen.
Gestern Abend wollte ich das Altpapier zur Tonne tragen. Ich greife mir die Zeitungen, Magazine und Werbeprospekte, da rutscht mir ein Brief an meine Frau aus der Hand. Ein gewisser N. N. hat ihr geschrieben. Sogar mit Bild. Ein strahlender Mann mit seriöser Hornbrille, edlem Anzug, blauem Business-Hemd und dezenter dunkelblauer Krawatte. Ein Mann, wie ihn sich jede Mutter als Schwiegersohn wünschen würde.
Vielleicht hätte ich nicht lesen sollen, was er meiner Frau geschrieben hat. Dass es wichtig sei, einen kompetenten Partner zu haben! Dass sie in der Zeit zwischen 23. und 31. Oktober zu ihm kommen soll und er sich auf ihren Besuch freut. Mein Herz raste, das Blut schoss mir in den Kopf. Wo hatte meine Frau diesen Typen kennengelernt. Der Nachname klang norddeutsch für mich. Meine Frau stammt aus Bielefeld. Vielleicht kennen sich die beiden schon aus der Schule, überlegte ich. Meine Frau erzählte mir mal, dass sie am Gymnasium in ihrer Klasse einen Freund gehabt hat. Und jetzt haben sie sich irgendwie in Augsburg wieder getroffen!
Verdächtig, dachte ich, dass mir meine Frau von dem Brief nichts erzählt hat. Was hat sie zu verbergen? Meine Hände zitterten, als ich las, dass der Herr N. N. sogar noch Geschäftsleiter bei einem großen Möbelhaus in der Nähe ist. Mein erster Gedanke war: "Der verdient bestimmt mindestens das 30-fache wie ich. Gegen den habe ich keine Chance." Ja, ich gebe zu, solche primitiven steinzeitlichen Gedanken schossen mir in den Kopf. Aber in PSYCHOLOGIE HEUTE habe ich gelesen, dass Frauen schon seit Urzeiten auf Sicherheit aus sind und sie aufgrund ihrer Genetik nichts dafür können, dass ein Mann mit hohem Verdienst attraktiver auf sie wirkt als ein armer Schlucker.
Und damit meine Frau sich mit ihm trifft, schenkt dieser N.N. ihr einen Rabattausweis und lockt sie auf der Rückseite seines Briefes mit Tranchen vom gegrillten Schweinefilet in das Restaurant seines Möbelhauses! Als ich das las, kullerte eine Träne über den unteren Lidrand meines rechten Auges. Wie oft hatte ich dort schon mit meiner Frau zu Mittag gegessen oder einen Kaffee getrunken!
Matthias Stöbener 17.10.2009, 11.12 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Was noch alles verboten werden könnte
Unglaublich, was mein letzter Eintrag hier im Blog ausgelöst hat! Mehrere Menschen riefen mich an und machten mir Vorschläge, was man alles sinnvollerweise in einer Stadt verbieten könnte/sollte. Hier meine Favoriten unter mehr als 10 Vorschlägen (danke den Einsendern!):
1. Öffentliches Nasepopeln zwischen 13 und 14 Uhr (damit niemand um seinen wohlverdienten Mittagsschlaf gebracht wird).
2. Das Verarbeiten von Knoblauch zu Suppen von 8 und 9 Uhr in der Frühe (laut dem Hexenhammer eine Lieblingsbeschäftigung von Hexen).
3. Die Aussaat von Zimmergewächsen in Bodenschalen aus Holz mit einem Durchmesser von weniger als 15 Zentimeter (das beeinträchtigt die Narrenfreiheit von Mitmenschen).
4. Das Nachdenken in der eigenen Wohnung während Nachrichtensendungen (das verhindert die Verdummungswirkung unserer Presse).
5. Das Gespräch mit Nachbarn in Zeiten zunehmender Arbeitslosigkeit (das erleichtert die Zusammenrottung des Straßenmobs).
Matthias Stöbener 10.06.2009, 07.34 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Prinz Apfel
Was würden Sie tun, wenn Sie folgende Mail bekämen:
Monsieurs et madames, Eure Durchlaucht,
der Prinz Apfel hat den Weg aus der majestätischen Kalender-Druckpresse erfolgreich gemeistert und ist im Königreich angekommen.
Prinz Apfel ist ein Taschenkalender mit 53 individuellen Illustrationen. Schön ist er vor allem schön bunt. Tanzen kann er nicht aber jeden Tag versüßen.
Ihre Majestät Prinz Apfel und die zwei Studentinnen, die ihn in den letzten vier Monaten gefertigt haben, würden sich sehr freuen, wenn Sie einen Besuch im virtuellen Königreich wagen würden:
www.prinzapfel.com
Tja, was sagt man zu so einer Mail? Eigenartig nicht? Was steckt dahinter? Ist das Spam? Wer sind die zwei Studentinnen? Prinz Apfel soll ein Taschenkalender sein?
Ich war elektrisiert und habe die Seite besucht. Und habe gestaunt, was es an unternehmerischen Ideen alles gibt.

Matthias Stöbener 08.01.2009, 08.38 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Augsburg ist auf den Hund gekommen
Ich dachte schon, in Augsburg passiert nichts mehr. Die letzten Wochen war es so ruhig. Keine Rathausplatz-Kehraktionen, keine großen Skandale. Fast wären mir die Tippfinger eingerostet.
Ein Glück, dass ich die Pressemitteilung von Gruner+Jahr aus Hamburg in die Hände bekam: DOGS, das Lifestyle-Magazin für Hundefreunde, und TierTV, Deutschlands erstes Tierfernsehen, vergeben 2008 zum ersten Mal den Titel "Hund des Jahres". Und wer hat ihn erfunden ... äh, wo kommt er her? Richtig geraten: aus Augsburg! Wombat heißt der Hund. Er ist ein Landseer und drei Jahre alt. Gegen 30 andere Bewerber um den Titel hat sich der schwäbische Vierbeiner durchgesetzt. Wombat ist Therapiehund beim "Bunten Kreis" an der Kinderklinik Augsburg.
Die Jury hat den Hund als "Hund des Jahres" ausgezeichnet wegen der "zukunftsorientierten und hoffnungsvollen Vision, die Wombat den Kindern schenkt". Ich finde es wunderbar, dass Wombat Visionen schenkt und dadurch den von Krebs betroffenen Kindern hilft, ihr schweres Schicksal zu tragen. Über den Superhund aus Augsburg soll es jetzt auch noch eine Fernseh-Dokumentation im TierTV geben.
Ich denke, zu diesem großen Augsburger Erfolg hat auch die Politik der CSU viel beigetragen. Allein schon an der Aufstellung von mehr Hundeklos in der Stadt konnte man sehen, wie wichtig das Augsburger Hundeleben der neuen Stadtführung ist. Ein solches Engagement musste irgendwann Früchte tragen! Ich wäre sogar dafür, Augsburg zu einem bayerischen Kompetenzzentrum "Hund" auszubauen. An dem Thema "Umwelt" oder "Mechatronik" kann man ablesen, wie die Bündelung von politischen und wirtschaftlichen Kräften ein bestimmtes Thema voranbringen kann.
Matthias Stöbener 07.11.2008, 09.03 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Heiß, heißer, am heißesten
Ordentlich schwül ist es zur Zeit in Augsburg. So mancher Augsburger hat Probleme, einen kühlen Kopf zu behalten. Gehören Sie dazu? Dann sollten sie sich vielleicht eine Klimaanlage anschaffen.
Als Klimaanlagen-Neuling möchte ich Ihnen folgende Tipps ans Herz legen: Bitte lassen Sie Ihre Klimaanlage nicht gegen geöffnete Türen und Fenster arbeiten. Es bringt auch kaum einen kühlen Kopf, wenn sie bei laufender Klimaanlage Heizgeräte betreiben.
Sollten sie ihre neu erworbene Klimaanlage in einem Laden betreiben (jaja, ich weiß, dass auch Ladenbesitzer das Blog Augsburg lesen!), beachten Sie auf jeden Fall die Betriebsstättenverordnung: Nach ihr darf es im Verkaufsraum allenfalls sechs (in Zahlen 6) Grad kälter als im Freien sein. Eine Beispielrechnung: Ist es auf der Maximilianstraße 30 Grad, darf es in einem Maxstraßenladen höchstens 24 Grad sein. Übrigens: Wenn sie als Ladenbesitzer die oben aufgeführte Regeln beachten, können Sie bei einer durchschnittlichen Ladengröße gut und gern etwa 13.000 Euro im Jahr sparen.
Können oder wollen Sie sich aus Umweltschutzgründen keine Klimaanlage leisten, bewähren sich folgende Hilfsmaßnahmen im Hitzefall: Fahren sie die Markisen aus oder den Rolladen herunter, schalten sie auch Lichtquellen wie Strahler etc. ab und sorgen sie für Belüftung oder Durchzug.
Wenn alles das nicht mehr hilft einen kühlen Kopf zu bewahren, füllen sie einen kleinen Gefriertruhen-Beutel mit Wasser, lassen ihn in der Gefriere zu Eis werden und setzen ihn zusammen mit einem Strohhut auf den Kopf. Aber Vorsicht: Nicht jeder hält das auf Anhieb aus. Nehmen Sie auf jeden Fall Eisbeutel und Hut spätestens dann vom Kopf, wenn es Ihnen unangenehm wird.
Das verwendete Bild stammt von Jutta Anger / Pixelio.de und zeigt die Abluftrohre einer Klimaanlage.
Matthias Stöbener 28.07.2008, 21.38 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Missbrauchte Webseite
Ist schon unverschämt, die Sache! Heute erreicht mich per Mail die Auslassung eines Rechtsdirektors Schwarz. Überschrieben ist die Pressemitteilung der Stadt mit "Ein Missbrauch der städtischen Homepage findet nicht statt". Nun findet ja vieles am Tag statt: Events finden statt, Veranstaltungen etc. Gutes Deutsch ist das aber nicht. Eher ist es ein Armutszeugnis, wenn eine Presseabteilung etwas stattfinden lässt. Ein Journalist würde schreiben: "Keine Parteienwerbung auf der städtischen Homepage" oder sowas ähnliches. Es ging nämlich darum, dass PRO AUGSBURG eine von ihr veranstaltete "Ballerprachtmeile" auf der städtischen Webseite ankündigte. Klar, dass dieser Eintrag entfernt werden musste, denn sonst könnte ja auch DIE LINKE eine Veranstaltung wie "Bonzenmelken" oder so auf der Stadt-Page ankündigen. Und wer will das schon.

Okay, auf der augsburg.de soll es weder Ballerprachtmeilen noch Bonzenmelken geben. Wegen der Neutralität der vergewaltigten Stadt-Homepage bzw. der Verhinderung des Stattfindens von Missbrauch, wie es die PR-Abteilung in ihren juristisch geschliffenen Worten ausdrücken würde.
Aber ehrlich gesagt: Ich finde, die ganze Webseite ist eine Werbung für ROT-GRÜN! Selbst nach dem Scheitern des Regenbogens in der letzten Kommunalwahl dominiert auf der Webseite der Stadt immer noch ROT-GRÜN. Wenn das keine Schleichwerbung ist, was dann? Wenn schon, dann sollte die Webseite schwarz und anthrazit eingefärbt werden. Mit einem Schuss Rosa. So in die Richtung der städtischen Dieselseite, wo man sich selbst als ausgegrenzter Schwuler wohl fühlen kann. Schwarz-anthrazit-rosa aber bitte nur, wenn das vor dem Bundesverfassungsgericht Bestand haben kann, sollte eine Klage von einer sich ausgeschlossen fühlenden Augsburger Partei vor diesem höchsten Gericht stattfinden.
Matthias Stöbener 11.06.2008, 20.55 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Schlechter Boden für Verbrechen
Eigentlich gehört der Eintrag in die Kategorie Sex and crime, aber wenn stimmt, was die Augsburger gestern geschrieben hat, kann man nur schmunzeln. Da soll ein Schwabmünchener versucht haben, nachts gegen 4 Uhr eine Innenstadt-Tankstelle zu überfallen. Klingelt der Backofen, in dem gerade Brötchen ihre goldbraune Farbe annehmen. Fragt der Räuber, ob der Tankwart einen Notfall-Alarm ausgelöst habe, worauf der lachen muss und den Verbrecher auffordert, seinen Überfall aufzugeben. Statt Geld fordert der jetzt Zigaretten, doch der Tankwart bleibt hart, worauf der Gesetzesbrecher abhaut. Kurz darauf wird er von einer Polizeistreife gefasst.

Als Bürger fühle ich mich in Augsburg sicher wie in Abrahams Schoß. Die Polizei braucht nur ein paar Tage, um den Mörder von Nora aufzustöbern, ein Tankwart lässt sich von einem Schwabmünchener Räuber nicht aus der Fassung bringen: schlechter Boden für Verbrechen. Vielleicht ist Augsburg deshalb eine großstädtische Hochburg von Rentnerinnen und Rentnern. Hier hilft Ede Langfinger einer alten Dame noch über die Straße, ohne ihr die Handtasche zu entwenden. Und wenn, ist ein netter beohrringter und kettenbehängter pubertärer türkischer Hiphopper in der Nähe, der den Handtaschendieb fasst und am Tag darauf in der Augsburger groß auf der letzten Seite präsentiert wird: So gut ist die Augsburger Jugend - auch wenn sie aus Anatolien stammt.
Matthias Stöbener 19.12.2007, 08.17 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Spinnen lieben Augsburg
Die Naturmuseum-Ausstellung "Faszinierende Welt der Spinnen" ist angeblich ein solcher Erfolg, dass sie ein weiteres Mal verlängert werden soll: bis zum 13. Januar 2008.
Es handelt sich um eine so genannte Lebendschau, sprich die Tierchen geben sich in Augsburg in Natura die Ehre. Wie nicht anders denkbar in einer neben München im Schatten stehenden Stadt sind es natürlich die größten und giftigsten Spinnen und Skorpione der Welt, die im Naturmuseum rumkrabbeln - zu meiner nicht geringen Sorge ganz in der Nähe meiner Arbeitsstätte! Besonders erwähnenswert dabei: die Schwarze Witwe.
Auch wenn ich mich bei Tierschützern jetzt vielleicht nicht beliebt mache: Mir würde es nichts ausmachen, wenn Augsburg ein paar Spinnen und Skorpione weniger hätte.
Matthias Stöbener 16.11.2007, 07.54 | (0/0) Kommentare | TB | PL




